09.04.2010 | permalink
Witzenhäuser Aktivisten protestieren immer weiter gegen das Gentechnik-Geschäft der KWS. (Quelle: Philip Brändle)
Pünktlich zum Semesterbeginn steht auch die Anbausaison vor der Tür. Doch die Gruppe „Witzenhäuser Agrar-Studierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft“ lässt sich trotz anstehender Klausuren und Vorlesungen nicht von ihrem Vorhaben abhalten, die KWS Saatgut AG zur Aufgabe ihrer Gentechnik-Versuche zu bringen. Heute morgen haben die Studierenden bei Wetze einen Acker besetzt, auf denen das größte Saatgut-Unternehmen Deutschlands gentechnisch veränderte Zuckerrüben aussäen will. Als die Maschinen am anderen Ende des Ackers anrollten, organisierten die Aktivisten eine Blockade. Mittlerweile ist die Blockade geräumt worden und die Gentechnik-Saat unter die Erde gebracht. Trotzdem will die Gruppe den Acker weiterhin besetzen und damit gegen den Gentechnik-Konzern protestieren.
Die Gruppe ist sich der Unterstützung in der Bevölkerung sicher, die die Gentechnik auf dem Acker mehrheitlich ablehnt. Weder sei der Nutzen für die Menschen klar, noch gibt es Langzeitstudien zu gesundheitlichen Auswirkungen. Die Studierenden zeigen sich daher kämpferisch: „Wir werden nicht nachgeben, bis die KWS endgültig dazu bereit ist, ihre Gentechnikversuche aufzugeben“ erklärt einer der Aktivisten.
Newsletter bestellen
● Gentech-Kartoffel:
BASF zieht sich zurück
● Bt-Mais und Bienen:
EuGH-Urteil: Großer Erfolg für Imker-Bündnis
● Patente:
Tomaten-Patent in höchster Instanz

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen.
Spenden Sie hier!
Bestellen Sie den Flyer hier
Das PDF bekommen Sie hier
Die Guten Gründe online
Alle Informationen auf dieser Seite sind kostenlos. Das heißt aber nicht, dass unsere Arbeit nichts kostet. Unterstützen Sie den Infodienst - damit es auch weiterhin kritische Informationen zum Thema Gentechnik für alle gibt!
Online-Spende hier!
.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
Dossier Infodienst