Innerhalb der Bundesregierung wird weiter über die Novelle des Gentechnikgesetzes gestritten. Die Fronten verlaufen dabei weniger zwischen Union und SPD als vielmehr zwischen CSU-Agrarminister Horst Seehofer und seiner CDU-Forschungskollegin Annette Schavan.

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Weil Burkina Faso zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, keine eigenen Rohstoffe, keinen Zugang zum Meer hat, ein Agrarstaat ist, werden hier teure Gentechnikversuche durchgeführt, unterstützt von den Konzernen Monsanto und Syngenta. Beide haben Baumwollsorten entwickelt, die sich durch ein Bakterien-Gen selbst gegen Schädlinge schützen sollen. Die Regierung finanziert den Konzernen die Entwicklungskosten mit Krediten der Weltbank. Sie bietet den Bauern keine Alternativen zur Gentechnik.

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Die erste Ladung von Soja, das nicht gentechnisch verändert ist (GVO-frei), ist im Hafen von Amsterdam gelöscht und soll in den Niederlanden zu Viehfutter verarbeitet werden. Das meldet die Molkereigenossenschaft Campina. Das Soja stammt aus Brasilien, wo es nach den Basler Kriterien angebaut worden sein soll. Der Import des GVO-freien Sojas ist das Ergebnis von Absprachen, die Anfang dieses Jahres zwischen Campina und gesellschaftlichen Organisationen wie der niederländischen Natur- und…

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Bereits in 45 Lebensmittelproben konnten Spuren von gentechnisch verändertem Reis nachgewiesen werden, der aus Importen aus den USA und China stammt. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Hersteller hätten bislang 10.000 Tonnen Reis und Reisprodukte freiwillig zurück gerufen. Die entstandenen Kosten würden mit 10 Millionen Euro beziffert.

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Das umstrittene Thema der Gentechnik, der gentechnisch veränderten landwirtschaftlichen Produktion, der Schutzmöglichkeiten vor gentechnischen Veränderungen für Saatgut sind Themen, die in dieser Woche in Florenz von Fachleuten und den für die Landwirtschaft zuständigen Assessoren aller Regionen Italiens im Rahmen eines Seminars zum Thema "Coesistenza tra ogm, colture biologiche e convenzionali" behandelt werden.

Veranstalter des Workshops ist die Region Toskana, die die Vereinigung der gentechnikfreien…

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Spaniens Öko-Anbauer sind mit Blick auf die sich ausdehnende Anbaufläche von gentechnisch verändertem (GV-)Mais und in Folge von Auskreuzungen auf dem Rückzug. In den ostspanischen Regionen Aragon und Katalonien, wo auch der meiste GV-Mais angebaut wird, ist die Ökomais-Anbaufläche von 120 ha in 2004 auf nur 25 ha in diesem Jahr zurückgegangen, berichtet Agra Europe London. Grund dafür sind Spuren von GVO im Öko-Mais, die zwar mit unter 1 Prozent sehr niedrig ausfallen, aber auch in Spanien gilt für…

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CSU-Generalsekretär Söder spricht sich für einen restriktiven Kurs bei der grünen Gentechnik aus. Er fordere, die Anbaufläche von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem aktuellen Niveau von etwa 350 Hektar einzufrieren. Der Einstieg in die kommerzielle Nutzung der grünen Gentechnik lehne Söder auf mittlere Sicht komplett ab. Die CSU stelle die Sicherheit einer gesunden Ernährung vor reine Marktinteressen, zitiert ihn das Nachrichtenmagazin "Spiegel".

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Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer wird seine Ausgaben für Forschung bei gentechnisch veränderten Pflanzen stark aufstocken. Bis 2015 sollen die jährlichen Investitionen von 80 Millionen auf mehr als 200 Millionen Euro steigen. "Saatgut und Kulturpflanzen, die über agronomisch optimierte Eigenschaften verfügen, sind ein Treiber der Zukunft im Agro-Geschäft", sagte Bayer-Chef Werner Wenning. Der Konzern verfolgt diesbezüglich zwei Ziele: Zum einen sollen Pflanzen entwickelt werden, die beispielsweise…

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Bleiverseuchter Boden, schlechter Sonnenstand, wenig Wasser: Einen der ungünstigsten Standorte Bremens hat sich Peter Bargfrede für den Maisanbau ausgesucht. Einzig Kohlendioxid gibt es am Rembertikreisel genug - und Aufmerksamkeit. Die ist besonders wichtig für die kleine Protest-Plantage des "Bündnis gegen Gentechnik in Lebensmitteln".

"Wegen der Abgase werde ich die sicher nicht essen", sagt Bargfrede mit Blick auf die frisch abgeschnittenen Bantam-Maiskolben. "Aber als Saatgut nehme ich die garantiert…

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"Server nicht gefunden" - wer Anfang der Woche auf den Internetseiten des Greenpeace-Einkaufsnetzes nach Verbrauchertipps und Protestaktionen suchte, tat dies vergeblich. Der Chemiekonzern Bayer AG soll die Seite laut Greenpeace gesperrt haben. "Ein einschüchternder Anruf von Bayer bei der Firma, auf deren Server die Seiten liegen, genügte", erklärt Greenpeace-Sprecherin Ulrike Brendel. Offenbar war Bayer genervt: Hunderte von Protest-E-Mails gegen Gen-Reis hatten das Postfach des…

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Mehr als 13.000, von Bürgern im Internet gespendete Luftballons, bildeten heute im Regierungsviertel den 60 Meter breiten Schriftzug 'Genfood - Nein Danke'. Die danach aufsteigenden Ballons symbolisierten den Pollen von Gentech-Pflanzen, der - einmal in die Umwelt entlassen - nicht mehr rückholbar ist.

