25.11.2009 | permalink
Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel mit Antibiotikaresistenz-Markergen. Es gibt gentechnikfreie Alternativen.
BASF Plant Science GmbH hat für 2010 beim zuständigen Bundesamt Versuchspflanzungen mit ihrer gentechnisch veränderten Stärkekartoffel beantragt. Sie hoffen auf die endgültige Anbaugenehmigung seitens der EU, denn in Deutschland stände dem Anbau dank der schwarz/gelben Bundesregierung nichts mehr im Wege. Die Regierung will Amflora für die industrielle Verwertung fördern. Immer wieder wird hierbei offensichtlich von allen Seiten die unliebsame Tatsache verdrängt, dass Amflora ein Antibiotikaresistenz-Markergen trägt, welches auch in der Human-Medizin eingesetzt wird. Die mögliche Einschränkung oder gar das Aufheben der Wirksamkeit des Antibiotikums, ist nicht auszuschließen. Gemäß EU-Recht dürfen derartige Gen-Konstrukte seit 2004 keine Zulassung mehr erhalten. Besonders jetzt problematisch, da sich auch wegen anderer Einflüsse immer mehr Resistenzen gegenüber den herkömmlich eingesetzten Antibiotika bilden. Dabei sind erst in den vergangenen Wochen zwei Kartoffel-Alternativen vorgestellt worden, mit den für die Industrie gleichen günstigen Stärkeeigenschaften, ganz ohne Gentechnik und ohne Resistenzprobleme.
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