In Brüssel haben sich Vertreter der nationalen Regierungen und des EU-Parlaments gestern auf einen Kompromiss zum sogenannten Opt-Out verständigt. Je nach politischer Couleur fallen die Reaktionen unterschiedlich aus: „ein historischer Moment“, meint eine Konservative. „Diese Einigung verhindert das Schlimmste“, sagt ein Grüner. Die Beteiligung von Konzernen am Verfahren, das zu einem Verbot von Gentechnik-Anbau führen kann, wird nicht komplett gestrichen – sie soll aber auch vermieden werden können.

Der…

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Im November feierte Bayern offiziell, dass dort seit fünf Jahren keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut wurden. Imker, die sich schon wesentlich länger gegen Gentechnik auf dem Acker engagieren, wurden von der Umweltministerin ausgezeichnet. Doch in Brüssel blockiert die CSU bislang echte Verbesserungen der Gentech-Politik.

„Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine unserer größten Zukunftsaufgaben. Grüne Gentechnik in der Landwirtschaft birgt Gefahren für die empfindlichen…

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In Deutschland wurden 2013 mehr gentechnisch veränderte Tiere für Experimente herangezogen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 1,4 Prozent, während die Gesamtzahl der Versuchstiere im gleichen Zeitraum zurückging. Das melden NGOs nach Auswertung von Statistiken des Landwirtschaftsministeriums.

Insgesamt wurden 2013 an fast drei Millionen Wirbeltieren Versuche durchgeführt. Gegenüber 2012 war das ein Rückgang von 1,7 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der eingesetzten Gentech-Tiere um 13.166 auf…

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Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen haben Einspruch gegen ein Patent eingelegt, das dem US-Konzern Monsanto im Februar vom Europäischen Patentamt (EPA) in München erteilt wurde. Monsanto beansprucht darin DNA-Sequenzen aus Sojapflanzen – obwohl der Konzern sie nur in der Natur entdeckt hat.

Laut der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ geht es dabei um Hunderte von Abschnitten der Erbgutinformationen von Sojapflanzen, „die der natürlichen genetischen Vielfalt der Pflanzen entspringen.“ Die…

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Viele Fragen nach volkswirtschaftlichen Kosten der Agro-Gentechnik kann die Bundesregierung nicht beantworten. Das teilte sie auf Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke mit. Die kritisiert: die Regierung versuche auch gar nicht, die Wissenslücken zu schließen.

Die Oppositionspartei ist von den Antworten des Landwirtschaftsministeriums enttäuscht, die Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) übermittelte. „Etliche unserer Fragen konnte die Staatssekretärin nicht beantworten“, kritisierte die Abgeordnete…

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Auch bei der zweiten Abstimmung über gentechnisch veränderten Raps von Monsanto hat sich Deutschland der Stimme enthalten. Damit dürfte die Pflanze bald in die EU importiert werden dürfen. Das erfuhr der Infodienst vom gut unterrichteten Verein Testbiotech.

An der Abstimmung im Berufungsausschuss für Gentechnik und Umweltrisiken nahmen am Freitag Vertreter der EU-Mitgliedstaaten teil. Es war die zweite Abstimmung seit Oktober, wie bei der ersten gab es keine ausreichende Mehrheit für oder gegen die…

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Bevor Jean-Claude Juncker zum Kommissionspräsidenten gewählt wurde, kritisierte er das Zulassungssystem für Gentechnik-Pflanzen als undemokratisch – und stellte Verbesserungen in Aussicht. Hintergrund war der Streit, ob ein weiterer genmodifzierter Mais in der EU angebaut werden darf. Doch in seinem Arbeitsplan für das Jahr 2015 wird jetzt nur die Zulassung von Gentech-Pflanzen als Lebens- und Futtermittel erwähnt.

Im Abschnitt „Eine Union des demokratischen Wandels“ ihres Jahresplans, der dem Infodienst…

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Gleich ein doppeltes Nein wird von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in diesen Tagen in Sachen Agro-Gentechnik erwartet. Mehr als 200.000 Bürger haben in weniger als 48 Stunden den laufenden Appell "Monsanto entscheidet? Nein Danke!" eines Bündnisses zivilgesellschaftlicher Organisationen unterzeichnet. Sie wollen nationale Anbau-Verbote in der EU ohne Konzern-Einfluss. Das Institut Testbiotech fordert von Schmidt in einem offenen Brief zudem, gegen die Importzulassung eines Gentechnik-Rapses…

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Lebensmittel, die mittels Nanotechnologie hergestellt wurden oder von geklonten Tieren stammen, sollen strenger reguliert werden. Auf diese Forderungen einigte sich der Umweltausschuss des EU-Parlaments gestern Abend. Nun geht es in die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten.

Ein Entwurf des nordirischen Abgeordneten James Nicholson zur Regulierung von „Neuartigen Lebensmitteln“ wurde laut Pressestelle des Umweltausschusses mit 57 zu 4 Stimmen angenommen. Es gab 2 Enthaltungen.

Der grüne…

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Welche gentechnisch veränderten Pflanzen könnten in der EU zum Anbau zugelassen werden? Derzeit stehen noch acht sogenannte Events im laufenden Verfahren. Nachdem Bayer im Sommer eine Baumwoll-Pflanze zurückgezogen hat, sind nur Mais-Pflanzen übrig geblieben. Alle produzieren ein eigenes Insektengift oder können mit Herbiziden besprüht werden – oder beides.

