In 35 Städten haben Greenpeace-Aktivisten am Wochenende Warnhinweise auf Lidl-Produkte geklebt. Hintergrund: Der Supermarkt-Konzern verkauft künftig - wie auch Aldi und andere Konkurrenten - Eier und Fleisch von Hühnern und Puten, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Verbraucher können das nicht erkennen, weil es bei tierischen Erzeugnissen keine Kennzeichnungspflicht gibt.

Laut einer Greenpeace-Umfrage unter Einzelhändlern bieten nur drei Ketten auch künftig Eigenmarken-Produkte…

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Mehrere Verbände aus Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz haben Justizminister Heiko Maas (SPD) und Agrarminister Christian Schmidt (CSU) aufgefordert, gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren vorzugehen. Ihr Eingreifen sei „unbedingt notwendig“, heißt es in einem Brief an die Regierungspolitiker. Ansonsten drohe noch mehr Abhängigkeit von einer Handvoll Unternehmen.

„Mit großer Sorge beobachten wir, dass vom Europäischen Patentamt (EPA) in München immer weitere Patente auf Pflanzen aus…

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„1507“ wird wohl der zweite Gentechnik-Mais sein, der in der EU angebaut werden darf. Nun wurde ein Bericht des Herstellers Pioneer veröffentlicht. Vor drei Jahren testete das US-Unternehmen die Pflanze auf einem Feld in Rumänien - und brach den Versuch nach kurzer Zeit ab: der Mais entwickelte sich schlecht.

Am 20. Mai 2011 säte Pioneer Hi-Bred Rumänien den Mais, der aufgrund eingebauter Gene ein Insektengift produziert und gegen ein chemisches Spritzmittel resistent ist, auf 210 Quadratmetern aus.…

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Laut einer Greenpeace-Umfrage garantieren zurzeit nur drei von zwölf deutschen Supermärkten, dass für Geflügelfleisch und Eier ihrer Eigenmarken keine gentechnisch veränderten Pflanzen verfüttert werden. Rewe und Tochter Penny sowie tegut wollen das beibehalten, obwohl große Produzenten wie Wiesenhof und Rothkötter nach 14 Jahren aus der gentechnikfreien Fütterung ausgestiegen sind. Die übrigen Einzelhändler und Discounter beließen es bei Lippenbekenntnissen, kritisiert Greenpeace.

Vor zwei Wochen gab…

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Der Verband der französischen Saatgutindustrie (UFS) will gegen ein kürzlich erlassenes Verbot des Gentechnik-Maises MON810 klagen. Das Verbot sei unbegründet, erklärte der Verband, zu dessen 130 Mitgliedern auch die Agrochemiefirmen Monsanto, Bayer, Pioneer und Syngenta gehören. Die Regierung in Paris zeigte sich davon nicht überrascht.

Das Landwirtschaftsministerium hatte am 15. März unter Verweis auf Umweltrisiken ein Verbot ausgesprochen, das sowohl für den Anbau als auch den Handel des…

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Die Mehrheit der Bundesländer will, dass EU-Mitgliedsstaaten den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf ihrem Gebiet verbieten können. Das wurde laut einem Agenturbericht diese Woche im Agrarausschuss des Bundesrats deutlich. Allerdings müsse die Bundesregierung in Brüssel auf einige Änderungen am derzeitigen Entwurf drängen: unter anderem lehnen die Länder direkte Verhandlungen mit Gentechnik-Konzernen ab.

Die nationalen Anbauverbote (opt-out) werden zurzeit auf EU-Ebene diskutiert. Ein Entwurf…

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Das Bundesland Hessen strebt die Mitgliedschaft im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen an. Den Aufnahmeantrag hat Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) gestern an das Sekretariat im italienischen Ancona verschickt, wie ihr Ministerium mitteilte. Die hessische FDP ist dagegen.

Laut Ministerin zeigt Hessen damit die Absicht, seine Felder weiterhin frei von gentechnisch veränderten Organismen zu halten. „Die Entscheidung dem Netzwerk beizutreten soll als gutes Beispiel dienen und sendet ein…

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Acht bis zehn Jahre Arbeit, 200 Millionen Euro – der Aufwand zur Entwicklung eines neuen Wirkstoffs für Unkrautvernichtungsmittel ist groß. Glyphosat, die bisherige Nummer eins unter den Herbiziden, verliert jedoch an Wirkung - vor allem in den USA, wo Gentechnik-Pflanzen wachsen, die eigens dafür gemacht sind, mit „Roundup“ und anderen glyphosathaltigen Chemikalien besprüht zu werden. Lange dachten Konzerne und Farmer, dass es immer so weiter gehen könnte. „Die dramatische Resistenzentwicklung bei…

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Imker aus Deutschland kämpfen zurzeit an verschiedenen Fronten: vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg versuchen sie den Ausstieg aus dem Ausstieg bei bienengefährlichen Pestiziden zu verhindern. Ihre Gegner: die Chemie-Schwergewichte Bayer, BASF und Syngenta, die ein Verbot einiger ihrer Produkte kippen wollen. Gleichzeitig klagen die Imker in Karlsruhe für besseren Schutz ihrer Bienen vor Gentechnik-Pflanzen.

Seit Dezember dürfen drei Neonikotinoide in der EU nur noch eingeschränkt verwendet…

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Einige große Geflügelfleisch- und Eierproduzenten sind kürzlich aus der jahrelangen Fütterung ohne Gentechnik ausgestiegen. Die Agrarminister der rot-grünen Koalitionen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kritisieren das als Schritt in die falsche Richtung.

