Die rot-schwarze Koalition kündigt an, das Gesetz für die Grüne Gentechnik zu überarbeiten. Umweltschützer und Landwirte, die auf Gentechnik verzichten wollen, befürchten jetzt das Schlimmste: "Alle Lebensmittel werden gentechnisch verunreinigt", warnte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Sie prophezeit, dass künftig mehr Bauern als bisher die Gensaat ausbringen würden. Denn: Für Schäden, die durch Pollenflug auf Nachbarfeldern auftreten, würden die Landwirte künftig nicht mehr hart genug zur…

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US-amerikanische Unternehmen patentieren bislang frei verfügbare Pflanzen und wollen deren traditionellen Anbau verbietenSeit 1997 erhalten Firmen, insbesondere aus den USA, erstmals Patente auf Leben und schaffen einen in der Geschichte des geistigen Eigentums einmaligen Präzedenzfall. So knackten Großkonzerne den genetischen Code der gelben Bohne aus Mexiko, des südostasiatischen Basmatireises oder auch der peruanischen Maca-Pflanze. Die Pflanzen wurden de facto zum Eigentum der Multis. Diese Praxis…

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In Argentinien wird fast nur noch Gentech-Soja angebaut, die gegen das Herbizid Roundup resistent ist. Inzwischen seien aber "verwilderte Soja und andere Roundup-resistente Unkräuter" ein grosses Problem, schreibt Syngenta. Bauern sollen darum das Syngenta-Herbizid Gramoxone verwenden. Das Herbizid Gramoxone ist ein Paraquat, das in der Schweiz seit den Achzigerjahren verboten ist. Die 'EU human toxidity evaluations" klassifizieren Paraquat als T+ (sehr toxisch).

Newsletter des Blauen-Instituts

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Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) übt scharfe Kritik an den Aussagen des Koalitionsvertrages zur Gentechnik. "Es ist absurd, Wahlfreiheit für Verbraucher und Landwirte zu versprechen, wenn gleichzeitig die Verursacher-Haftung gekippt und die Gentechnik einseitig gefördert werden soll", so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW.Damit werde der Fortbestand tausender Unternehmen und 150.000 Arbeitsplätze in der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft ohne Not gefährdet. Die Branche…

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In aller Stille schafft die Brüsseler EU-Kommission Fakten in Sachen genveränderte Lebensmittel. Mit der Mais-Sorte 1507 der US-Firmen Pioneer und Mycogen-Seeds hat die Kommission gerade das mittlerweile fünfte genmanipulierte Produkt zugelassen. Zwei der heftig umstrittenen Pflanzensorten sind nach Informationen des SPIEGEL sogar schon als Lebensmittel freigegeben. Zwar behindern einige EU-Staaten - darunter Deutschland - die Produkte aus der Gen-Küche noch; sie befürchten "erhebliche ökologische Risiken",…

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Die mit gentechnisch veränderten Pflanzen verbundenen Risiken seien bedeutend, halten namhafte Wissenschafter in einer am 11. November veröffentlichten Erklärung fest. Darum müsse man sich Zeit nehmen, bis ihre Unschädlichkeit besser abgeklärt sei.78 Professoren, Dozenten und Forschende haben die Erklärung für die Gentechfrei-Initiative bisher unterzeichnet. Das fünfjährige Moratorium für den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen werde es erlauben, wichtige Fragen über Nutzen, Grenzen und Risiken der…

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Gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat sich der Bundesverband der Landwirte im Nebenberuf ausgesprochen. "Gentechnik hat auf unseren Feldern nichts zu suchen", sagte Geschäftsführer Jens Reichardt gestern bei der Jahrestagung in Templin (Uckermark). Das Risiko, das mit der Freisetzung von gentechnisch verändertem Erbmaterial einhergehe, sei unüberschaubar. Durch Pollen- oder Bienenflug komme es zu sogenannten Auskreuzungen unter verschiedenen gentechnisch veränderten Sorten, aber auch bei…

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Bremer Wissenschaftler haben die Ausbreitung von gentechnisch verändertem Raps-Samen simuliert. Ergebnis: Eine "Koexistenz" von gentech-freiem Raps und Gentech-Raps ist unrealistisch. Und die Saatgut-Züchter die ersten LeidtragendenEs ist eine Illusion, wenngleich weit verbreitet: Gentechnisch veränderte und nicht veränderte Pflanzen ließen sich nebeneinander anbauen, ohne sich gegenseitig Schaden zuzufügen. Forschungsergebnisse Bremer WissenschaftlerInnen untermauern jetzt die Zweifel an der Illusion.

die…

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Mit Lautsprecherdurchsagen und weiteren Aktionen hat die Greenpeace-Gruppe Karlsruhe am gestrigen Samstag in mehreren Supermärkten gegen genmanipulierte Pflanzen in Kuhfutter protestiert. Den Umwelt-Aktivisten ging es dabei vor allem um Molkereiprodukte der Marke "Landliebe".Deren Milch, so die Karlsruher Greenpeace-Gruppe, werde mit Hilfe von genmanipulierten Soja- und Maispflanzen hergestellt. "Wer 'Landliebe' kauft, entscheidet sich für Gentechnik im Tierfutter", mahnt Isabella Kober von Greenpeace in…

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Der Druck auf Molkereien steigt, gentechnikfreie Milch anzubieten. Auch die Alpenmilch und die Pinzgau Milch prüfen jetzt den Umstieg.THomas HödlmoserSalzburg (SN). "Kontrolliert gentechnikfrei erzeugt." Seit 2003 bietet die Tirol Milch gentechnikfreie Milch an. Die NÖM in Baden hat heuer ihr gesamtes Frischmilchsortiment auf gentechnikfrei umgestellt, die Kärntner Milch in Spittal hat mit dem Umstieg begonnen.Jetzt steigt auch der Druck auf die anderen Milchverarbeiter - zumal die Gentechnikfreiheit auch…

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Agrarpolitiker, Forscher und Lebensmittel-Verarbeiter diskutieren am Freitag, 11. November um 22.20 Uhr, in der "Arena" die Pros und Contras der "Gentechfrei-Inititiave", über welche die Schweiz am 27. November abgestimmt. Ein Moratorium, das der Skepsis in der Bevölkerung gegen Gentech-Lebensmittel Rechnung trägt und die Schweizer Landwirtschaft stärkt? Oder ein falsches Signal für den Forschungsstandort Schweiz und ein erster Schritt zu einem generellen Verbot?

