28.06.2010 | permalink
Schloss Bellevue, Amtssitz des Bundespräsidenten, Foto: Birgit Winter/ Pixelio.de
Am Mittwoch wird der neue Bundespräsident durch die Bundesversammlung gewählt. Bei Gentechnik-Kritikern dürfte der Kandidat der schwarz-gelben Koalition, Christian Wulff, auf wenig Zustimmung stoßen. Wulff hatte sich in der Vergangenheit bereits öfter offensiv für die Einführung der Gentechnik eingesetzt. Das Schulprojekt HannoverGEN, das von der niedersächsischen Landesregierung mitfinanziert und von Wulff persönlich unterstützt wird, steht immer wieder in der Kritik, zu sehr pro Gentechnik ausgerichtet zu sein. Während SPD- und Grünen-Kandidat sowie Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck sich zu dem Thema bisher nicht äußerte, hat Wulff auch an anderer Stelle verdeutlicht, dass er die Gentechnik fördern will. In einem Interview mit der Bild am Sonntag beklagt er, dass Ilse Aigner sich mit dem Verbot des Gentechnik-Maises MON 810 nicht an den Koalitionsvertrag halte. Bei der Gentechnologie handele es sich um „eine Zukunftstechnologie, die ihren Platz in Deutschland haben muss“. Wulff weiter: „Ich erwarte nach dem Verbot einer Genmaissorte ein klares Signal der Bundesregierung, dass sie den Einsatz der Gentechnik in Deutschland befürwortet.“ Die Mehrheit der Bevölkerung erwartet vom Bundespräsidenten sicherlich das Gegenteil. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) fordert Wulff auf, seine aktive Unterstützung für die Gentechnik einzustellen.
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