02.02.2012
Von gentechnisch veränderten Fischen verspricht sich die Industrie großen Profit.
Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) hat Richtlinien für die Bewertung von gentechnisch veränderten Tieren veröffentlicht. Die EU stellt sich offenbar darauf ein, dass Anträge auf Zulassung von Gentech-Tieren demnächst gestellt werden, und will für diesen Fall gerüstet sein. Wie schon bei gentechnisch veränderten Pflanzen geht die Behörde davon aus, dass sie Merkmale konventioneller und gentechnisch veränderter Tiere grundsätzlich miteinander vergleichen kann, um eine Risikobewertung durchzuführen. Ein Bündnis aus Verbraucher-, Umwelt-, Bauern- und Tierschutzverbänden fordert eine öffentliche Debatte über die Sicherheitsbewertung der Tiere, bevor eventuelle Zulassungsprozesse starten. In einem offenen Brief an EU-Kommissar Dalli formulieren sie die spezifischen Anliegen der Verbände. Bisher wurden noch keine Anträge auf Zulassung in der EU gestellt. In den USA ist die Genehmigung von Gentech-Lachs höchst umstritten und wurde im letzten Moment gestoppt.
03.02.2012
Aktion vor Amtsgericht am ersten Verhandlungstag
Zwei Aktivisten wurden vom Vorwurf der Nötigung im Berufungsprozess durch das Landgericht Neubrandenburg freigesprochen. Im Jahr 2009 schleuderten sie Ökosetzkartoffeln auf ein Versuchsfeld, einen Tag vor der Auspflanzung der Gentechnik-Kartoffel Amflora aus dem Hause BASF. "Es wurde keine Gewalt gegen Personen angewendet, was die Vorraussetzung für eine Nötigung wäre», so der Richter Jochen Unterlöhner. Die Feldbefreier freuen sich über den Freispruch aber vor allem über den Erfolg ihrer Widerstandarbeit zusammen mit der Bürgerinitiative vor Ort. Erst Mitte Januar hat BASF verkündet, ihre Forschung mit Gentechnik-Kartoffeln in Deutschland einzustellen.

Fordern Sie Frau Aigner mit einer E-Mail dazu auf, dafür zu sorgen, dass unsere Felder, unser Tierfutter und unser Essen frei vom Gift Roundup wird, ein Verkaufsstopp glyphosathaltiger Pflanzengifte an Privatpersonen und ein Importstopp genmanipulierter Lebens- und Futtermittel!

No Patents on Seeds fordert eine Überarbeitung des Europäischen Patentrechtes und klare Verbote der Patentierung von Züchtungsverfahren, Pflanzen und Tieren und von Lebensmitteln, die aus diesen gewonnen werden. Unterzeichnen auch Sie!
Offener Brief

Der kritische Agrarbericht dokumentiert die ganze thematische Breite der agrapolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. In 47 Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik werden die agrarpolitischen Geschehnisse analysiert und die Weichenstellung für die Zukunft diskutiert. Diese Ausgabe widmet sich dem Schwerpunkt "Zusammen arbeiten – für eine andere Landwirtschaft".
kritischer-agrarbericht.de

Der gesellschaftliche Stellenwert wissenschaftlicher Expertise stand im Zentrum einer Klausurtagung, zu der das Institut Technik – Theologie – Naturwissenschaften (TTN) an der Ludwigs-Maximilians-Universität einlud. Die hier dokumentierten Beiträge nehmen den politischen Streit um die Freisetzung und Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen zum Anlass, Funktion und Grenzen der Wissenschaftsfreiheit zu diskutieren. Mit Beiträgen von Steffi Ober, Inge Broer u.v.m.
Nomos Verlag, 2012

„Gentechnik kann den Hunger bekämpfen“ - das ist so etwas wie ein universelles Standardargument in der Debatte um den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen. In Verbindung mit Hinweisen auf die wachsende Weltbevölkerung und den Klimawandel wird es zum Totschlagargument.

Save Our Seeds hat gemeinsam mit 20 Umwelt- und Konsumentenschutz- organisationen aus Asien, Afrika, Amerika, Australien und Europa eine gemeinsame Studie veröffentlicht, in der die falschen Versprechungen der Agro-Gentechnik-Industrie und die dazugehörigen Fehlentwicklungen aufgezeigt werden. So hat der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen weder die Lebensmittelsicherheit erhöht noch den weltweiten Hunger eingedämmt oder den Pestizid-Einsatz verringert. Vielmehr hat die Agro-Gentechnik bereits heute zur Zerstörung der Biodiversität und der Lebensgrundlage von Bauern geführt.

