06.08.2010 | permalink

USA: Rapsmutanten in der Wildnis

rapsfeld Raps kreuzt sich leicht aus, die Samen können bis zu 10 Jahre im Boden keimfähig bleiben. (Photo: Simone Knorr)

Wissenschaftler der Universität von Arkansas haben Genkonstrukte (Transgene) des Gentechnik-Raps bei Wildpflanzen nachgewiesen. Die Daten wurden heute auf einer Konferenz der Ecological Society of America in Pittsburgh, Pennsylvania, vorgestellt. Die untersuchten Pflanzen aus North Dakota wurden nicht aktiv ausgesät und waren weit entfernt von den mit Gentechnik-Raps bestellten Flächen. 80% der untersuchten Wildpflanzen enthielten Transgene mit Herbizidresistenz gegen die Wirkstoffe Glyphosat oder Glyphosinat. Besonders alarmierend ist jedoch der Fund der Pflanzen mit gestapelten Transgenen, also mit beiden Genkonstrukten und somit resistent gegen Glyphosat als auch Glyphosinat. Pflanzen mit den Mehrfachresistenzen sind bisher nicht kommerziell eingesetzt worden und können einen Hinweis dafür liefern, dass sie sich in freier Natur gebildet haben. Wirklich überraschend sind die Ergebnisse zwar nicht, weil Raps eine hohe Auskreuzungsrate besitzt und die Samen bekanntlich weit fliegen. Dennoch dokumentiert dies deutlich den Mangel an einem ausreichenden Monitoring in den USA. Einmal mehr zeigt sich, dass Gentechnik-Pflanzen nicht kontrollierbar sind. Es bleibt abzuwarten wie die Umwelt auf die neuen Gentechnik-Mutanten reagiert.

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