27.04.2009 | permalink
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat im April dieses Jahres den Gentechnik-Mais-Anbau in Deutschland verboten.
Die extrem stärkehaltige Kartoffel "Amflora" wird in diesem Jahr versuchsweise angebaut. Nach Beratungen in den vergangenen Tagen entschied Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sich schließlich für einen testweisen Anbau. Die Gentechnik-Kartoffel soll auf 20 ha in Mecklenburg-Vorpommern angepflanzt werden. Dabei müssen spezielle Auflagen eingehalten werden, denn im letzten Jahr hatte es beim Versuchs-Anbau Probleme gegeben: Die gentechnisch veränderten Kartoffeln wurde nach der Ernte an zwei Standorten gelagert, die für Menschen und insbesondere Tiere zugänglich waren und konnte so ungehindert verbreitet werden. Der Anbau der Gentechnik-Kartoffel der Firma BASF ist sehr umstritten, da sie ein antibiotikaresistentes Markergen besitzt. Verbreitet die Kartoffel sich unkontrolliert, fürchten Kritiker eine Beeinträchtigung des Medikaments das auch in der humanmedizinischen Therapie verwendet wird. Das Gen-ethische Netzwerk kritisiert, dass der in Mecklenburg-Vorpommern geplante Versuchsanbau eine getarnte kommerzielle Nutzung zur Saatgutproduktion wäre, die aber in der EU nicht zugelassen ist.
● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?
● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt

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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Bayerisches Fernsehen: Genehmigungsfilz
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
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