02.11.2009 | permalink
In Deutschland gibt es viel Protest gegen den Gentechnik-Mais-Anbau.
Wie erwartet hat die EU-Kommission drei weitere Gentechnik-Mais-Sorten für den Import sowie als Lebens- und Futtermittel zugelassen. Die Maislinien MON 88017, MON 89034 und 59122xNK603 standen vor knapp zwei Wochen im Ministerrat zur Abstimmung, wo es weder eine Mehrheit für noch gegen die Zulassungen gab. Die EU trägt damit den Forderungen der Futtermittel- und Gentechnik-Industrie Rechnung, die sich für zügige Zulassungen von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU aussprechen, die in Exportländern wie den USA bereits angebaut werden. Die Forderung wird damit begründet, dass Spuren der gentechnisch veränderten Organismen immer wieder in Futtermittellieferungen gelangen, die für die EU bestimmt sind. Gibt es für diese gentechnisch veränderten Pflanzen keine Zulassung in der EU, müssen die Lieferungen an der Grenze zurückgewiesen werden. Futtermittelindustrie und Bauernverbände behaupten, dass Europa damit eine Futtermittelknappheit drohe. Recherchen haben jedoch ergeben, dass es in den letzten Jahren lediglich 18 Fälle von Futtermittel-Ladungen gab, die mit nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt waren. Fast einziges Ursprungsland sind die USA.
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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
http://www.youtube.com/watch?v=KFM8QDyubHA
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
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