März

27.03.2019, 09:45 - 09:45 Uhr

Forderung nach sofortigem Stopp der Patentierung herkömmlicher Züchtung

Gemeinsamer Aufruf zur Protestaktion am Europäischen Patentamt

Forderung nach sofortigem Stopp der Patentierung herkömmlicher Züchtung.

19. Februar 2019 / Über 20 Organisationen rufen zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen.

Die Organisationen wollen mit ihrem Aufruf sicherstellen, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht außen vor bleiben.

Im Juni 2017 hatte der Verwaltungsrat nach öffentlichen Protesten und nach Vorgaben der EU beschlossen, dass Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlichen Züchtungsverfahren, bei denen keine Gentechnik zum Einsatz kommt, verboten sind. Im Dezember 2018 entschied das EPA jedoch, dass der Beschluss des Verwaltungsrates rechtlich unwirksam sei. Somit könnten diese Patente jetzt doch erteilt werden.

„Wir fordern, dass das rechtliche Chaos am EPA beendet wird, das von großen Konzernen wie Bayer, Syngenta und BASF missbraucht wird, um die Grundlagen unserer Ernährung zu monopolisieren“, sagt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL. „Herkömmliche, konventionelle Züchtung muss von Patentansprüchen vollständig frei bleiben!“

Mai

24.05.2019, 08:30 - 18:00 Uhr | Bern

Interdisziplinäres Symposium zu Gene Drives und ihren wissenschaftlichen, ethischen, sozio-ökonomischen und regulatorischen Aspekten.

Gene Drives haben das Potenzial, die klassischen Vererbungsregeln zu umgehen und damit Populationen und Arten schnell und grundlegend zu verändern oder ganz zu eliminieren. Diese Idee ist an sich nicht neu, doch erst seit der Entwicklung neuer gentechnischer Verfahren technisch umsetzbar.

Gene Drives werfen grundlegende ökologische, soziale, ethische und rechtliche Fragen auf:

• Welche ökologischen Auswirkungen hätte es, wenn Populationen oder Arten mittels Gene Drives eliminiert werden würden?

• Welche Konsequenzen hätten solche Versuche, falls sie misslingen sollten?

• Wer hat die Entscheidungskompetenz?

• Gibt es angemessene Regulierungsvorschriften?

Eine Arbeitsgruppe internationaler Wissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Rechtsexpert*innen hat sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Die Forschungsergebnisse werden auf dem Symposium präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Eventforum Bern, Fabrikstraße 12, 3012 Bern, Schweiz

Anmeldung und mehr Informationen unter: https://genedrives.ch/

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