Unter den acht Maisevents ist MON810, die einzige zurzeit zum Anbau freigegebene Gentechnik-Pflanze. Monsanto hat eine Verlängerung der Genehmigung…

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UPDATE: In Oregon ist noch nicht endgültig über die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln entschieden. Jüngsten Ergebnissen von Freitag zufolge liegen beide Seiten bei 50%, der Abstand beträgt nur noch knapp über 1.000 Stimmen. Vermutlich kommt es nun zu einer offiziellen Neuauszählung.

Ursprünglich hatte es nach einem knappen Erfolg für die Kennzeichnungsgegner ausgesehen, die mit vielen Millionen Dollar von der Lebensmittel- und Gentech-Industrie unterstützt worden waren. Je länger…

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Die „Bioökonomie“ soll die Abhängigkeit vom Erdöl verringern, indem Konsumgüter auf pflanzlicher Basis hergestellt werden. Die Politik legt dafür Strategien auf und stellt viel Geld für Forschung bereit. Doch woher kommt die nötige Biomasse? Und bleibt die Ernährung auf der Strecke? Ein Gespräch mit Dr. Steffi Ober vom Naturschutzbund Deutschland.

Infodienst: Es gibt viele Strategiepapiere zur „Bioökonomie“. Doch was genau versteht man eigentlich darunter?

Steffi Ober: Das ist ein großer, umfassender…

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Ende Oktober fand in Brüssel die erste von zwei Abstimmungen darüber statt, ob gentechnisch veränderter Raps des Konzerns Monsanto zugelassen wird. Ein offizielles Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben. Doch aus Behörden scheint nun nach außen gedrungen zu sein: Deutschland hat sich der Stimme enthalten.

Dass die Bundesregierung weder für noch gegen den Import des gentechnisch veränderten Rapses votierte, hat der Münchner Verein Testbiotech nach eigenen Angaben „von Mitarbeitern deutscher Behörden“…

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Weil Exporte nach einem Verunreinigungsfall mit gentechnisch verändertem Weizen weggebrochen waren, verklagten US-Farmer den Herstellerkonzern Monsanto. Der zahlt nun mehr als zwei Millionen Dollar, um die Klagen abzuwenden – will das aber nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen.

Gentechnisch veränderter Weizen darf nirgendwo auf der Welt angebaut werden. Monsanto hatte die Pflanzen vor zehn Jahren getestet, letztes Jahr tauchten sie in Oregon wieder auf, vor wenigen Wochen auch in Montana. Nach…

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Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt: in Oregon könnte nach dem Volksentscheid von vorletzter Woche doch noch die Mehrheit für eine verpflichtende Kennzeichnung von Gentech-Zutaten in Lebensmitteln erreicht werden. Der Abstand zwischen den Lagern ist auf weniger als 0,4 Prozent geschmolzen – der Stimmzettel von 13.000 Wählern könnte zudem nachträglich für ungültig erklärt werden, weil sie den Briefwahlumschlag nicht oder falsch unterschrieben haben.

Wie die Zeitung The Oregonian meldet, kontaktierte…

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Fleisch, Milch oder Eier stammen häufig aus Ställen, in denen gentechnisch veränderte Pflanzen verfüttert werden. Das muss nicht gekennzeichnet werden. CDU, CSU und SPD haben zwar in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, diese Transparenzlücke zu schließen. Doch die Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada gefährden dieses Anliegen, sagen Juristen des Bundestags.

Ein Gutachten der Rechtsexperten komme zu der Einschätzung, dass die geplanten Abkommen TTIP und CETA ein „Einfallstor für Klagen“ öffnen…

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Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schafft das Amt der obersten Wissenschaftsberaterin ab. Da das Bureau of European Policy Advisers (BEPA), das als Schnittstelle zwischen Politik und Gesellschaft gedacht war, ersetzt werde, falle auch ihre Stelle weg, informierte Anne Glover verschiedene NGOs per Email. Die werden ihr kaum nachtrauern – Glover gilt als Gentechnik-Befürworterin.

Sie werde die Kommission Ende Januar verlassen, so Glover in der Email von Mittwoch, die dem…

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Eine Fütterungsstudie, die von den Initiatoren als das „größte und umfassendste Langzeit-Experiment, das je über GV-Lebensmittel und die damit verbundenen Pestizide durchgeführt wurde“ bezeichnet wird, soll 2015 beginnen. Zwei bis drei Jahre sollen Ratten mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert werden. Die Kosten sollen sich auf 25 Millionen US-Dollar belaufen. Ein „hoher Prozentsatz“ sei bereits von Privatpersonen aus Russland und der EU zur Verfügung gestellt worden, teilten die Organisatoren gestern…

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Wie sollen die Gentechnik-Anbauverbote in der EU künftig gehandhabt werden? Darüber beginnen in Brüssel heute die Verhandlungen. Am Vormittag legte das Parlament eine gemeinsame Position fest. Enthalten sind viele Verbesserungsvorschläge von Umweltschutz- und Landwirtschaftsverbänden.

Bei den Verhandlungen mit der Ratspräsidentschaft, die die nationalen Regierungen vertritt, geht es um die konkrete Ausgestaltung des sogenannten Opt-Out. Der Entwurf der Minister vom Sommer war auf harsche Kritik von…

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Im Oktober erschien eine von der EU finanzierte Untersuchung zu einem gentechnisch veränderten Mais des US-Konzerns Monsanto. Sie soll gezeigt haben, dass bei Ratten „keine negativen Effekte“ auftreten, wenn sie mit dem insektengift-produzierenden MON810-Mais gefüttert werden. Experten aus München widersprechen: es seien signifikante Auswirkungen auf Blutserum und Bauchspeicheldrüse zu erkennen. Zudem bestünden Hinweise auf Interessenkonflikte bei Forschern und Chefredaktion des Fachjournals, in dem die…

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