18.03.2011 | permalink
Aktion heute morgen vor dem Bundesrat: Dort wurden 65.000 Unterschriften an die Ministerpräsidenten übergeben. (Photo:SaveOurSeeds)
Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde heute im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen. Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte schon vor dem Bundesrat-Plenum heute mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 65.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern heute morgen bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen“, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. "Ein guter Tag für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung!" freute sich Benedikt Härlin von der Initiative Save Our Seeds, die zusammen mit Campact den Protest organisierte. Unterstützt wurden sie von einem breiten Bündnis von Organisationen, das sich für die absolute Reinhaltung von Saatgut einsetzt und das Verursacherprinzip bei Kosten fordert, die durch jegliche Verunreinigungen mit Saatgut entstehen.
SOS, Campact: Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
Save Our Seeds: Aktuelle Meldungen zur Gentechnik-Saatgut-Entscheidung im Bundesrat
SOS: Bundesrats-Initiative zur Gentechnik im Saatgut
sueddeutsche.de: Haftungsfrage: Verbotene Körner
tazblogs: Save Our Seeds – Happy hour – grosse NullrundeNewsletter bestellen
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In der EU soll es strengere Saatgut-Regeln geben, die das Inverkehrbringen von nicht zugelassenen Sorten erschweren würde. Für kleine Züchter und Landwirte wäre das problematisch, während vor allem das Einheitssaatgut der Agrar-Industrie profitieren würde. Unterzeichnen Sie die Petition, automatisch wird noch ein Brief an die Kommission und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner gesandt.


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