04.01.2010 | permalink

Kein Einspruch bei Zulassung von Gentechnik-Kartoffel

Kartoffelknollen Amflora ist eine gentechnisch veränderte Kartoffel mit Antibiotikaresistenz-Markergen. Es gibt gentechnikfreie Alternativen.

Sobald die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" der Firma BASF von der EU-Kommission zum Anbau genehmigt wird, soll sie auch in Deutschland wachsen. Wie zu erwarten will die Bundesregierung den Anbau der umstrittenen Kartoffel nicht verhindern. "Ob in Deutschland die gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora kommerziell angebaut werden kann, hängt allein von der ausstehenden Entscheidung der EU-Kommission ab", sagte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner gegenüber einer Nachrichtenagentur. Bereits im Koalitionsvertrag war die Amflora explizit genannt worden. Dort ist zu lesen, dass die neue Koalition den Anbau der Gentechnik-Kartoffel unterstützen will. Bedenken hinsichtlich des Risikos für Mensch und Umwelt gibt es offensichtlich nicht. Dabei ist die Freisetzung der Kartoffel höchst umstritten, denn sie enthält ein Antibiotikaresistenz-Markergenen. Auch der Nutzen der Kartoffel, die für die Stärke-Produktion verwendet werden soll, ist fraglich: Mittlerweile wurde auf klassischem Weg bereits eine Kartoffel gezüchtet, die einen ebenso hohen Stärkegehalt ausweist, wie die Gentechnik-Variante.

Newsletter bestellen

Flyer - Gute Gründe gegen Gentechnik

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen. 

 Spenden Sie hier!
 Bestellen Sie den Flyer hier
 Das PDF bekommen Sie hier
 Die Guten Gründe online

+ + Spenden für den Infodienst + +

Alle Informationen auf dieser Seite sind kostenlos. Das heißt aber nicht, dass unsere Arbeit nichts kostet. Unterstützen Sie den Infodienst - damit es auch weiterhin kritische Informationen zum Thema Gentechnik für alle gibt!
 Online-Spende hier!

Wussten Sie schon ...?


.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

 Wirtschaft und Gentechnik

Der deutsche Gentech-Filz

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
 Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?

Hunger und Gentechnik

(c)

Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.  Dossier Infodienst

Nachrichten
Gerd das Gen auf facebook Infodienst Gentechnik auf twitter