27.04.2010 | permalink
Foto: Haerlin
Laut Greenpeace-Informationen hat das Gentechnik-Unternehmen Monsanto ein neues Patent auf Fleisch von Schweinen beantragt, die mit Gentechnik-Pflanzen des Unternehmens gefüttert wurden. Die Fütterung mit Gentechnik-Soja soll laut Patentantrag zu einer erhöhten Konzentration von ungesättigten Fettsäuren im Schwein führen. Rund 300 Organisationen machen heute mit einem Appell auf das Patent aufmerksam und klagen die "Monsantosierung des Lebensmittelmarktes" an. Mit Patentanmeldungen auf Züchtungsmethoden, Tiere, Pflanzen und daraus entstehende Produkte wird von Agro-Konzernen versucht, die gesamte Lebensmittelkette zu kontrollieren. Patentanmeldungen auf normale Pflanzen und Tiere haben sich in den Jahren 2007 bis 2009 verdoppelt. Greenpeace kritisiert, dass die europäischen Patentgesetze zu schwammig seien, so dass die Vergabe der Patente oft Auslegungssache seien. Letzte Woche hatte das Europäische Patentamt ein Patent auf Schweine nach großen Protesten zurückgezogen.
Landwirtschaftsministerin Aigner wird dazu aufgerufen, sich innerhalb der EU für eine Neuverhandlung der EU-Patentgesetze einzusetzen. Die schwarz-gelbe Koalition hatte sich im Koalitionsvertrag gegen ein Patentrecht auf landwirtschaftliche Nutztiere und -pflanzen ausgesprochen.
Newsletter bestellen
● Gentech-Kartoffel:
BASF zieht sich zurück
● Bt-Mais und Bienen:
EuGH-Urteil: Großer Erfolg für Imker-Bündnis
● Patente:
Tomaten-Patent in höchster Instanz

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen.
Spenden Sie hier!
Bestellen Sie den Flyer hier
Das PDF bekommen Sie hier
Die Guten Gründe online
Alle Informationen auf dieser Seite sind kostenlos. Das heißt aber nicht, dass unsere Arbeit nichts kostet. Unterstützen Sie den Infodienst - damit es auch weiterhin kritische Informationen zum Thema Gentechnik für alle gibt!
Online-Spende hier!
.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
Dossier Infodienst