08.10.2009 | permalink

Koalitionsgespräche: Lebensmittel in Zukunft mit oder ohne Gentechnik?

Keks Fragezeichen von oben Werden unsere Lebensmittel unabhängig geprüft?

Jetzt wird es haarig. Wie erwartet gibt es in Sachen Gentechnik grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen den neuen Regierungsparteien. Nach dem gestrigen Auftakt der Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Agrar machten Vertreter von FDP und CSU ihre Positionen deutlich. Während die CSU, vertreten von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bayerns Umweltminister Markus Söder auf die Beibehaltung des Anbauverbots des MON 810 drängen, möchte die FDP den Anbau von Gentechnik-Pflanzen in Deutschland voranbringen. Neben dem Monsanto-Mais soll auch die Gentechnik-Kartoffel "Amflora" von BASF angebaut werden. Die CDU müsse in der Debatte endlich Farbe bekennen, sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan. Umwelt- und Bioverbände verfolgen die Koalitionsgespräche mit Sorge. Naturland-Präsident Hans Hohenester warnte die Politiker davor, den Öko-Sektor mit seinen 160.000 Arbeitsplätzen zu gefährden, wenn die Gentechnik sich auf deutschen Äckern ausbreitet. Auch viele konventionelle Hersteller, die gentechnikfrei produzieren, wären gefährdet. Der BUND warnte außerdem davor, die Null-Toleranz von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen aufzuheben. Dies wäre das Ende der gentechnikfreien Lebensmittelproduktion, so Heike Moldenhauer, Gentechnik-Expertin beim BUND.

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Der deutsche Gentech-Filz

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 Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?

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