02.12.2009 | permalink
Es gibt viel Kritik an der Sicherheitsbewertung von Gentechnik-Mais. (Photo:Infodienst)
Die amerikanische Firma Renessen hat ihren Antrag auf Zulassung eines Gentechnik-Maises (LY038) in der EU zurückgezogen. Wie die Expertengruppe Testbiotech berichtet, gab es Sicherheitsbedenken bei der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA). Zwar nennt die Firma (ein Gemeinschaftsunternehmen von Monsanto und Cargill) nur ökonomische Gründe. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es auch Sicherheitsprobleme mit der Pflanze gab. So zeigte der Mais unbeabsichtigte Veränderungen in seiner stofflichen Zusammensetzung. Die EFSA, die sich normalerweise schnell mit den Antrags-Unterlagen der Gentechnik-Unternehmen zufrieden gibt, hat in diesem Fall eine Wiederholung von Fütterungsversuchen mit Ratten verlangt. Die vorangegangene Studie hatte Veränderungen im Blutbild und im Urin der Ratten gezeigt. "Der Vorgang ist insbesondere im Hinblick auf die derzeitigen Debatten um das richtige Konzept für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen interessant. Die Behörde geht davon aus, dass diese im wesentlichen als ebenso sicher anzusehen sind wie Pflanzen aus konventioneller Zucht", schreibt Testbiotech in einer Presseerklärung.
Die Expertengruppe veröffentlicht regelmäßig einen Newsletter, der über die Arbeit der EFSA berichten soll. Einmal im Monat liefert er einen Überblick über die neuesten Stellungnahmen sowie über aktuelle Zulassungsanträge von Herstellern.
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