29.01.2010 | permalink
Mahnwache am Thünen-Institut im April 2009
Acht AktivistInnen standen in Braunschweig gestern vor Gericht, weil sie im April letzten Jahres ein Gentechnik-Mais-Feld besetzten. Dort sollte ein Forschungsversuch mit dem Gentechnik-Mais MON 810 stattfinden, den Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner zuvor wegen Risiken für die Umwelt verboten hatte. Die GentechnikgegnerInnen ketteten sich deshalb an einem tonnenschweren Betonblock fest. Nach einer viertägigen Duldung räumte die Polizei das besetzte Feld. Fünf Wochen wurde stattdessen eine Mahnwache vor dem Institut abgehalten. Die Bundesrepublik verklagt die GentechnikgegnerInnen auf 2000 Euro Schadensersatz und wollte erreichen, dass ihnen verboten wird, das Gelände des von-Thünen-Instituts künftig zu betreten. Für illegale Aktionen soll das auch in Zukunft nicht mehr geschehen. Darauf einigten sich die Parteien gestern. Den Schadensersatz von rund 2000 Euro müssen die AktivistInnen dafür nicht zahlen.
● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?
● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt

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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Bayerisches Fernsehen: Genehmigungsfilz
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.
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