Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Genehmigung von weiteren Gentech-Pflanzen gestimmt. Es geht um Import und Verarbeitung von mehreren Mais-„Events“ sowie von transgenen Nelken. Doch auch wenn das Parlament seinen Umweltfachleuten folgt – bindend wäre das Votum nicht.

Mit jeweils 39 Stimmen nahmen die Abgeordneten zwei Entwürfe an, die nun in zwei Wochen dem Plenum des Europaparlaments vorgelegt werden. 23 bzw. 24 Abgeordnete stimmten…

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Heute sollen die EU-Mitgliedstaaten Brüssel mitteilen, wie sie sich zur Zulassungsverlängerung für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat positionieren. Die SPD will bei ihrem Nein bleiben. Letzte Woche gab es auf EU-Ebene keine Entscheidung, da Länder wie Frankreich und Italien Widerstand angekündigt hatten. Deutschland hätte sich enthalten, weil sich die Große Koalition uneins ist.

Heute erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), es sei nicht eindeutig beantwortet, ob Glyphosat Krebs…

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Das kanadische Gesundheitsministerium hat letzte Woche mitgeteilt, dass es „keine Einwände“ gegen die Vermarktung von gentechnisch verändertem Lachs habe. Bis es soweit ist, kann es nach Angaben der Herstellerfirma aber noch mindestens ein Jahr dauern. Auch die USA haben den Gentech-Lachs zugelassen – verkauft werden darf er aber erst, wenn die Kennzeichnung geklärt ist.

Am Donnerstag informierte die kanadische Regierung die Firma Aquabounty Canada, dass deren gentechnisch veränderte Lachs aus…

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Weil große Süßwarenhersteller in den USA zunehmend auf gentechnik-freie Zutaten setzen, sinkt der Absatz von Zucker aus transgenen Rüben. Stattdessen steigt die Nachfrage nach teurerem Rohrzucker. Einige Farmer wollen daher gentechnisch unveränderte Zuckerrüben anbauen, wie das Radionetzwerk NPR berichtet.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte letzten Herbst berichtet, dass der Anteil von Rübenzucker am Gesamtverbrauch auf 41 Prozent gesunken sei. 2008 seien es noch 47 Prozent gewesen. In den USA wuchsen…

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Erneut hat die EU-Kommission die Entscheidung über eine weitere Zulassung des umstrittenen Totalherbizids Glyphosat vertagt. Bei einem Treffen von Vertretern der 28 Länder am Donnerstag in Brüssel kam es gar nicht erst zu einer Abstimmung, da sich keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen die Neuzulassung im zuständigen Ausschuss abzeichnete.

Während Mitgliedstaaten wie Frankreich und Italien bereits ein Nein angekündigt hatten, ist die Position der Bundesregierung aufgrund von Differenzen in der…

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In Südafrika herrscht derzeit Dürre, Landwirte kämpfen um ihre Erträge. Die Gentechnik-Industrie brüstet sich: Ohne ihre Pflanzen fiele die Mais-Ernte noch schlechter aus. Nichtregierungsorganisationen raten hingegen, auf die Vielfalt heimischer Sorten zu setzen.

Laut der südafrikanischen Lobbygruppe Agricultural Biotechnology Industry (ABI) kann heute wesentlich mehr Mais geerntet werden als während der letzten ernsthaften Dürre Anfang der 1990er Jahre. Aus Sicht der ABI liegt das natürlich an der…

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Letztes Jahr wurde der Max-Planck-Gesellschaft ein Patent auf gentechnisch veränderte Tiere erteilt – darunter auch Schimpansen. Kritiker sehen darin „eine inakzeptable Überschreitung ethischer Grenzen“ durch den als gemeinnützig anerkannten Verein.

„Die Patentierung gentechnisch veränderter Tiere hat zur Folge, dass wirtschaftliche Anreize dazu entstehen, die Anzahl von Tierversuchen zu erhöhen. In der Regel sind Aktivitäten zu erwarten, das patentierte Produkt‘ auch gewinnbringend zu vermarkten“,…

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In einen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordern zwei Grünen-Parlamentarier, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat aus dem Verkehr zu ziehen. Schmidt müsse mit „Nein“ stimmen, wenn die Entscheidung auf EU-Ebene Mitte Mai anstehe.

Die EU-Kommission will die Zulassung des meistverkauften Herbizidwirkstoffs um 15 Jahre verlängern, das EU-Parlament plädiert für sieben Jahre mit Einschränkungen: zum Beispiel sollen Hobbygärtner das Gift nicht mehr einsetzen dürfen, genauso…

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An einem Forschungsstandort in Zürich dürfen in den kommenden sechs Jahren gentechnisch veränderte Apfelbäume im Freien getestet werden. Ab diesem Frühling kann es losgehen, wie das Bundesamt für Umwelt gestern mitteilte.

Die Apfelbäume sollen laut Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule resistent gegen Feuerbrand sein, eine von Bakterien verursachte Krankheit. Der Sorte „Gala Galaxy“ wurde dazu DNA aus einer sibirischen Apfelsorte eingebaut. Gentechniker nennen die im Labor herbeigeführte…

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Grüne und CDU in Baden-Württemberg haben sich gestern auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Auch zur Gentechnik und zum Unkrautkiller Glyphosat äußern sie sich darin. Lesen Sie hier die wichtigsten Passagen:

*** ANBAUVERBOT: „Wir wollen, dass der Pflanzenanbau in Baden-Württemberg weiterhin gentechnikfrei bleibt. Den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen werden wir untersagen, weil in der kleinräumigen Agrarstruktur Baden-Württembergs eine Koexistenz mit dem konventionellen und ökologischen Landbau…

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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace Niederlande hat heute mehr als 200 Seiten Verhandlungsdokumente zu TTIP ins Netz gestellt. Nach Ansicht der NGO geht daraus hervor, dass auch schon bestehende Umweltstandards ausgehebelt werden könnten, wenn sich EU und USA auf das Abkommen einigen.

