20.10.2008 | permalink
Testet die EFSA Gentechnik-Pflanzen unabhängig?
Heute befasst sich der EU-Umweltministerrat mit der Risikoabschätzung bei der Zulassung von Gentech-Pflanzen. Die Kommission hat den Mitgliedstaaten den Auftrag zur Erarbeitung neuer Richtlinien für die Umweltrisikoabschätzung gegeben. Denn an der Arbeit der Europäischen Lebensmittelagentur gibt es erhebliche Kritik: unabhängige Wissenschafterinnen und Wissenschaftler fehlen, unabhängige Studien auch. "Bisher hat sich die Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA fast ausschließlich an den Angaben der zulassungswerbenden Firmen orientiert und damit im Hinblick auf eine vorsorgeorientierte Risikoabschätzung kläglich versagt. In Zukunft muss eine unabhängige Risikobewertung sichergestellt werden, die alle langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt voll berücksichtigt", betont der Landwirtschaftssprecher der österreichischen Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Mehr zur Reformbedürftigkeit der EFSA lesen Sie in unserem Dossier:
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.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?

Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
http://www.youtube.com/watch?v=KFM8QDyubHA
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Bundestag.de: Interview mit Ulrike Höfken (26.05.08)
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