Im Agrarausschuss des Bundestags konnten Wissenschaftler heute ihre Sicht auf den Herbizidwirkstoff Glyphosat erläutern. Näher kamen sie sich nicht: während das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf beharrt, alle Studien zu Glyphosat ausgewertet und keine Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko gefunden zu haben, waren sich amerikanische Experten einig: die Gefahr besteht. Sie kritisierten das Vorgehen von Behörden und Industrie als nicht transparent.

Glyphosat war im Frühjahr von der Internationalen…

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Italien, Österreich, Litauen und das britische Nordirland haben Gebrauch vom sogenannten Opt-Out-Mechanismus gemacht. So sollen die acht gentechnisch veränderten Maissorten, die derzeit auf eine EU-Anbaugenehmigung warten, in diesen Ländern nicht auf die Felder gelangen.

Der Anfang des Jahres beschlossene Opt-Out-Mechanismus ermöglicht es jeder Regierung eines EU-Mitgliedstaats – innerhalb Großbritanniens legen Nordirland, Schottland und Wales ihre eigene Agrarpolitik fest – Ausnahmen von EU-weiten…

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Neue Verfahren zur Erbgutveränderung wie die CRISPR-Cas-Technik fallen unter das Gentechnik-Recht der EU. Zu dieser Einschätzung kommt ein Experte für Umweltrecht und ehemaliger Richter. Für die Frage, ob eine Pflanze oder Tier als gentechnisch veränderter Organismus gelten muss oder nicht, sei entscheidend, wie die DNA verändert wurde.

Und hier besteht aus Sicht Ludwig Krämers, der als Professor Umweltrecht an verschiedenen europäischen Universitäten unterrichte, zudem viele Jahre als Richter in Kiel…

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Ist der weltweit meistverkaufte Herbizidwirkstoff nun krebserregend für Menschen oder nicht? Wer hat mehr Studien ausgewertet und wie interpretiert? Über diese Fragen streiten wissenschaftliche Institute Deutschlands, der EU und der WHO derzeit mit Verve. Das Ackergift wird unterdessen weiter eingesetzt – und könnte auch Bienen schaden, wie eine neue Untersuchung zeigt.

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Universität Buenos Aires fanden heraus, dass Bienen, die eine Zuckerlösung mit…

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Gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen auch in Ländern, in denen sie eigentlich gar nicht angebaut werden dürfen. Zum Beispiel, weil beim Transport Samenkörner verloren gehen. Ein neuer Bericht fasst zusammen – und warnt vor noch schnellerer Verbreitung, wenn neue Techniken der DNA-Manipulation wie CRISPR-Cas angewendet werden.

Ob in Europa, Nordamerika, Asien oder Afrika – vielerorts gibt es Meldungen über ungewollte Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen. Der Verein Testbiotech aus…

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Ein Mediziner und Epidemiologe der Universität Bremen wirft deutschen Behörden vor, den Herbizidwirkstoff Glyphosat systematisch zu verharmlosen. Er analysierte – wie er betont ohne Auftrag oder Bezahlung - wie unterschiedlich hiesige Stellen und die Krebsforschungsagentur der WHO das Ackergift bewerten. Es gehe um einen „beispiellosen gesundheitspolitischen Skandal“.

So habe das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das innerhalb der EU die federführende Rolle bei der Bewertung von Glyphosat…

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Nachdem die Internationale Krebsforschungsagentur der WHO den Unkrautkiller Glyphosat im Frühjahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte, beschwichtigten Hersteller wie Monsanto, aber auch Behörden aus Deutschland und der EU: es gebe eben unterschiedliche Auffassungen. Sie verwiesen auf andere WHO-Gremien, die das Herbizid für unbedenklich erklärt hatten. Doch auch dort beginnt man zu zweifeln.

Innerhalb der Weltgesundheitsorganisation beschäftigen sich mehrere Expertengruppen mit Glyphosat,…

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McDonald's Deutschland vollzieht den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der gentechnikfreien Fütterung: der Fast-Food-Konzern will ab Anfang 2016 wieder Hähnchenfleisch aus Fütterung ohne Gentech-Pflanzen verwenden.

Der Konzern hatte Anfang 2014 nach vielen Jahren der Hähnchenmast ohne Gentechnik-Pflanzen im Futtertrog verkündet, seinen Lieferanten doch Gentech-Soja und -Mais im Kraftfutter zu erlauben. Grund: es gebe nicht genügend gentechnisch unveränderte Futterpflanzen. Kritiker warfen McDonald's…

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Die französische Regierung will den sogenannten Opt-Out-Mechanismus in Gang bringen und damit verhindern, dass gentechnisch veränderter Mais auf Äcker der République gelangen. Umwelt- und Landwirtschaftsminister teilten letzte Woche mit, sie würden die Hersteller von mehreren Gentech-Maissorten, die zurzeit auf eine europäische Anbaugenehmigung warten, auffordern, Frankreich aus dem Antrag zu streichen. Lehnen diese ab, kann Paris den Anbau untersagen – die gesetzliche Grundlage hat das Parlament ebenfalls…

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In Brüssel diskutierten Wissenschaftler von Behörden und EU-Politiker diese Woche darüber, ob die Risiken von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) derzeit angemessen geprüft werden. Nein, bilanzieren Abgeordnete mehrerer Fraktionen. Es sei deutlich geworden, „dass es keinen wissenschaftlichen Konsens zur Sicherheit von GVO gibt“ und dass das bisherige Verfahren „auf einem veralteten Konzept“ basiere.

