Je näher am Maisfeld, desto größer das Risiko: Wissenschaftler haben untersucht, wie sich der Pollen von insektengift-produzierenden Maispflanzen in Gebieten, in denen viele bedrohte Schmetterlingsarten leben, verteilen könnte.

Dazu registrierten die Forscher der Universitäten Basel und Freiburg sowie mehrerer Institute Pollen von Maispflanzen im schweizerischen Reusstal, einem geschützten Gebiet, in dem landwirtschaftliche Produktion erlaubt ist. Sie konzentrierten sich auf Brennnesseln, auf deren…

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Mehr als 90 Wissenschaftler haben am Freitag einen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis geschickt. Darin fordern sie, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat erneut auf Krebsrisiken zu bewerten. Harte Kritik äußern sie an einer deutschen Behörde: diese habe „wissenschaftlich inakzeptable“ Schlussfolgerungen gezogen als sie die Chemikalie als unschädlich „bei einer sachgerechten Anwendung“ einstufte.

Die Experten fordern den EU-Kommissar auf, die Einschätzung des Bundesinstituts für…

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Schwerer Schlag für Dow Agrosciences: nach nur einem Jahr will die US-Umweltbehörde EPA die Zulassung für „Enlist Duo“ wieder einkassieren. Das Herbizid - eine Mischung aus den Wirkstoffen Glyphosat und 2,4-D - könne nicht nur Unkraut, sondern auch andere Pflanzen schädigen, so die Begründung laut Medienberichten. Dow verkauft das Mittel zusammen mit gentechnisch verändertem Saatgut an Mais- und Sojaproduzenten.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hält es die Behörde für möglich, dass die Kombination der…

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Bayern importiert weniger Gentechnik-Soja und ersetzt das mit Raps, Erbsen und Bohnen aus der Heimat. Im Vergleich zu 2011 führt der Freistaat für Rinder, Schweine und Hühner fast ein Drittel weniger Soja aus Übersee ein – dort wird fast nur Gentechnik angebaut.

Fachmedien zufolge berichtete Agrarminister Helmut Brunner Parlamentariern, der Anbau von Leguminosen sei allein gegenüber dem Vorjahr um 74 Prozent gestiegen. Diese Pflanzen, beispielsweise Ackerbohnen und Erbsen, aber auch gentechnikfreies…

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Aus Sicht einer schwedischen Landwirtschaftsbehörde bringt das neue molekularbiologische Verfahren CRISPR-Cas9 nicht immer Gentechnik-Pflanzen hervor. Teilweise fielen die entstehenden Organismen nicht unter die Gentech-Definition der Europäischen Union, erklärte das Amt gegenüber Medien. Entscheiden muss allerdings die EU-Kommission.

Auf Anfrage von Universitätsforschern beschäftigte sich die schwedische Behörde mit CRISPR-Cas9. Bei der Technik wird der natürliche Reparaturmechanismus von Zellen…

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Der Schutz vor Gentech-Verunreinigungen von Saatgut funktioniert – das belegen erneut die Kontrollergebnisse der Bundesländer. In zwölf Monaten nahmen sie über 800 Proben, besonders bei Mais- und Rapssamen. Fast keine enthielten DNA aus gentechnisch veränderten Organismen.

Die Ergebnisse sprechen dafür, die Nulltoleranz gegenüber nicht-genehmigten Gentechnik-Organismen beizubehalten – und nicht etwa zu lockern, wie es Lobbyisten der Agrarbranche oft fordern.

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz…

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Seit letztem Jahr sitzt der Schweizer Saatgut- und Pestizidhersteller Syngenta auf der Anklagebank. Es geht um Schadensersatz für Farmer und Getreidehändler, deren Lieferungen nach China wegen nicht erlaubter Gentechnik-Verunreinigungen zurückgewiesen wurden. Doch nun verklagt Syngenta die Kläger.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichtete, sieht Syngenta die Verantwortung bei den Handelskonzernen Cargill und ADM. Diese hätten selbst entschieden, Mais aus den USA nach China zu verschiffen –…

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US-Behörden haben erstmals ein gentechnisch verändertes Tier als Lebensmittel zugelassen. Es geht um einen Lachs, der wegen der eingebauten Gene schneller wachsen soll. Die Aufzucht darf aber nur im Ausland stattfinden.

Wie die US-Lebensmittelbehörde FDA heute mitteilte, darf der sogenannte „AquAdvantage“-Lachs der Firma Aquabounty als Lebensmittel auf den Markt gebracht werden. Die Eier dürfen nur in einer speziellen Anlage in Kanada erzeugt werden. Die Aufzucht muss in einer Anlage in Panama…

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Seit zwei Jahren können einige Bauern in Bangladesch gentechnisch veränderte Auberginen anbauen. Doch viele sind mit den Ergebnissen unzufrieden, berichtet eine Forschungsorganisation. Obwohl das Gentech-Gemüse mit viel Dünger gepäppelt und mit Pestiziden vor Schädlingen geschützt werde, fielen die Ernten der „konventionellen“ Nachbarn besser aus.

2013 erlaubte die Regierung den Anbau von gentechnisch veränderten Auberginen-Sorten. Den Pflanzen wurde DNA aus Bakterien (Bt) eingebaut, wodurch sie ein…

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Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf der Länder zur Umsetzung des Opt-Out-Mechanismus ans Parlament weitergeleitet. Sie schlägt Änderungen vor. So soll bei Freisetzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen „zu Forschungszwecken“ nicht extra auf Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen werden.

