26.04.2010 | permalink
Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass pro Hektar 100 gentechnisch veränderte Mais-Pflanzen wachsen.
In stichprobenartigen Saatgut-Untersuchungen der Bundesländer wurden erneut gentechnisch veränderte Organismen gefunden. Neun von 13 Bundesländern, die Saatgut-Tests durchführten, haben ihre Ergebnisse bis jetzt veröffentlicht. Bei 20 Proben in sieben Bundesländern wurden die Behörden bisher fündig (Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Hessen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg). Verunreinigtes Saatgut bedroht den gentechnikfreien Anbau in Deutschland, wo Gentechnik-Mais auf dem Acker verboten ist. Das verunreinigte Saatgut wurde zwar vom Markt genommen. Dennoch sind die Funde sehr beunruhigend, denn es wurden nur Stichproben getestet. Greenpeace-Experte Martin Hofstetter rät Landwirten daher, nur in Deutschland vermehrte Maissaaten zu kaufen. Bioland-Präsident Thomas Dosch bezeichnet die Verunreinigungen als inakzeptabel und als Widerspruch gegen das Prinzip der Wahlfreiheit.
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