Heute ist „Internationaler Tag des (klein)bäuerlichen Widerstandes“ - zumindest laut Kalender der Bauernorganisation La Via Campesina. Auch an 450 Hof- und Stalltoren in Deutschland hängen deshalb politische Plakate: „TTIP und Gentechnik, bleibt uns vom Hof!“

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hält nichts von dem Versprechen, TTIP oder das kanadisch-europäische Pendant CETA würden die Wirtschaft, zum Wohl aller, ankurbeln. „Ein Hauptargument der Befürworter solcher…

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Saatgut für den Anbau von Mais ist in Deutschland kaum mit gentechnisch veränderten Körnern belastet. Das zeigen die amtlichen Kontrollen der Bundesländer, die Greenpeace und Bioland nun ausgewertet haben. Nur sechs von 455 Proben waren positiv – weniger als im Vorjahr.

„Damit bestätigt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre: Gentechnisch verunreinigtes Saatgut wird frühzeitig aus dem Verkehr gezogen und landet kaum auf dem Acker“, teilten die Umweltschutzorganisation und der…

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In Brüssel beraten die EU-Kommissare heute über einen Vorschlag ihres Präsidenten Jean-Claude Junckers: er will auch beim Import von gentechnisch veränderten Pflanzen einen nationalen Ausstiegsmechanismus einführen. Das entsprechende Dokument wurde jetzt ins Netz gestellt.

Unklar ist noch, ob die Kommission den Vorschlag heute oder erst kommenden Mittwoch offiziell vorstellt.

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Als erstes Land weltweit hat Brasilien das kommerzielle Anpflanzen von gentechnisch veränderten Eukalyptus-Bäumen erlaubt. Vergangene Woche erteilte die Biosicherheitskommission die Genehmigung. Während sich Hersteller FuturaGene – Tochterfirma eines Papierproduzenten – freut, befürchten Umweltschützer, dass sich die Gentech-Bäume unkontrolliert ausbreiten.

Die Gentechnik-Bäume sollen circa 20 Prozent mehr Holz abwerfen, verspricht FuturaGene, eine Biotechnologie-Firma, die 2010 vom brasilianischen…

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Auch in den USA sorgt die Entscheidung der Internationalen Krebsforschungsagentur, das Ackergift Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einzustufen, für Aufregung. Labore würden nun deutlich häufiger beauftragt, Lebensmittel auf Rückstände des Herbizids zu testen, berichtet Reuters. Unterdessen hat ein Baumarkt-Betreiber angekündigt, bienen-gefährdende Insektizide aus den Regalen zu nehmen.

Verbrauchergruppen, Ärzte und Firmen wollen laut Reuters Nahrungsmittel auf Glyphosat untersuchen lassen.…

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker könnte offenbar schon diesen Mittwoch sein Vorhaben auf den Weg bringen, Entscheidungen über den Import von gentechnisch veränderten Futterpflanzen zu renationalisieren. Ähnlich wie beim Anbau könnte es dann einen „Opt-Out“-Mechanismus geben, mit dem einzelne EU-Staaten ausscheren können. Gleichzeitig sollen bis zu 17 Gentech-Pflanzen durchgewunken werden, warnen kritische Verbände. Aber auch die Agrar-Industrie ist skeptisch.

Bei ihrer Sitzung am Mittwoch…

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Stressfaktoren wie Dürre oder nasskaltes Wetter rufen bei Pflanzen mit gentechnisch eingebauter DNA unvorhersehbare Reaktionen hervor. Diese Annahme, die Gentechnik-Kritiker schon länger vortragen, wurde nun von Wissenschaftlern aus der Schweiz und Norwegen bestätigt. Sie untersuchten, wie viel Insektengift der Monsanto-Mais MON810 freisetzt, wenn die Temperaturen stark steigen oder fallen.

In speziellen Klimakammern setzten die Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der…

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In den USA darf das Herbizid „Enlist Duo“, das neben Glyphosat auch 2,4-D enthält, in neun weiteren Bundesstaaten eingesetzt werden. Das teilte die Umweltbehörde EPA vergangene Woche mit. Hersteller Dow Agrosciences darf seit letztem Herbst Saatgut von zur Chemikalie passenden gentechnisch veränderten Mais- und Sojapflanzen vertreiben. Beide Wirkstoffe erhöhten das Krebsrisiko, warnt eine Umweltorganisation.

Laut Medienberichten erlaubte die Environmental Protection Agency (EPA) die Verwendung von…

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) betrachtet seine Aufgabe in der Bewertung von Glyphosat als abgeschlossen. Nun seien die europäischen Stellen an der Reihe. Allerdings gibt es vom eigenen Bericht, der Glyphosat keine besonderen Gesundheitsgefahren attestiert, nun eine „ergänzte revidierte Fassung“. Sie geht auch auf die Einstufung Glyphosats als „wahrscheinlich krebserregend“ durch eine Forschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein. Das müsse ausführlich geprüft werden „und das…

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Das Europäische Patentamt (EPA) hat endgültig über die Patente auf Tomaten und Brokkoli entschieden (G2 / 12 und G2 /13). Die Große Beschwerdekammer des Amtes stellte klar, dass Patente auf Pflanzen und Tiere, die konventionell gezüchtet sind, weiterhin erteilt werden dürfen - obwohl laut Gesetz die Patentierung von Verfahren zur konventionellen Züchtung verboten ist.

weiterlesen bei saveourseeds.org:

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In Niedersachsen will die rot-grüne Landesregierung Milchbauern und Molkereien unterstützen. Deren wirtschaftlich ohnehin prekäre Lage wird sich nach Einschätzung Hannovers durch den Wegfall der EU-Milchquote weiter verschärfen. Helfen soll unter anderem, Milch von Kühen, die noch auf die Weide dürfen, vor Ort besser zu bewerben. „Weidemilch ohne Gentechnik“ könne sowohl den Landwirten als auch der Natur helfen. Besonders in der Ems-Region, die oft mit Massentierhaltung in Verbindung gebracht wird.

