16.11.2009 | permalink

Welternährungsgipfel: Neue Broschüre erklärt entscheidende Erkenntnisse

Weiter wie bisher ist keine Option Die Botschaft des Weltagrarrats: Weiter wie bisher ist keine Option!

Heute beginnt der Welternährungs-Gipfel der FAO in Rom. FAO-Chef Jaques Diouf hat am Samstag aus Solidarität mit der eine Milliarde Menschen, die auf der Welt hungern, einen Tag lang nichts gegessen. Als Lösung schlägt die FAO vor, die Agrarproduktion bis zum Jahr 2050 zu verdoppeln. Dabei gibt es derzeit pro Kopf mehr Agrarproduktion als je zuvor. Und dennoch litten noch nie so viele Menschen an Hunger wie heute. Das Problem sind u.a. die Verluste bei der Lebensmittelproduktion, erläuterte Benny Härlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft heute in Berlin. Ein Großteil der Lebensmittel gehen bei der Ernte oder durch die Vernichtung von Lebensmitteln verloren. Auch der Verbrauch des Getreides für Futtermittel (35%) und andere Verwertung wie Kraftstoffherstellung (18%) seien ein Riesenproblem. Eine weitere dringende Frage ist die Übereinstimmung mit den Klimazielen: Die Landwirtschaft trägt mit 14% zur Erderwärmung bei. Der Weltagrarbericht, der von über 500 internationalen Wissenschaftlern erstellt wurde, schlägt als Lösung eine agrarökologische Evolution vor. Die Anpassung der Landwirtschaft an natürliche Gegebenheiten und Kreisläufe und an lokale Bedürfnisse sollen die Landwirtschaft effizienter und nachhaltiger machen. Gentechnik spielt insbesondere für kleine Bauern dabei keine Rolle, weil sie geld- und forschungsintensiv ist.

Um die dringenden Empfehlungen des Weltagrarberichts einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat Benny Härlin nun eine 40-Seitige Zusammenfassung geschrieben, die heute veröffentlicht wurde. Sie kann beim Bauernverlag bestellt werden. Auch die deutschsprachige Seite zum Bericht www. weltagrarbericht.de geht heute online. Dort finden Sie Hintergrundinformationen zu den Themen des Berichts, Tipps, was sie tun können und eine Karte mit weltweit aktiven Organisationen.

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Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein. http://www.youtube.com/watch?v=KFM8QDyubHA
 Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
 Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)

Hunger und Gentechnik

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Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.  Dossier Infodienst

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