Schweizer Bauer

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Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen bei den Themen Umwelt- und Verbraucherschutz offenbar auf ein Kompromisspaket geeinigt. Künftig sollen bei ungewollten Auskreuzungen von Gentechnik-Pflanzen nicht mehr die einzelnen Landwirte haften, sondern ein Ausgleichsfonds der Wirtschaft. Von der Industrie wird die Änderung begrüßt, bei Umweltschutzverbänden stieß sie am Mittwoch auf Kritik. "Es ist zu befürchten, dass Landwirte künftig weniger sorgfältig mit Gentechnik umgehen", sagte Henning…

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Eigentlich hatten sich Vertreter von SPD und CDU gestern darauf geeinigt, dass der Atomkonsens unangetastet bleibt. Dafür soll ein neues Gentechnik-Gesetz auf den Weg gebracht werden. Doch dann pfiff Angela Merkel ihre Gesandten zurückGegen Mittag schien sich der Gefechtsnebel zu legen: Die SPD bekommt grünes Licht für den Atomausstieg, die CDU dagegen das Okay zur grünen Gentechnik. Wie die taz aus Verhandlungskreisen zur Koalition erfuhr, sah so der Deal aus. "Vorbehaltlich der Zustimmung von Angela…

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Nach Bioland vorliegenden Informationen haben sich die Koalitionsparteien nun doch auf einen 'Freifahrtschein' für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geeinigt. Während sich die Verhandlungsgruppe "Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft" zunächst auf eine moderate Regelung unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips und der verschuldensunabhängigen Haftung verständigt hatte, vollzog nun offensichtlich die große Koalitionsverhandlungsrunde eine Kehrtwende.

Bioland befürchtet "schlimmsten…

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Einer Machbarkeitsstudie der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährung zufolge, sei eine Gentechnik-freie Lebensmittelproduktion grundsätzlich machbar. Insbesondere die Pflanzentreibstofferzeugung biete ein großes Potenzial für Soja-Ersatz. Nach der Studie, die erst am 23. November zur Gänze veröffentlicht wird, können bereits ab 2007 mehr als 40 Prozent der eiweißhaltigen Nebenprodukte aus der Pflanzentreibstofferzeugung einen Ersatz für Soja bieten.

pressetext.austria: Machbarkeitsstudie zeigt:…

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Vor absamenden Gentechpflanzen hat der ausgewanderte Ex-Nationalrat Ruedi Baumann weniger Angst als vor der Machtkonzentration der Chemiemultis.Es wäre wirklich unglaublich, wenn diese Initiative

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Gleich zwei Mal haben Umweltgruppen in Österreich auf die "Grüne Gentechnologie" reagiert. Die Anti-Gentech-Plattform "Pro Leben" hat vor dem UN-Menschenrechtssausschuss in Genf die Einführung der Grünen Gentechnik als Menschenrechtsverletzung eingeklagt. Und die Umweltschutzgruppe GLOBAL2000 hat den umgehenden Erlass eines österreichischen Importverbots für den Gentech-Raps GT73 von Monsanto gefordert. Der erst kürzlich von der EU zugelassene Raps wurde von der Europäischen Umweltbehörde (EEA) als…

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Biobäuerin Kathy Hänni kann sich eine Landwirtschaft mit gentechnisch verändertem Saatgut nicht vorstellen. Sie ist überzeugt: Nur mit gentechfreier Produktion können sich die Bauern international behaupten.Kathy Hänni, die im Grossen Rat des Kantons Bern für die Grüne Freie Liste (GFL) politisiert, weiss von den Studien zur landwirtschaftlichen Nutzung von GVO. Es liegen unterschiedliche Empfehlungen vor, wie gross die Sicherheitsabstände zwischen den Feldern sein müssen, damit sich Gentech- und…

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Die Mehrheit der Deutschen ist skeptisch oder ablehnend, wenn es um den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft geht. Der Einsatz in der Medizin, die so genannte "rote Gentechnik" stößt dagegen in der gesellschaftspolitischen Diskussion kaum auf Widerstand. Bei einem Infoabend am 9. November ab 20 Uhr im Refektorium des Predigers in Gmünd erfahren Verbraucher mehr zu dem Thema: "Grüne Gentechnik - Gefahr oder Chance? Aktueller Stand, Einsatzgebiete und Grenzen. Ein Beitrag zur ethischen…

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Die zukünftigen Koalitionsparteien haben sich am Freitag in Berlin auf eine Neuausrichtung in der Ago-Gentechnik geeinigt. Bauern, die Gen-Pflanzen anbauen, sollen für die Verunreinigung von Nachbarfeldern nur noch haften, wenn ihnen ein persönliches Verschulden nachgewiesen werden kann. In allen anderen Fällen soll ein Haftungsfonds den Schaden regeln. Henning Strodthoff, Gentechnikexperte bei Greenpeace, kommentiert den Beschluss der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.…

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