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hatte im Februar mitgeteilt, dass große Mitgliedsunternehmen wie PHW (Wiesenhof) und Rothkötter nach vielen Jahren ohne Gentechnik-Futter auf transgenes Soja umschwenken. Begründung: es…

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Einige Pestizide lassen Bienen orientierungslos werden. Forscher der Freien Universität Berlin fanden heraus, dass weniger Bienen ihren Stock wieder fanden, nachdem sie kleine Mengen von Neonikotinoiden verabreicht bekommen hatten. Herstellern von Agrochemikalien wie Bayer und BASF dürfte das Ergebnis gar nicht schmecken: sie drängen darauf, ein in der EU seit Dezember gültiges Teilverbot aufzuheben.

Es habe sich gezeigt, dass das Orientierungsvermögen der Bienen durch die Pestizide gestört wurde, heißt…

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In Rom sprechen Vertreter von Industrie- und Entwicklungsländern heute und morgen über gentechnisch veränderte Pflanzen im internationalen Warenverkehr. Es geht um die Frage, ob geringfügige Verunreinigungen akzeptiert werden müssen, um den Handel nicht zu stören. Für Umwelt- und Verbraucherschützer ist die Antwort klar: der Schutz vor Gentech-Risiken sei wichtiger als wirtschaftliche Erwägungen, schreiben 30 Organisationen in einem Positionspapier.

Auf Einladung der Ernährungs- und…

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Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat heute über die Kennzeichnung von Honig, der Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen enthält, abgestimmt. Dabei gaben die Fachpolitiker ihren bisherigen Widerstand gegen das Vorhaben auf, Pollen so umzudefinieren, dass auch Gentechnik-Honig ohne Hinweis verkauft werden könnte. Die Entscheidung muss noch vom Plenum und den Regierungen der Mitgliedsstaaten bestätigt werden.

Laut einer Mitteilung der europäischen Grünen stimmte die Mehrheit der Abgeordneten im…

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In Bremen beginnt heute die 32. Internationale Baumwolltagung, an der Vertreter der Rohstoff- und Textilbranchen teilnehmen. Vor dem Veranstaltungsort, dem Bremer Rathaus, wollen NGOs gegen Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, Kinderarbeit und Gentechnikeinsatz protestieren.

Die Tagung wird vom Verein Faserinstitut und der Bremer Baumwollbörse, einer Interessenvertretung der Branche, organisiert. Sie steht dieses Jahr unter dem Motto „Baumwolle für Menschen“ - erstmals soll es dabei um die Belange der…

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Morgen stimmt der Umweltausschuss des EU-Parlaments darüber ab, ob Gentechnik-Pollen in Honig gekennzeichnet werden muss oder nicht. Bislang war der Ausschuss kritisch – die Mehrheit des Parlaments jedoch nicht. Bevor die Entscheidung gültig wird, müssen auch die Regierungen der Mitgliedsstaaten ihr Votum abgeben. 40.000 Bürger haben das bereits getan: sie fordern Transparenz.

Konkret geht es um die Frage, ob Pollen – auch von gentechnisch veränderten Pflanzen – als Zutat oder als natürlicher Bestandteil…

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Schwarz-Rot ist sich mal wieder uneins in Fragen der Agro-Gentechnik: Nach SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks hat nun auch CSU-Agrarminister Christian Schmidt erklärt, er sei für nationale Anbauverbote innerhalb der EU, wie Brüssel sie vorgeschlagen hat. „Innerhalb der Bundesregierung befinden wir uns allerdings noch in der Abstimmung“, sagte er der ZEIT. Sprich: die CDU blockiert noch.

Deutschland enthielt sich bereits der Stimme, als es um die Zulassung des gentechnisch veränderten Maises 1507…

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Die Regierungen der Bundesländer haben am Freitag drei Anträge zum Thema Agro-Gentechnik an die Fachpolitiker des Bundesrats weiter geleitet. Sie diskutieren nun darüber, wie sich die Länderkammer zum Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und einer Änderung des Gentechnikrechts positionieren soll.

Der erste Antrag, der an den EU-Ausschuss sowie den Agrar- und den Umweltausschuss überwiesen wurde, kam vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Titel: „Forderung nach Selbstbestimmung der…

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Die französische Regierung hat am Wochenende ein Anbau- und Verkaufsverbot gegen den gentechnisch veränderten Mais MON810 des US-Konzerns Monsanto verhängt. Es gilt ab sofort und bis zu weiteren Entscheidungen durch das Parlament, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Damit kommt die Politik einigen Landwirten zuvor, die den insektengift-produzierenden Mais wohl in den nächsten Wochen ausgesät hätten. Es ist schon das dritte Anbauverbot gegen MON810 in Frankreich – die vorherigen waren von einem…

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Deutschland wird sich auf EU-Ebene nicht dafür einsetzen, dass Honig mit Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen gekennzeichnet werden muss. Die Große Koalition lehnte erwartungsgemäß einen Antrag der Grünen ab. Begründung: in Brüssel sei nichts mehr zu erreichen, da das politische Verfahren bereits abgeschlossen sei. Die Opposition widersprach und warf Schwarz-Rot vor, gegen den Koalitionsvertrag zu handeln.

Mit 448 Stimmen lehnten CDU, CSU und SPD den Antrag der Grünen ab. Die Linke unterstützte…

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Dass der Anbau von Gentechnik-Pflanzen in Mecklenburg-Vorpommern verhindert werden soll, darüber war sich der Schweriner Landtag schon im Vorfeld der Sitzungswoche einig. Gestimmt hat die Mehrheit der Abgeordneten gestern schließlich für den Antrag der Koalitionsfraktionen SPD und CDU. Die Regierung solle sich für ein deutschlandweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen einsetzen und mittels länderspezifischer Regelungen dafür Sorge tragen, dass die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern…

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