19.04.2010 | permalink
Der Anbau der Amflora kann gefährlich werden. (Photo:Infodienst)-+-
Heute morgen hat trotz aller Proteste die Pflanzung der Gentechnik-Kartoffel Amflora begonnen. Nahe dem Ort Bütow in Mecklenburg-Vorpommern findet der einzige Anbau der Amflora in Deutschland statt. Letzte Woche hatten Greenpeace-Aktivisten auf dem selben Acker gentechnikfreie Kartoffeln ausgebracht und damit gegen den Anbau der Amflora protestiert. Anfang März hatte die EU-Kommission die Amflora zugelassen, obwohl sie ein umstrittenes Antibiotika-Resistenzgen enthält und ungenügend auf Umweltrisiken geprüft wurde. Laut EU-Richtlinie soll die Verwendung von Gentechnik-Pflanzen mit Antibiotika-Resistenzgen eingestellt werden. Große Stärkehersteller haben sich bereits dagegen ausgesprochen, die Gentechnik-Kartoffel zu verwenden. Trotzdem möchte die Bundesregierung den Anbau in Deutschland fördern. Dabei gibt es längst gentechnikfreie Alternativen, die genauso viel industriell nutzbare Stärke produzieren. "Käme es zum breiten Anbau der Risikoknolle Amflora in Deutschland, müsste die Branche erhebliche Trennungsmaßnahmen und Analysekosten aufwenden, um Kontaminationen so weit es geht zu vermeiden. Aber, nicht etwa die BASF trägt diese Kosten, sondern sie werden auf die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft und letztendlich auf die Verbraucher abgewälzt", so Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Österreich hat den Anbau der Amflora bereits verboten.
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