Die Dokumente zeigen, wo die Verhandlungen schon weit fortgeschritten sind und wo die Unterhändler beider Seiten noch voneinander entfernt liegen. In eckigen Klammern werden jeweils die Positionen von EU und USA zu…

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Auf der Frischmilch, die der Discounter Lidl unter seiner Eigenmarke „Milbona“ verkauft, soll ab Juli in allen 3.200 Filialen das „Ohne Gentechnik“-Siegel zu finden sein. Damit wird den Kunden signalisiert: die Kühe wurden nicht mit gentechnisch veränderter Soja oder Mais gefüttert.

Lidl folgt damit anderen Supermärkten, die von ihren Milchlieferanten gentechnik-freie Fütterung verlangen. Laut einem Manager erhalten die Bauern von Lidl einen Zuschlag, an der Kasse soll die Milch nicht teurer werden.…

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Gentechnisch veränderte Pflanzen haben in der Bio-Landwirtschaft nichts zu suchen – auch dann nicht, wenn es um ganz neue Gentech-Verfahren wie CRISPR/Cas, Zinkfingernuklease-Technik oder Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese geht. Daran ließen die Delegierten des Anbauverbandes Demeter bei ihrer jährlichen Versammlung keinen Zweifel.

„Der Demeter e.V. setzt sich gemeinsam mit den anderen Bioverbänden sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen dafür ein, dass auch die neuen gentechnischen…

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Mehr als drei Viertel der Bürger wünschen ein Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft, fast 80 Prozent lehnen es ab, dass Schweine, Hühner und Kühe mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Das zeigt die „Naturbewusstseinsstudie 2015“ des Umweltministeriums, für die über 2.000 Menschen in Deutschland befragt wurden.

53 Prozent stimmen „voll und ganz“ zu, dass Nutztiere nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden sollten, 26 Prozent stimmen „eher zu“. Nur fünf Prozent…

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Deutschland ist letzte Woche dem Nagoya-Protokoll beigetreten, ab Juli gelten damit auch hierzulande Regeln zum Schutz der natürlichen Ressourcen vor Bio-Piraterie. Wenn sich deutsche Agrar- oder Pharmakonzerne beispielsweise im Regenwald bedienen, müssen sie das jeweilige Land künftig „ausgewogen und gerecht“ beteiligen.

Dies kann durch finanziellen Ausgleich, aber auch durch Weitergabe von Technologien oder von aus den genetischen Ressourcen hergestellten Produkten – zum Beispiel Medikamente –…

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Erst mittels CRISPR/Cas entwickelte Speisepilze, nun ein Wachsmais des Konzerns Dupont Pioneer: eine US-amerikanische Behörde sieht sie nicht als „regulierte Artikel“ - sie können damit wohl bald kommerziell genutzt werden. Dass neuartige Gentechnik der „Genome Editing“-Kategorie zum Einsatz kam, interessiert die Beamten nicht.

Vergangene Woche schrieben sie an Dupont: man stimme mit dem Konzern überein, dass in dem CRISPR-Mais das Wachsgen (Wx1) gezielt gelöscht worden sei. Da bei der Erbgutveränderung…

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In Spanien – dem einzigen EU-Mitgliedsland, in dem Gentech-Mais auf größeren Flächen wächst – verbreitet sich ein Verwandter des Mais: Teosinte. Nach Ansicht mehrerer NGOs könnte die Ur-Pflanze sich auch mit dem gentechnisch veränderten Mais kreuzen. Das für Maisbauern ohnehin problematische Kraut würde damit zur Giftschleuder.

Denn der in Spanien angebaute Monsanto-Mais MON810 enthält Bakterien-DNA, durch die er permanent Insektizide freisetzt. Ginge diese Eigenschaft auf Teosinte über, wäre laut…

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Nur wenige Tage bevor in New York die nächste Verhandlungsrunde über das TTIP-Abkommen beginnt, sind interne Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt. Diese zeigen: die USA drängen die EU, neuartige Gentechnik-Verfahren wie CRISPR möglichst schnell durchzuwinken – ohne Risikoprüfung. Die von Brüssel mehrmals verschobene Entscheidung würde der Industrie wohl gar nicht schmecken: die Vermerke und Briefe lassen vermuten, dass die EU dazu tendiert, die „Genome Editing“-Verfahren als Gentechnik zu regulieren.

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Die Regierungen Sachsen-Anhalts galten bislang als gentechnik-freundlich. Das könnte sich nun ändern. In einem Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU, SPD und Grünen findet sich auch ein Bekenntnis zur gentechnik-freien Landwirtschaft.

„Durch die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen wollen wir unsere Kulturlandschaft erhalten und auch einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. (…) Die Koalition spricht sich dafür aus, dass in Sachsen-Anhalt auf …

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Lebensmittel sind in Deutschland kaum mit gentechnisch veränderten Organismen belastet. Und auch das Saatgut für Maisbauern – die in Nord- und Südamerika stark auf Gentech setzen – ist hierzulande meist gentechnik-frei. Das zeigen die amtlichen Kontrollen des vergangenen Jahres.

Der Landwirtschaftsverband Bioland und die Umweltschutzorganisation Greenpeace haben die Ergebnisse aus den 16 Bundesländern ausgewertet. Von 521 Maisproben seien nur bei dreien Gentechnik-Spuren nachgewiesen worden – mit 0,6…

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