Biologisch produzierter Mais erzielt höhere Preise und kommt ohne teure Kunstdünger und Chemie aus. Bio rechnet sich daher eher als Gentech-Mais, zeigt eine Erhebung des Landwirtschaftsministeriums in Washington. Dennoch macht Gentechnik um die 90 Prozent der US-Produktion aus.

Für die im September erschienene Analyse wertete Linda Foreman, eine Mitarbeiterin des Economic Research Service des Agrarministeriums, die offiziellen Zahlen der Maisproduktion in den USA bis 2010 aus. Demnach blieben einem…

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Die EU-Gesetzgebung fordert Schutz von Umwelt und Verbrauchern beim Einsatz von Gentechnik-Pflanzen, doch das EU-Zulassungsverfahren gewährt diesen nicht. Dies ist das Fazit der Studie „Risiken mit amtlichem Siegel“, die der Bio-Dachverband Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) heute veröffentlicht hat.

Weder die für die Bewertung von Gentech-Pflanzen zuständige EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA noch ihre Methoden werden bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO)…

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In der EU wird zurzeit über nationale Anbauverbote von gentechnisch veränderten Pflanzen diskutiert. Die Minister der Mitgliedstaaten haben im Sommer ihren Vorschlag unterbreitet – Gentechnik-Gegner übten scharfe Kritik. Nun ist das Parlament an der Reihe. Der Aufschlag der zuständigen Abgeordneten, einer Liberalen aus Belgien, kann sich sehen lassen.

Mit ihrem Entwurf für eine gemeinsame Position des Parlaments, macht Frédérique Ries klar: Auf die Minister kommen schwere Verhandlungen zu. Ries wünscht…

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In kalifornischen Gewässern dürfen keine gentechnisch veränderten Lachse aufgezogen werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde von Gouverneur Jerry Brown unterzeichnet. Der Entwickler des Gentech-Fischs wartet unterdessen weiter auf eine Zulassung für den US-Markt – und schreibt Verluste.

Bereits seit 2003 galt ein Gesetz, das die Produktion von transgenem Lachs an Kaliforniens Pazifikküste verbot. Nun wurde es auf alle Gewässer ausgeweitet. Ausnahmen soll es nur für Forschungsvorhaben in Tanks geben. Die…

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Mit einem neuen Saatgut-Gesetz sollen Landwirte in Argentinien daran gehindert werden, Samen von gentechnisch veränderten Pflanzen aufzuheben, um sie später erneut auszusäen. Entwickelt wurde der Gesetzesentwurf von der Industrie, das zuständige Ministerium übernahm ihn. Das geht aus einem Bericht des agrarpolitischen Außendienstes der US-Regierung hervor. Zugleich werden Workshops für Ärzte und Ernährungsexperten empfohlen, bei denen diese von der „Unbedenklichkeit“ von Biotech-Produkten überzeugt werden…

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Das kommt überraschend: eine Studie, an der Mitarbeiter von Monsanto beteiligt waren, warnt, beim Anbau von Gentechnik-Soja des Agrochemie-Konzerns könne es zu unerwünschten Effekten kommen. Eine in Nord- und Südamerika auftretende Schädlingsart könne sich dadurch besser verbreiten. „Unsere Ergebnisse sollten als Alarm interpretiert werden, dass der Befall mit S. eridania auf Feldern mit Bt-Sojabohnen zunehmen kann“, schreiben die Forscher.

Bt steht für Bacillus thuringiensis. Die Sojapflanzen haben…

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Um die gentechnik-kritische Bevölkerung umzustimmen, hat die Regierung in Peking eine Kampagne im Fernsehen, Zeitungen und im Internet gestartet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Kurz zuvor hatten die Behörden noch entschieden, mehrere Gentechnik-Pflanzen nicht zum Anbau im Land zuzulassen.

Nach mehreren Skandalen mit nicht-genehmigten Gentechnik-Lebensmitteln und fragwürdigen Verzehrstudien in Schulen ist vor allem die chinesische Mittelschicht skeptisch, wenn es um die Einführung von…

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Erst vor wenigen Wochen musste der US-Agrochemiekonzern einigen Weizenfarmern Schadensersatz zugestehen. Sie hatten geklagt, weil vor einem Jahr ihre Exporte nach Asien eingebrochen waren – Grund war der Fund von gentechnisch verändertem Weizen auf einem Feld in Oregon. Nun wurde das nicht-genehmigte Gentech-Getreide wieder entdeckt, diesmal in Montana. Die zuständige Behörde hat keine Erklärung.

Nach Angaben einer Behörde des Landwirtschaftsministeriums wurde der transgene Weizen auf dem Gelände der…

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Unter der neuen EU-Kommission soll das jetzige Genehmigungsverfahren bei Gentech-Pflanzen auf den Prüfstand. Vor dem Parlament wiederholte der künftige Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis aus Litauen, was Jean-Claude Juncker bereits im Juli angekündigt hatte. Es gibt aber auch die Befürchtung, dass so vor allem Kritik am derzeit diskutierten „Opt-Out“ ausgebremst werden soll.

