08.03.2010
Quelle: BUND. Seit dem 2.3.10 ist Amflora trotz erheblicher Lücken in der Sicherheitsbewertung seitens der EU-Kommission zugelassen worden.
Als Futter- oder Lebensmittel war Amflora, die Gentechnik-Kartoffel der BASF seitens der Bundesregierung nie geplant. Das betonte der damals amtierende Landwirtschaftsminister Seehofer im Rahmen einer EU-Ministerratssitzung und wurde nun vom jetzigen Landwirtschaftsministerium bestätigt. 'Die Bundesregierung hält die Gen-Kartoffel Amflora für ungeeignet zur Verwendung als Futter- oder Lebensmittel' heißt es in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. Die EU-Kommission hat die Gentechnik-Kartoffel vergangene Woche jedoch auch zur Verwendung im Futtertrog und eine Kontamination von Lebensmitteln mit bis zu 0,9 Prozent erlaubt, trotz mangelhafter Sicherheitsprüfungen. Die Partei DIE LINKE fordert die Bundesregierung deshalb auf, auf Grundlage der so genannten nationalen Schutzklausel in der EU-Freisetzungsrichtlinie ein Verbot der Amflora in Deutschland zu prüfen.
09.03.2010
Foto: Blauen-Institut;-+-Die Schweiz will ihr Gentechnik-Moratorium um drei Jahre verlängern.
Das Moratorium für gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft wird in der Schweiz bis November 2013 verlängert. Nach dem Ständerat sprach sich auch der Nationalrat für eine entsprechende Änderung des Gentechnikgesetzes (GTG) aus. Grund der Verlängerung sind die nicht abgeschlossenen nationalen Forschungsvorhaben, die Klarheit zum Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen bringen sollen. Im Nationalen Forschungsprogramm (NFP) werden die 'Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen' untersucht. Deutschland steht nun vor der Wahl dem Vorbild Schweiz zu folgen, die bisher versäumte Risikoforschung nachzuholen und vom kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen Abstand zu nehmen.

Die Bundesregierung hat im Koalitonsvertrag festgelegt, Gentechnik-Pflanzen zu fördern. Was sagen Sie dazu? Schreiben Sie den verantwortlichen Ministern eine Nachricht!
Greenpeace-Aktion
Auf der internationalen grünen Woche wurde der kritische Agrarbericht 2010 vorgestellt. Auch dieses Jahr ist ein Kapitel der Agro-Gentechnik gewidmet. Im Rückblick auf das Jahr 2009 erläutert Heike Moldenhauer die Tücken des Koalitionsvertrages, das Bangen um die Nulltoleranz und den 9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung. Martha Mertens geht in ihrem Beitrag "Kollaterlschäden im Boden" auf negative Wirkungen des Wirkstoffs Glyphosat auf Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit ein. Seit dem Einzug der Agro-Gentechnik ist der Einsatz dieses Wirkstoffs enorm gestiegen. Jochen Koester erläutert die Schwierigkeiten des Sojaanbaus und kritisiert den vom WWF initiierten "runden Tisch für veranwortungsbewussten Sojaanbau" (RTRS).

Der Journalist Klaus Faißner umreißt in seinem jüngsten Werk in einfacher und kompakter Art und Weise die besondere Brisanz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln. Es geht um den Druck der Gentechnik-Lobby, um Koexsitenz, die Existenzen kostet und um die speziellen Gefahren bei Patenten auf Nahrungsmittel. Es wird deutlich gemacht, warum Gentechnik keine Weiterentwicklung natürlicher Züchtung ist und auch warum die Widerstandsbewegung immer stärker wird. Es ist ein Appell an jeden Einzelnen, seinen möglichen Einfluß auf die Entwicklung wahrzunehmen. "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf" (Goethe).

In "Sicherheitsrisiko Gentechnik" beleuchten Árpád Pusztai und Susan Bardócz die Rollen von Konzernen und Politik und deren indirekte Einflussnahme über die Finanzierung auf die Ergebnisse der Genforschung. Er liefert Vorschläge für eine effektive, wissenschaftlich seriöse Forschung im Dienste der Sicherheit von Mensch und Natur. Árpád Pusztai wurde nach der Veröffentlichung kritischer Gentechnik-Untersuchungen 1998 von seinem Posten an dem schottischen Rowett Research Institut suspendiert.
Orange Press: Sicherheitsrisiko Gentechnik
Alle wichtigen Fragen der Welternährung und Landwirtschaft werden in dieser Broschüre mit Grafiken erläutert. Auch die Rolle der Gentechnik wird kritisch beleuchtet.
Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk gibt in der jüngsten Ausgabe des GID einen Überblick darüber, wie sich die Agro-Gentechnik als klimaschonend verkauft - und was dagegen einzuwenden ist.
GID 197 - Februar 2010

Das Handbuch Genfood gibt Antworten und fasst kompakt zusammen, was jeder wissen muss, der gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht gleichgültig gegenübersteht.
Max Annas und Jürgen Binder, 2009 im Orange Press
Wirkt sich der Anbau von Bt-Mais auf die angrenzenden Bäche und Seen aus? Interessant sind Untersuchungen zu Köcherfliegen. Denn sie sind eng verwandt mit Schmetterlingen, gegen die der Gentechnik-Mais durch sein Bt-Gift resistent ist. Und ihre Larven leben im Wasser. Das Bt-Gift wurde in teils hohen Konzentrationen in Gewässern nachgewiesen werden. Der NABU hat nun neueste Erkenntnisse zusammengefasst.
NABU
● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?
● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt
Warum wir die Genkartoffel hassen dürfen
Stern.de (4.3.2010)


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Die Guten Gründe online
Vielfalt ernährt die Welt
Eine Reportage zur großen Kundgebung in Ulm mit Annette Schavan, Hans Herren u.a.
Cine Rebelde
Monsanto - Mit Gift und Genen
Marie Monique Robins Dokumentation über die rücksichtslose Unternehmenspolitik Monsantos:
google.video
Werner Müller: Heimspiel der Industrie
Hier gibt es einen Mitschnitt eines Vortrages von Werner Müller über die europäische Zulassungspraxis von Gentech-Pflanzen.
Mitschnitt vom Werner-Müller-Vortrag
Genetic Engineering in Hawai'i
Die englische Reportage beschreibt die Gefahren des Gentechnik-Anbaus für die kleinen Inseln von Hawaii.
youtube.com
Animation zu Gentechnik in der Landwirtschaft
Eine Zusammenfassung zum Thema Agro-Gentechnik von Greenpeace Schweiz.
youtube.com
Reportage: Gentechnikfreie Regionen in Deutschland
In Deutschland werden gentechnikfreie Regionen von Landwirten gegründet, die sich gegenseitig verpflichten ohne Gentechnik zu arbeiten. Ein Kurzbericht dazu aus Brandenburg.
eed.de
Film: "The Future of Food"
Der Dokumentar-Film beschreibt, wie der Saatgut-Hersteller Monsanto Lebensmittel manipuliert und die weltweite Kontrolle über Nahrungsmittel anstrebt.
Ökofilm
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"Alnatura ist der festen Überzeugung, dass gentechnisch veränderte Organismen und daraus gewonnene Produkte nicht in Lebensmittel gehören. Deshalb engagiert sich das Unternehmen dafür, dass Verbraucher eine echte Wahl haben."