13.11.2009 | permalink
Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel mit Antibiotikaresistenz-Markergen. Es gibt gentechnikfreie Alternativen.
Eckhard Tacke, wissenschaftlicher Leiter beim Kartoffelforschungsunternehmen Bioplant ist es mit einer neuen Zuchttechnik gelungen eine Amflora-Alternative zu schaffen. Tilling, eine neue Zuchtmethode, steht für "targeting induced local lesions in genomes", sprich eine zielgerichtete Suche nach winzigen Genveränderungen im Erbgut. Zunächst werden beim Saatgut Punktmutationen ausgelöst und dann mittels einer schnellen Suchmethode gewünschte Eigenschaften erfaßt und weiterentwickelt, ohne die Pflanze gentechnisch zu verändern. Auch die Emsland Group und Europlant stehen kurz vor der Vermarktung einer Amflora-Alternative. Sie wird derzeit auf ihre Verarbeitungseigenschaften getestet. Auch wenn der Amflora von BASF ein eigenes Kapitel im Koalitionsvertrag zukommt, ist die Gefahr der Resistenzbildung gegenüber dem Antibiotikum beim Menschen nicht zu leugnen.
● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?
● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt

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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Bayerisches Fernsehen: Genehmigungsfilz
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
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