04.05.2010 | permalink
Den Anbau von Gentechnik-Weizen in der Nähe der Genbank Gatersleben wollten die AktivistInnen nicht länger hinnehmen. Foto: Maren Borgerding
Anlässlich des heutigen Berufungstermins im Prozess gegen zwei Männer und vier Frauen, die vor zwei Jahren einen umstrittenen Freisetzungsversuch mit Gentechnik-Weizen zum Teil zerstörten, veröffentlichte u.a. die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) eine Broschüre mit brisanten Hintergrundinfos zur Freisetzung. Der Versuch fand auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) statt, das auch für die Erhaltung und Sammlung alter Getreidesorten zuständig ist. Der Versuch mit dem gentechnisch veränderten Weizen durfte in 500 Meter Abstand zu alten Sorten der Genbank stattfinden. Er wurde vom zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) genehmigt, das damit die Verunreinigung der Bestände der Genbank wissentlich in Kauf nahm. Mehr noch: Der Direktor des BVL, Dr. Hans-Jörg Buhk, empfahl, den Standort für die Vermehrung der alten Sorten zu verlegen. Die Initiative Gendreck weg und die AbL werfen dem IPK vor, gegen Sicherheitsauflagen verstossen und ihren öffentlichen Förderauftrag der Sicherung und gentechnikfreien Erhaltung der alten Genbanksorten verletzt zu haben.
Am 25. Mai werden die Richter das Urteil im Zivilprozess verkünden.
Abl, Gendreck weg: Brisantes aus den Verwaltungs- und Prozessakten
AbL: Risiken und Nebenwirkungen in Gatersleben
Hintergrund: Freilandversuch mit Gentech-Weizen stößt auf Widerstand
mz-web.de: Neue Vorwürfe vor neuer Runde
Gendreck weg!: Berufungsprozess zu Gatersleben
Frankfurter Rundschau: Gen-Weizen: Kalkulierte KontaminationNewsletter bestellen
● Gentech-Kartoffel:
BASF zieht sich zurück
● Bt-Mais und Bienen:
EuGH-Urteil: Großer Erfolg für Imker-Bündnis
● Patente:
Tomaten-Patent in höchster Instanz

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen.
Spenden Sie hier!
Bestellen Sie den Flyer hier
Das PDF bekommen Sie hier
Die Guten Gründe online
Alle Informationen auf dieser Seite sind kostenlos. Das heißt aber nicht, dass unsere Arbeit nichts kostet. Unterstützen Sie den Infodienst - damit es auch weiterhin kritische Informationen zum Thema Gentechnik für alle gibt!
Online-Spende hier!
.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
Dossier Infodienst