In seinem Buch FOOD Crash macht der international angesehene Fachmann für Ökolandbau, Felix zu Löwenstein, verständlich, dass eine industrielle Landwirtschaft, die auf der Übernutzung von Ressourcen aufbaut, kein Weg zur Lösung, sondern eine Sackgasse ist. Und dass nicht die mangelnde Produktionssteigerung, sondern der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie mangelnde Gerechtigkeit zum Zusammenbruch des globalen Ernährungssystems führen.
Felix zu Löwenstein: Food Crash, September 2011
Importe von Futtermitteln dürfen ab dem 04.08.2011 bis maximal 0,1% nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen enthalten, wenn der Organismus in einem Drittstaat zugelassen ist, der Antrag in der EU bereits seit drei Monaten läuft und die EU-Behörden über eine spezifische quantitative Nachweismethode verfügen. Sorten, deren Zulassung in der EU ausgelaufen sind, fallen auch unter die neue Regelung.
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"AbL-Bäuerinnen und Bauern meinen: Bleibt uns damit vom Acker!
Für eine bäuerliche Landwirtschaft ohne Gentechnik!"
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● Gentech-Kartoffel:
BASF zieht sich zurück
● Bt-Mais und Bienen:
EuGH-Urteil: Großer Erfolg für Imker-Bündnis
● Patente:
Tomaten-Patent in höchster Instanz
Alle wichtigen Informationen über gentechnisch veränderte Pflanzen, die in der EU zugelassen bzw. deren Zulassung beantragt sind, finden Sie in der neuen Datenbank von Testbiotech:
PlantGeneRisk
Anfang Juni hat die Katholische Universität Leuven die Forscherin Barbara Van Dyck entlassen, weil sie sich öffentlich mit Aktionen des Field Liberation Movements (FLM) solidarisch erklärt hat, die im Zusammenhang mit einer Aktion gegen ein genetisch modifiziertes Kartoffelfeld in Wetteren in Belgien am Sonntag 29. Mai stehen.
Akademiker weltweit sind aufgerufen, dieser Entlassung entgegenzustehen und diesen offenen Brief zu unterzeichnen.
Interview mit der Forscherin beim GID
Die DFG-Broschüre ‚Grüne Gentechnik‘ genügt ihrem eigenen Anspruch nicht – Diskussionsbeitrag
Environmental Sciences Europe
Indien: Sackgasse Gentechnologie
„Heutzutage sucht die ganze Welt nach Saatgut, das Trockenheit übersteht, tragischerweise sieht keiner das, was wir schon haben: Traditionelles Saatgut, das von Bauern über Jahrtausende entwickelt wurde.“
Video unter planet-schule.de

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen.
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Der 25-minütige Film über Die Vergiftung der Pampa, aufgenommen im argentinischen Anbaugebiet Santa Fe, zeigt die tragischen Folgen des Gift-Einsatzes bei Gentechnik-Soja für die Bevölkerung.
Youtube.com, Teil 1, 14:51 Min.
Youtube.com, Teil 2, 11:16 Min.
Landwirt Michael Hart reist durch die USA und spricht mit seinen Kollegen über den Anbau von Gentechnik-Pflanzen und das Herbizid Roundup. Deren Ratschlag an europäische Bauern:
"Lasst die Finger davon!"
Farmer to Farmer: The Truth about GM Crops, 23:31 Min.
Der Film zeigt anhand von verschiedenen Orten des Anbaus von Gentechnik-Soja in Argentinien und Paraguay die schlimme Ausbeutung von Ressourcen und ihre sozialen Auswirkungen in den Regionen. Die Film-DVD gibt es auf spanisch mit deutschen Untertiteln. Bestellungen unter:
info.workshops.lat@gmail.com
„Heutzutage sucht die ganze Welt nach Saatgut, das Trockenheit übersteht, tragischerweise sieht keiner das, was wir schon haben: Traditionelles Saatgut, das von Bauern über Jahrtausende entwickelt wurde.“
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Marie Monique Robins Dokumentation über die rücksichtslose Unternehmenspolitik Monsantos:
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