Statt…

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Der Agrochemie-Konzern Monsanto hat sich mit weiteren Weizenfarmern auf eine außergerichtliche Lösung im Streit um eingebrochene Exporte geeinigt. Monsanto werde je 50.000 Dollar an Landwirtschaftsschulen in mehreren Bundesstaaten spenden, teilte das Unternehmen mit. Doch noch sind nicht alle Farmer zufrieden. Sie werfen Monsanto vor, dessen Experimente mit Gentech-Weizen habe zu teuren Importstopps in Asien geführt.

Der Konzern habe mit Landwirten aus Kansas, Missouri, Illinois, Oklahoma, Texas,…

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In diesem Jahr könnte in den USA gentechnisch veränderter Rasen ausgesät werden, der gegen das Spritzmittel „Roundup“ resistent ist. Dessen Hauptwirkstoff Glyphosat hat die Internationale Krebsforschungsagentur IARC erst kürzlich als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Über den Gentech-Rasen ist wenig bekannt. US-Forscher warnen, wegen der mangelhaften Datenlage könne man auch in Labortests nicht herausfinden, wo er wachse.

Vor wenigen Monaten hatte eine US-Behörde der Firma Scotts Miracle-Gro…

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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert McDonald's für dessen Hähnchenfleisch: dieses stamme aus Ställen, in denen gentechnisch verändertes Soja verfüttert werde. Dabei zeigten einige Supermärkte, dass es auch ohne Gentech geht. Greenpeace fordert, auf gentechnikfreie Fütterung umzustellen, keine Antibiotika einzusetzen und die Tiere artgerecht zu halten.

Der Fast-Food-Konzern selbst beziehe in Österreich, Frankreich und der Schweiz Hähnchenfleisch von Mästern, die auf Gentech-Soja verzichten.…

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Ein von der EU finanziertes Forschungsprojekt sollte herausfinden, ob Koexistenz von Feldern mit und ohne Gentechnik möglich ist. Das letzte Woche veröffentlichte Ergebnis: alles kein Problem, neue oder gar schärfere Regeln sind unnötig. Andere Experten widersprechen: so sei die „zum Teil erhebliche Kontamination mit Gentechnik-Mais in Backwaren“ aus Portugal in der Pressemitteilung gar nicht erwähnt worden.

Der Münchner Verein Testbiotech kritisiert: 16 Brote aus verschiedenen portugiesischen Regionen…

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Monsanto hat die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgefordert, die Einstufung seines Kassenschlagers - dem Herbizid Glyphosat - als „wahrscheinlich krebserregend“ rückgängig zu machen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf einen Manager des Gentechnik-Konzerns. Der vollständige Text der Bewertung ist allerdings noch gar nicht veröffentlicht worden.

„Wir stellen die Qualität der Bewertung in Frage“, erklärte Philip Miller, der bei Monsanto für Produktzulassungen…

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Herbizide können die Wirkung von Antibiotika auf Krankheitserreger wie Salmonellen und Darmbakterien verändern. Das fanden neuseeländische Forscher heraus. Sie untersuchten, wie die Bakterien auf die Medikamente reagieren, wenn gleichzeitig Unkrautvernichtungsmittel wie „Roundup“ (Glyphosat) oder Dicamba verabreicht werden.

Die Studie erschien diese Woche im Open-Source-Fachjournal mBio der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie. Beteiligt waren Naturwissenschaftler der Universitäten Canterbury,…

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Für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist es „schlecht nachvollziehbar“, dass Experten der WHO-Krebsforschungseinrichtung das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft haben. Bis zur Veröffentlichung des vollständigen Berichts könne man die Entscheidung jedoch nicht abschließend beurteilen, hieß es aus der Berliner Behörde.

Am Freitag hatte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) mitgeteilt, dass ihre Experten Glyphosat – das unter Markennamen…

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Eine deutsche Behörde entschied im Februar, dass mittels einer neuen Gentech-Methode hergestellter Raps nicht als Gentechnik gilt – und damit keinen Einschränkungen unterworfen wird. Der Haken: für solche Einstufungen ist eigentlich die EU zuständig. Zudem, so kritisierten NGOs, gebe es gute Gründe, den Raps doch als gentechnisch verändert zu betrachten. Im Bundestag sollten letzte Woche einige Fragen beantwortet werden. Stattdessen debattierten ein CDU-Staatssekretär und Grünen-Abgeordnete aneinander…

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Der Agrochemie-Konzern Monsanto kritisiert die Entscheidung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), seinen Herbizid-Bestseller Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend“ einzustufen. „Die Sicherheit unserer Produkte hat für uns oberste Priorität. Alle zugelassenen Anwendungen von Glyphosat sind sicher für die menschliche Gesundheit“, erklärte ein Manager.

Das IARC, eine Forschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation WHO, hatte am Freitag mitgeteilt, dass sie Glyphosat nun in der…

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