„Während der ersten sechs Monate meiner Amtszeit werde ich die für die Zulassung genetisch veränderter Organismen geltenden…

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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat im Rahmen des Klimagipfels die Ziele der neuen „Globalen Allianz für klimasmarte Landwirtschaft“ gelobt. Das neue Agrar-Bündnis, zu dem auch der Gentechnik-Konzern Syngenta und der Fast-Food-Riese McDonald's gehören, will 500 Millionen Bauern vor den Folgen des Klimawandels schützen und „aktiv zu einem nachhaltigen und fairen Anstieg der Agrarproduktion und Einkommen beitragen.“ 100 zivilgesellschaftliche Organisationen sind skeptisch: die industrielle Landwirtschaft und…

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Die heute in Berlin vorgestellte Studie bestätigt Ausmaß und Folgen widerstandsfähiger Unkräuter in der US-amerikanischen Landwirtschaft, die beim Anbau von Gentech-Pflanzen entstehen. Sie zeigt aber auch die noch unbekannte Dimension des Resistenzproblems in Europa, vor allem gegen das Pflanzengift Glyphosat, das auch in der gentechnikfreien Landwirtschaft breit angewendet wird. Die Bewertung der Autoren, welche die Studie im Auftrag der europäischen Grünen erstellt haben, ist eindeutig: Superunkräuter…

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Laut Testbiotech konnten bisher weder ein Aufruf eines Bündnisses von 35 Organisationen noch mehrfache Appelle an die Bundesminister Barbara Hendricks (Umwelt) und Christian Schmidt (Landwirtschaft) die Bundesregierung dazu bewegen, sich für klare internationale Regelungen gegen die unkontrollierte Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) einzusetzen. Damit fährt Deutschland ohne klares Mandat oder Vorschläge zum Stopp von GVO-Verunreinigungen zur entscheidenden UN-Konferenz zum „Cartagena…

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Vergangene Woche hat das US-Landwirtschaftsministerium zwei neue Herbizid-resistente Pflanzen zugelassen. Eine Zulassung durch das Umweltamt (EPA) für das dazugehörige Spritzmittel basierend auf dem sehr umstrittenen Wirkstoff 2,4-D steht noch aus. Der Gentechnik-Mais und die Gentechnik-Soja stammen aus dem Hause Dow Agrosciences und tragen den Namen „Enlist TM“. Laut Konzern biete das neue System eine Lösung für das in den USA immer größer werdende Unkrautproblem. Kritiker befürchten eher das Gegenteil –…

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Die geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) wären das Ende für die derzeitige Nulltoleranz gegenüber nicht-erlaubten Gentechnik-Organismen im Saatgut. Davor warnt der Grünen-Politiker Harald Ebner. Er fordert: „Auch um die Gentechnikfreiheit zu bewahren, darf Wirtschaftsminister Gabriel CETA nicht zustimmen und muss sich für einen Stopp der TTIP-Verhandlungen einsetzen.“

Im Gegensatz zu Agrarverbänden, die seit Jahren auf eine Aufweichung der Nulltoleranz…

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Null von 334 Proben waren letztes Jahr positiv – Raps-Saatgut ist in Deutschland damit zum zweiten Mal in Folge gänzlich gentechnikfrei, freuen sich Greenpeace und Bioland. Die Umweltschutzorganisation und der Öko-Anbauverband haben Berichte der Behörden ausgewertet. Auch bei Mais gingen die Verunreinigungen zurück, nur bei 1,6% wurden die Tester fündig. Deshalb könne die bislang gültige Nulltoleranz-Regelung für Gentechnik im Saatgut aufrecht erhalten werden, so die Schlussfolgerung.

Damit…

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Weil für China bestimmter Mais mit einer dort nicht erlaubten Gentechnik-Sorte verunreinigt war, entgingen US-Händlern und Farmern Milliarden. Der Handelskonzern Cargill verklagt nun den Hersteller des Gentech-Maises, den Schweizer Agrochemie-Multi Syngenta. Cargill fordert Ersatz für „signifikante Schäden“, laut einem Medienbericht 90 Millionen Dollar.

Der Vorwurf: Syngenta habe unverantwortlich gehandelt, indem es seinen gentechnisch veränderten Mais MIR162 in den USA vermarktete, obwohl China – ein…

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Vor dem Bundestag und dem Brandenburger Tor in Berlin haben heute Gegner des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP demonstriert. Der geplante Vertrag mit den USA sei „ein Trojanisches Pferd, in dessen Gefolge Standards des Umwelt- und Verbraucherschutzes geschleift und Handlungsspielräume von Regierungen eingeschränkt werden sollen.“

„Die Verhandlungen verlaufen intransparent, undemokratisch und unter Ausschluss der Öffentlichkeit“, kritisierte Maja Volland vom Bund für Umwelt und Naturschutz…

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In Berlin fand letzte Woche die jährliche Konferenz des Wissenschaftsvereins ENSSER (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility) statt. Ein Fazit: die Risikobewertung bei gentechnisch veränderten Organismen und Pestiziden ist zu oberflächlich. Ein norwegischer Wissenschaftler stellte eine neue Forschungsarbeit vor, wonach die Fütterung mit herbizidresistenten Gentech-Sojabohnen Wasserflöhe schädigt.

Fruchtbarkeit und Lebensdauer der Tierchen werde beeinträchtigt, so der…

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Am Donnerstag debattierte der Bundestag über den Haushalt für 2015 – auch den des Landwirtschaftsministeriums. CSU-Minister Christian Schmidt soll aus Sicht von SPD und Grünen dafür sorgen, dass das „Ohne Gentechnik“-Siegel bekannter wird. Immerhin habe die Regierung es selbst entwickelt. Die Grünen warnten zudem vor dem Freihandelsabkommen mit den USA: „Wie es jetzt aussieht, wird die deutsche bäuerliche Landwirtschaft an TTIP scheitern.“

Das Agrarministerium kann bis zu 16 Millionen Euro dafür…

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Das Bundesland Nordrhein-Westfalen übernimmt für zwei Jahre die Präsidentschaft des Europäischen Netzwerks gentechnikfreier Regionen. Der offizielle Auftakt wurde heute in Brüssel begangen. Auch in die derzeitige Debatte über die Neugestaltung von Gentechnik-Verboten will sich Düsseldorf einmischen.

„Die zentralen Entscheidungen zum Einsatz von Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln werden in Brüssel getroffen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, Horst…

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