16.03.2010 | permalink
Die neue gemeinsame Agrarpolitik soll die Landwirtschaft frei von Gentechnik halten und die lokale Vielfalt stärken.
Die industrielle Landwirtschaft bringt viele Probleme wie die Gentechnik, Überproduktion oder erhöhten Pestizid-Einsatz mit sich. Deshalb gibt es mehr und mehr Vereinigungen und Initiativen, die sich zusammentun, um regionale Strukturen wieder zu stärken, die Biodiversität zu schützen und die Landwirtschaft gentechnikfrei zu halten. Doch es muss eine gemeinsame politische Linie geben, um in Zukunft eine nachhaltige Landwirtschaft zu garantieren. Dies jedenfalls ist das Ziel der European Food Declaration. Verschiedene Organisationen haben sich dafür zusammengeschlossen, um gemeinsame Ziele für eine europäische Agrarpolitik zu formulieren. Heute morgen treffen sich die Initiatoren auf dem Christian Broda-Platz in Wien zu einer Kundgebung. Unter dem Motto "Bäuerliche Landwirtschaft statt Gentech-Kartoffeln" werden Bio-Kartoffeln an Passanten verteilt, um gleichzeitig gegen die Zulassung der Amflora zu protestieren, zu der es längst gentechnikfreie Alternativen gibt. Im Interview mit Greenpeace erklärt der Kartoffelbauer Karsten Ellenberg, inwiefern die Amflora die traditionelle Kartoffelzucht bedroht. Er hat viele Jahre mit dem Freundeskreis "Rettet Linda!" dafür gekämpft, dass die beliebte Speisekartoffel wieder frei gegeben wird für den Anbau und Verkauf.
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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
http://www.youtube.com/watch?v=KFM8QDyubHA
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
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