April

Zukunft säen – Vom Saatgut und Gärtnern

22.04.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Die Industrialisierung unseres Lebensmittelsystems und die Privatisierung von Saatgut haben dazu geführt, dass es immer weniger samenfestes Saatgut gibt.

Saatgut ist Kulturgut, Saatgut ist Vielfalt, und diese wiederum sichert die Zukunft unserer Ernährung. Seit der so genannten Grünen Revolution werden aber immer mehr Pflanzen und Saatgut patentiert und als Ware behandelt. Konzerne, die Saatgut patentieren, beanspruchen dessen Vermehrungshoheit für sich und zwingen Lebensmittelerzeuger*innen in ihre Abhängigkeit.

An dem Abend treffen wir auf verschiedene Aktivist*innen, die sich auf dem Feld und in der Politik für freie und samenfeste Sorten einsetzen, in Deutschland und auf dem afrikanischen Kontinent. Sie werden über ihre Erfahrung berichten und Tipps mit Ihnen teilen, wie Sie ganz praktisch zu Hause, im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank für Saatgut-Vielfalt sorgen können. Dabei sind:

- Edie Mukiibi, Vize-Präsident von Slow Food International und Koordinator des 10.000 Gärten in Afrika Projekts in Uganda

- Amadé Billesberger vom Ökohof Billesberger im Moosining

- Caroline Engwert, Gärtnerin und Bloggerin Hauptstadtgarten.de

- Benny Härlin, Leiter des Berliner Büros der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und der Initiative Save Our Seeds

Moderation: Tanja Busse, Autorin und Journalistin

Online-Vorstellung: Doppelstandards und Ackergift von Bayer und BASF

27.04.2021, 18:30 - 20:00 Uhr

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung, das INKOTA-Netzwerk und PAN Germany haben einen Blick hinter die Kulissen des internationalen Handels mit Pestizidwirkstoffen geworfen. Im Fokus stehen die beiden deutschen Agrarchemiegiganten Bayer und BASF. Die vorliegende Studie beleuchtet die Giftigkeit und Verwendung von Bayer- und BASF-Wirkstoffen in Brasilien, Mexiko und Südafrika.

Die Studie deckt auf, welche hochgefährlichen Wirkstoffe die Agrarchemiekonzerne Bayer und BASF entwickelt und/oder vermarktet haben – und dies zum Teil heute noch (über Umwege) tun. Durch die eingehende Analyse des Pestizid- und Wirkstoffmarktes in Südafrika, Brasilien und Mexiko werden das Ausmaß und die Intransparenz des lukrativen Geschäfts mit den Ackergiften deutlich. Im Gegensatz dazu stehen die verheerenden Auswirkungen des Pestizideinsatzes auf die Gesundheit von Indigenen und Landarbeiter*innen in den drei Ländern.

Die Autor*innen und Aktivist*innen stellen die Ergebnisse der Studie vor und diskutieren in einem offenen Format über weitere Fragen.

Gäste:

- Peter Clausing von PAN Germany

- Wiebke Beushausen vom INKOTA-netzwerk

- Colette Solomon von Women on Farms aus Südafrika

- Irma Gómez von Alianza Maya por las Abejas aus Mexiko

Moderation: Jan Urhahn von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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