26.07.2010 | permalink

Gentechnik-Aktivisten kündigen Feldbefreiung öffentlich an

Grünenprotest bei Agrarministerkonferenz Grüne demonstrierten Anfang Mai vor der Agrarminister- konferenz in Plön gegen die Amflora. (Bild: Die Grünen/MV)

Am Donnerstag, den 29. Juli, wollen zwei Gentechnik-Aktivisten den einzigen kommerziellen Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora in Deutschland zerstören. Wohl wissend, dass bei der Aktion Polizei auflaufen wird und die Aktivisten festgenommen und sicherlich auch vor Gericht gestellt werden, rufen die zwei Gentechnik-Kritiker öffentlich zu der Aktion auf, weil sie durch den Anbau die menschliche Gesundheit, das ökologische Gleichgewicht und die Ernährungsouveränität bedroht sehen. Mit Schutzanzügen sollen die Amflora-Knollen aus dem Boden geholt und in einem Müllsack gesammelt werden. Mit der öffentlichen Ankündigung erhoffen sich die Aktivisten weitere Unterstützung aus der Bevölkerung.
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat am Wochenende in einem Interview mit dem Nordkurier seine Kritik an der Gentechnik-Knolle verdeutlicht. Er sieht die einzigen Gesundlagen in Deutschland gefährdet, weil die Amflora einen erhöhten Virusbefall hätte. Der Minister fragt sich, warum die Kartoffel in Deutschland angebaut werden soll, wenn weder Züchter noch Verarbeiter die Kartoffel brauchen. Backhaus will im September zu einen "Gen-Gipfel" einladen.

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