An dem Treffen nahmen Vertreter der EU-Kommission, der EU-Lebensmittelbehörde (EFSA) – sie ist…

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Kritiker des geplanten Freihandelsabkommens TTIP warnen, dass der Schutz vor möglicherweise gefährlichen Chemikalien geschwächt werden könnte. Ein aktueller Fall zeigt, wie unterschiedlich USA und EU mit Herbiziden umgehen. In den USA macht der Agrarkonzern Monsanto gute Geschäfte mit dem Wirkstoff Acetochlor – in der EU darf dieser seit 2013 nicht mehr verwendet werden. Doch Sojabohnen und Baumwollsamen, an denen das Ackergift haften kann, werden als Tierfutter importiert. Monsanto beantragte deshalb…

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In der Nähe des Rheinhafens in Basel werden immer wieder gentechnisch veränderte Rapspflanzen entdeckt, die dort eigentlich nicht wachsen dürften. Doch wie kommt der Gentech-Raps ins Land? Wissenschaftler haben nun Weizen, der aus Kanada importiert wird, untersucht – und wurden fündig. Pro Jahr könnten so bis zu 273 Millionen fruchtbare Samen von gentechnisch verändertem Raps eingeschleppt werden, so ihre Rechnung.

Die Experten des Biosicherheitslabors des Kantons Basel-Stadt und des Forschungsinstituts…

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Bei Wissenschaftsjournalisten ist es wohl eines der zurzeit beliebtesten Themen: neue Verfahren zur Erbgutveränderung. CRISPR/Cas & Co gelten in vielen Laboren als Hoffnungsträger für Medizin und Landwirtschaft. Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) will nun untersuchen lassen, „wie wir die Chancen dieser Technologie nutzen können und wo mögliche Grenzen liegen“. Dafür stellt sie bis zu 3,5 Millionen Euro bereit.

Wankas Ministerium will dabei nicht etwaige Gesundheits- oder Umweltrisiken der neuen…

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Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Rumänien, Tschechien und der Slowakei deutlich zurückgegangen. Die ohnehin kleinen Flächen mit transgenem Mais haben sich weiter verkleinert, wie die französische Gruppe Inf'OGM berichtet. In Rumänien gab es dieses Jahr demnach 99 Prozent weniger des insektengift-produzierenden Mais von Monsanto auf den Feldern als im Vorjahr.

Laut Inf'OGM wurde in Rumänien nur noch auf 2,5 Hektar Gentechnik-Mais angebaut. Letztes Jahr waren es immerhin noch 770 Hektar.…

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Viele indische Baumwollbauern setzen auf Gentechnik. Mit den insektengift-produzierenden Gentech-Sorten versuchen sie, bestimmte Schädlinge abzuwehren. Doch in diesem Jahr haben Baumwollproduzenten in einigen Bundesstaaten dafür mit Mottenschildläusen zu kämpfen.

Wie die Zeitung The Times of India berichtet, sind vor allem Baumwollfelder in Punjab und Haryana betroffen. Auch in diesen Regionen wird vor allem gentechnisch veränderte Baumwolle angebaut. Laut der Zeitung drohen deutliche Ernteeinbußen -…

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Schon ausprobiert? Diese Seite ist auch für Ihr Mobilgerät geeignet - so können Sie die aktuellen Infos zur Agro-Gentechnik auch unterwegs nutzen.

Die Umstellung, die nicht nur mit vielen technischen Änderungen, sondern auch einer inhaltlichen Umstrukturierung verbunden war (siehe neuer Bereich WISSEN) war für unser kleines Team gar nicht so leicht. Jetzt freuen wir uns über das Ergebnis - hoffentlich gefällt es auch Ihnen.

Teilen Sie uns gerne mit, was Sie von der neuen Seite halten. Auch über…

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Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA), die unter anderem die Prüfung von gentechnisch veränderten Organismen und Pestiziden verantwortet, hat einen neuen Abteilungsleiter für Risikobewertung. Der arbeitete schon in Projekten der Industrieorganisation ILSI Europe, zu deren Mitgliedern Konzerne wie Nestlé, Monsanto und BASF gehören.

Der Niederländer Hans Verhagen, der die niederländische Regierung in wissenschaftlichen Fragen der Ernährung berät, soll fortan die Abteilung Risk Assessment and…

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Statt Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen umfassend zu prüfen, pickt sich die Europäische Lebensmittelbehörde die Daten heraus, die ihre bisherigen Annahmen stützen. Das wirft der Verein Testbiotech aus München der EU-Behörde vor – nicht zum ersten Mal. In diesem Fall geht es um die Ausbreitung von herbizidresistentem Raps des Konzerns Monsanto.

So habe die für Gentech zuständige Behörde, die EFSA, eine letztes Jahr veröffentlichte Studie zum Ausbreitungspotenzial von Raps in Schottland zwar…

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Die Kampagne „Ackergifte? Nein danke!“ ruft dazu auf, den eigenen Urin auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat testen zu lassen. Bislang liegen nur wenige Daten zur Glyphosatbelastung von Verbrauchern vor, die nicht in der Landwirtschaft arbeiten und daher vor allem über die Nahrung in Kontakt mit dem Gift kommen können. Glyphosat wurde dieses Jahr von der Internationalen Krebsforschungsagentur als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Bei einer Reihe von Veranstaltungen – die ersten finden…

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Die in Deutschland gültige „Nulltoleranz“ gegenüber Gentechnik-Verunreinigungen von Saatgut verursacht kaum Probleme. Das bestätigen die Analyseergebnisse der Behörden. Von Hunderten Proben waren nur sieben positiv.

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Gentechnik (LAG), in der die verschiedenen deutschen Behörden zusammenarbeiten, veröffentlichte die Testresultate für das vergangene Analysejahr (Oktober 2014 bis September 2015) letzte Woche. Die Bundesländer hatten von Saatgut mehrerer Kulturen –…

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