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Dreck im Stock

Auf deutschen Äckern wachsen die ersten Gentech-Pflanzen. Bienen sammeln Pollen mit verändertem Erbgut. Solche Befunde bescheren dem Honig nicht nur ein kurzfristiges Imageproblem; ihm droht scheinbar der Abstieg in die Zweitklassigkeit. Und während die Imker Umsatzeinbußen prophezeien, weil solche Produkte niemand haben wolle, zieht schon das nächste Schreckgespenst über die Felder: Pharma-Pflanzen, die gentechnisch so eingestellt sind, dass sie Impfstoffe gegen Cholera oder Tollwut, Antikörper gegen…

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Ausgerechnet die Landwirtschaft verhilft Brandenburg zu einem Spitzenplatz im bundesdeutschen Vergleich. Zwar lassen die Böden und die wenigen Niederschläge hier keine Rekordernten zu, aber sie machen offensichtlich immer mehr Bauern empfänglich für umstrittene Offerten der Chemieindustrie. Sie stellen ihre Felder für Versuche mit gentechnisch verändertem Mais und neuerdings auch für in Chemielaboren behandelte Pflanzkartoffeln zur Verfügung. Davor warnt der Bauernbund Brandenburg.

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Der Bioland-Verband begrüßt die kritische Haltung der CSU und ihres Generalsekretärs Markus Söder zur Agro-Gentechnik und zur geplanten Aufweichung des Gentechnikgesetzes. Laut dem Handelsblatt plädiert die CSU im Gegensatz zu ihrer Schwesterpartei CDU sogar für eine Verschärfung des bestehenden Gentechnikgesetzes. Söder wiederholte zudem seine Forderung nach einem fünfjährigen Moratorium bei der kommerziellen Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen. „Wir erwarten von der CSU, ihr Gewicht bei der…

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Horst Seehofer (CSU) hat ein Problem, das er nicht länger vor sich herschieben kann: Beim heiklen Thema Gentechnik steckt der Bundeslandwirtschaftsminister in einem kaum zu lösenden Interessenkonflikt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangt von ihm, dass deutsche Bauern und Botaniker schon im Frühjahr 2007 gentechnisch veränderte Pflanzen deutlich leichter anbauen können als heute.

Doch die Abneigung gegen genveränderte Pflanzen eint in Bayern Kirchenleute, Landjugend, Bauern und junge Städter, deren…

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Nach einer bundesweiten Rückrufaktion lagert illegaler genmanipulierter Reis der Firma Bayer nach Recherchen von Greenpeace im Hamburger Hafengebiet. Der Gen-Reis LL601 soll nach Auskunft des Reishandelsunternehmens Euryza GmbH möglicherweise zur weiteren Verwendung als Nahrungsmittel exportiert werden. Euryza-Reisprodukte wurden in den vergangenen Wochen bundesweit aus Supermärkten entfernt, nachdem Greenpeace und die staatlichen Überwachungsbehörden Verunreinigung mit der nicht zugelassenen Gen-Reis-Sorte…

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CSU-Generalsekretär Markus Söder hat die von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) geplante Reform der Regelungen zur grünen Gentechnik als zu lasch kritisiert. Söder sagte dem "Handelsblatt", bei der Änderung des Gentechnik-Gesetzes müsse Sicherheit Vorrang vor Marktinteressen haben. Im Einzelnen lehnte Söder den von Seehofer vorgesehenen 150-Meter-Schutzabstand zu Feldern, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, als zu gering ab.

"200 bis 300 Meter sind mit Sicherheit…

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Deutsche Entwicklungshilfeorganisationen stellen der Staatengemeinschaft ein schlechtes Zeugnis für ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger in der Welt aus.

Statt Nahrungsmittel gerechter zu verteilen und den Zugang der Hungernden zu Land, Saatgut und Wasser zu verbessern, sei zu stark auf Marktliberalisierung und neue Technologien wie die grüne Gentechnik gesetzt worden.

Die Kleinbauern könnten sich gentechnisch verändertes (GV) Saatgut nicht leisten. Auch drohe weitere Verschuldung, wenn Kredite…

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Die geplante Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) stößt auf scharfe Kritik.

„Dieser Weizen darf nicht auf die Äcker. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer haben es in der Hand: Entweder freie Fahrt für die Gentechnikindustrie oder den Schutz, die Sicherheit und die Reinhaltung des Grundnahrungsmittels Weizen höher zu bewerten“, so Vertreter der Mühlen, des Backhandwerks, des Ökologischen…

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Mehr als 1000 Bürger protestierten im „Aktionsbündnis für eine Gentechnikfreie Schöpfung“ seit August diesen Jahres gegen die Genversuche an der Höheren Landbauschule in Rotthalmünster. Bei der Abschlussveranstaltung am Pestkreuz in Rotthalmünster am Sonntag, den 15. Oktober fanden sich 250 engagierte Bürgerinnen und Bürger ein, um gegen die bayerische Gen-Politik zu protestieren.

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