Biofach 2016
Die Biofach in Nürnberg ist die wichtigste Messe der Branche (Foto: NürnbergMesse)

Biofach: „Gentechnik keine Zukunftstechnologie“

12.02.2016

Auf der größten Bio-Lebensmittelmesse der Welt, der Biofach in Nürnberg, wurde heute auch über Gentechnik und TTIP diskutiert. Einig waren sich Branchenvertreter und Experten der bayerischen sowie baden-württembergischen Regierung, dass es in Deutschland weiterhin keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen geben soll. Dafür müsse die Bundesregierung sorgen, appellierten sie an Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Bei der Beurteilung neuer Gentechnikverfahren zeigten sich die Politikvertreter allerdings wesentlich offener als die Öko-Produzenten.

Dass in Deutschland in den letzten Jahren keine Gentechnik mehr auf dem Acker wuchs – zuletzt gab es 2011 auf kleinen Flächen einige transgene Kartoffeln von BASF – sei „ein großer Erfolg der Zivilgesellschaft“, erklärte Peter Röhrig, der den Bio-Dachverband „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft“ (BÖLW) leitet. Auch für 2016 rechne er nicht mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hierzulande. [+] mehr...

Herbizid Pestizid Glyphosat
Utensilien für das Giftsprühen (Foto: International Institute of Tropical Agriculture / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0)

Roundup: Monsanto zahlt außergerichtlich 80 Mio Dollar

11.02.2016

Dem Gentechnik- und Pestizidkonzern Monsanto wird vorgeworfen, in den Jahren 2009 bis 2011 falsche Angaben zu Verkaufszahlen gemacht zu haben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters geht es dabei um sein Herbizid „Roundup“, das auf dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat basiert. Mit einer Zahlung von 80 Millionen Dollar konnte Monsanto nun den Streit mit der Börsenaufsichtsbehörde beilegen.

Der Konzern selbst betonte in einer Mitteilung, er gäbe weder zu noch bestreite er, dass die Anschuldigungen der Behörde zuträfen. [+] mehr...

Holz Wald Bäume
Foto: Gavin Fordham / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0-+-

Gentechnik-Bäume in Schweden

10.02.2016

Eine schwedische Firma will gentechnisch veränderte Pappeln im Freien testen. Die Bäume sollen mehr „Biomasse“ – also Holz – abwerfen. Die Behörden in Schweden müssen dem Versuch noch zustimmen.

Geben sie grünes Licht, könnten die Gentechnik-Bäume der Firma SweTree Technologies ab April dieses Jahres bis Ende 2020 auf circa 12.000 Quadratmetern in Våxtorp wachsen. In Schweden und in anderen Ländern haben bereits mehrere Versuche mit transgenen Pappeln stattgefunden. Meist geht es um mehr Holz oder um eine bessere Papierausbeute. [+] mehr...

China Polizist
Foto: Beijing Patrol / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0

Chinesische Behörden drohen Gentechnik-Landwirten

09.02.2016

Anfang des Jahres fand die Umweltschutzorganisation Greenpeace durch Stichproben heraus, dass in einer chinesischen Provinz Gentechnik-Mais angebaut und verkauft wird – obwohl das bislang nicht erlaubt ist. Nun warnen Behörden Saatguthändler und Landwirte vor dem illegalen Anbau – andernfalls drohten Strafen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Laut Reuters gab es noch nie zuvor eine solche Warnung seitens lokaler Behörden, die offenbar von dem Bericht über unerlaubten Gentechnik-Anbau aufgeschreckt wurden. China erlaubt zwar die Aussaat von gentechnisch veränderter Baumwolle und Papaya sowie den Import von transgenem Soja und Mais als Futtermittel für die Fleischproduktion. Genmodifizierter Mais, Reis oder andere Nahrungspflanzen dürfen bislang aber nicht aufs Feld. [+] mehr...

Affe Macaca fascicularis
Affe der Art Macaca fascicularis (Foto: André Ueberbach / wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)

Gentechniker schaffen autistische Affen

08.02.2016

Chinesische Gentechniker haben das Erbgut von Affen derart manipuliert, dass die Tiere Symptome von Autismus zeigen. Die Forscher wollen die Entwicklungsstörung so besser verstehen lernen – und vielleicht neue Therapien erproben. Andere Wissenschaftler sind skeptisch, ob das irgendwas bringt.

Im Fachmagazin Nature veröffentlichten die Wissenschaftler aus Shanghai im Februar ihre Ergebnisse. Sie hatten bei Affen der Makaken-Gattung – der auch „Javaneraffen“ oder „Krabbenesser“ genannten Art Macaca fascicularis – das menschliche Gen MECP2 eingebaut. Um das neue Erbgut ins Genom zu bekommen, nutzen sie einen Virus, den sie in die Eizellen der Affen einführten. Die Embryonen wurden dann wiederum Makaka-Weibchen eingepflanzt. [+] mehr...