29.03.2010 | permalink
Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel mit Antibiotikaresistenz-Markergen. Es gibt gentechnikfreie Alternativen.
Angesichts der Zweifel um die Rechtmäßigkeit der Amflora-Zulassung geht Österreich mit gutem Beispiel voran: Das Parlament hat am Donnerstag einstimmig einen Anbau-Stopp der Amflora beschlossen, der nun vom Gesundheitsminister umgesetzt werden kann.
Bei der Diskussion um die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" werden die kritischen Stimmen auch hierzulande immer lauter. Die Forderungen nach einem Anbau-Verbot werden durch ein von Greenpeace vorgelegtem Rechtsgutachten untermauert: Danach untersagen EU-Richtlinien den Anbau von Pflanzen mit eingebautem Antibiotika-Resistenzgen, wie es bei der Amflora der Fall ist. Auch wurde die Pflanze nicht ausreichend auf ökologische Risiken geprüft. Greenpeace ist daher der Meinung, dass die Zulassung der Amflora nicht rechtens ist. Professor Uwe Frank vom Universitätsklinikum Freiburg warnt vor den Folgen durch die Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen, die für Menschen mit lebensbedrohlichen Infektionen sehr gefährlich werden können. Letzten Donnerstag hatten die Grünen mit einem Antrag im Bundestag das Verbot des Anbaus der Gentechnik-Kartoffel gefordert. Der Antrag wurde an die Ausschüsse überwiesen.
Greenpeace: Zulassung von Amflora verstößt gegen EU-Richtlinien
agrar heute.com: Debatte um Anbauverbot für die GV-Kartoffel Amflora
Infodienst: Hintergrund Gentech-Kartoffel
Greenpeace: Rechtsgutachten zum nationalen Anbauverbot der Amflora
top agrar Österreich: Nationales Anbauverbot von Amflora-Erdäpfeln gefordertNewsletter bestellen
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