09.02.2010 | permalink
Indien ist die Wiege der Auberginenpflanze, Quelle: Dieter Schütz/pixelio.de
Der breite Protest hat sich gelohnt. In Indien wird in absehbarer Zeit keine Gentechnik-Aubergine zugelassen. Umweltminister Jairam Ramesh hat heute verkündet, dass er ein Moratorium für die Zulassung der Bt-Aubergine solange verhängen will, bis Langzeitauswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt geklärt sind. Greenpeace hatte aus Protest gegen die Gentechnik-Pflanze geplant, das weltgrößte Auberginen-Curry zu kochen und an hungernde zu verteilen. Indien ist der größte Auberginen-Produzent und die Bt-Aubergine wäre die erste gentechnisch veränderte Pflanze, die dort als Lebensmittel zugelassen wäre. Ramesh erklärte heute, er handle nach dem Vorsorgeprinzip. Denn Wissenschaftler brachten bei seinen öffentlichen Anhörungen etliche Fragen auf, die nicht abschließend geklärt werden konnten. Auch die kritische öffentliche Meinung hätte ihn beeinflusst. Zumal er in der Zulassung der Bt-Aubergine keine Dringlichkeit sehe. Greenpeace begrüßt das Moratorium, fordert aber ein strenges Monitoring für die Versuche mit weiteren 41 Gentechnik-Pflanzen, die in Indien getestet werden.
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