Bund und Länder waren sich bis zuletzt uneinig, wer für das Opt-Out – also Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen – verantwortlich sein soll. Die Länder sehen Berlin in der Pflicht, für eine einheitliche…

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Laut Presseberichten könnte der US-Gentechnikkonzern Monsanto ein Übernahmeangebot für den deutschen Konkurrenten Bayer Cropscience abgeben. Der Schweizer Konkurrent Syngenta hatte ähnliche Vorstöße zuvor mehrmals zurückgewiesen.

Es gebe zu Kaufangeboten interne Diskussionen, sagte Monsanto-Präsident Brett Begemann laut der Nachrichtenagentur Reuters. Monsanto und Bayer verkaufen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen wie Soja, Mais und Baumwolle, aber auch die dazugehörigen Pestizide.

Bei einem…

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Mehrere gentechnisch veränderte Pflanzen könnten bald eine Importgenehmigung für die EU erhalten. Sie stammen von Monsanto und Bayer – alle sind resistent gegen den Herbizidwirkstoff Glyphosat, drei noch gegen andere Spritzmittel. Dutzende solcher Gentech-Pflanzen dürfen in Europa bereits verarbeitet werden: fast alle landen in den Futtertrögen der Fleisch- und Milchindustrie.

Morgen tagt der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel in Brüssel (+++UPDATE 25.11.15+++: Beobachtern…

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Das höchste Gericht Mexikos hat bestätigt: auf der Halbinsel Yucatán darf keine gentechnisch veränderte Soja angebaut werden. Hintergrund: Maya-Gemeinden, die dort Honig produzieren, waren vorher nicht informiert worden. Den Einspruch des US-Gentechnikkonzerns Monsanto gegen den Verlust der Genehmigung wiesen die Richter ab.

Die Imker hatten gegen den Anbau von gentechnisch veränderter Soja geklagt - die Pflanzen sind meist gegen Spritzmittel wie Glyphosat resistent gemacht. Sie befürchteten, dass ihr…

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Im US-Bundesstaat New York könnten ab kommendem Frühjahr gentechnisch veränderte Kohlmotten im Freien getestet werden. Die britische Firma Oxitec bewirbt ihre Insekten als neue Option der Schädlingsbekämpfung. Verbraucher- und Umweltorganisationen warnen vor ungeklärten Gesundheitsrisiken und wirtschaftlichen Problemen für Landwirte, deren Kohlernte tote Gentech-Larven enthalten könnte.

Oxitec veränderte die DNA der Kohlmotten-Männchen. Paaren sie sich mit natürlich vorkommenden Weibchen, sollen die…

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Sind neue Verfahren wie CRISPR-Cas Gentechnik oder nicht? Zwei juristische Gutachter meinen: ja, die daraus entstehenden Pflanzen oder Tiere seien mit dem Gentechnik-Recht der EU zu regulieren. Eine deutsche Behörde widerspricht nun: so lange im Labor keine „unnatürlichen Veränderungen“ bewirkt würden, entstünden auch keine gentechnisch veränderten Organismen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), eine Behörde des Agrarministeriums, geht davon aus, dass CRISPR oder die…

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Das meisteingesetzte Unkrautvernichtungsmittel der Welt – Glyphosat – ist nach Ansicht der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) „wahrscheinlich nicht karzinogen“. Die EFSA folgt damit der Einschätzung einer deutschen Behörde. Beide werden hart kritisiert.

Glyphosat als Wirkstoff in Herbizidmischungen wie „Roundup“ von Monsanto war im Frühjahr durch die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft worden. In ihrem heute veröffentlichten…

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Immer noch ist unklar, wer in Deutschland künftig für Gentechnik-Anbauverbote verantwortlich sein soll. Das Regierungskabinett hat sich gestern mit dem Thema befasst. Laut der Nachrichtenagentur Reuters machte Berlin „den Weg frei“ für die Weiterleitung eines Gesetzentwurfs an den Bundestag. Der Entwurf stammt von den Ländern, die ein deutschlandweites Anbauverbot wollen. Landwirtschaftsminister Schmidt sieht das aber weiter kritisch.

Kern des Streits: soll der Bund allein über Anbauverbote für…

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Ein von der EU finanziertes Forschungsprojekt empfiehlt, dass vor der Zulassung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln künftig keine Studien an Ratten oder Mäusen mehr durchgeführt werden müssen. Diese hätten keinen wissenschaftlichen Mehrwert. Kritiker sehen darin den Versuch, der Industrie die Vermarktung ihrer Gentech-Pflanzen zu erleichtern.

Mit fast sechs Millionen Euro der EU-Kommission hatten Forscher verschiedener Hochschulen und Behörden verglichen, welche Auswirkungen beobachtet…

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In Berlin nahm EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) gestern 3.284.289 Unterschriften gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA entgegen. Es ist die bislang erfolgreichste europäische Bürgerinitiative – die jedoch offiziell nicht zugelassen wurde. Eine Umfrage unter Aktivisten zeigt: den meisten geht es um den Schutz der Demokratie vor zu mächtigen Konzernen. Und: es sind kaum Rechte darunter.

„Wir freuen uns, dass der Protest gegen die Freihandelsabkommen offenbar bei den EU-Institutionen…

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Werden in der EU gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, ist ein Monitoring vorgeschrieben. So soll festgestellt werden, ob der Anbau Auswirkungen auf wichtige Insekten oder Bodenlebewesen hat - die Vielfalt im Erdreich ist auch für die menschliche Ernährung extrem wichtig. Deutschland könnte es sich zunutze machen, dass der Boden hierzulande ohnehin beobachtet wird.

Auf fast 800 „Bodendauerbeobachtungsflächen“ werden alle paar Jahre Proben genommen, Insekten gezählt und verschiedene Messungen…

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