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Weizen Mähdrescher Ernte
Foto: tpmartins / flickr; Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0

Monsanto verhindert Gerichtsprozess

02.04.2015

Der Agrochemie-Konzern Monsanto hat sich mit weiteren Weizenfarmern auf eine außergerichtliche Lösung im Streit um eingebrochene Exporte geeinigt. Monsanto werde je 50.000 Dollar an Landwirtschaftsschulen in mehreren Bundesstaaten spenden, teilte das Unternehmen mit. Doch noch sind nicht alle Farmer zufrieden. Sie werfen Monsanto vor, dessen Experimente mit Gentech-Weizen habe zu teuren Importstopps in Asien geführt.

Der Konzern habe mit Landwirten aus Kansas, Missouri, Illinois, Oklahoma, Texas, Louisiana und Mississippi eine Vereinbarung getroffen und damit deren Klagen abgewehrt, teilte Monsanto vorletzte Woche mit. Das sei jedoch kein Schuldeingeständnis, betonte das Unternehmen. Insgesamt sollen 350.000 Dollar an landwirtschaftliche Schulen in den sieben Staaten fließen.

Bei den Klagen ging es um gentechnisch veränderten Weizen, den Monsanto zwischen 2000 und 2003 im Freien getestet hatte. Das transgene Getreide darf bis heute nirgendwo auf der Welt – nicht einmal im gentech-freundlichen Amerika – angebaut werden. 2013 wurden die genmanipulierten Weizenpflanzen jedoch auf einem Feld in Oregon festgestellt. Danach verhängten Japan und Südkorea, wichtige Weizenimporteure, Einfuhrstopps. Das führte zu Verlusten bei Farmern und Händlern.

Letztes Jahr hatte sich Monsanto bereits mit anderen Farmern außergerichtlich geeinigt. Dabei soll der Konzern laut der Nachrichtenagentur AP ungefähr 2,4 Millionen Dollar in einen Fonds eingezahlt haben. Allerdings wurde der Gentech-Weizen im Herbst wieder im Freien entdeckt, er wuchs auf dem Gelände der Montana State University.

Keine Einigung gab es bislang mit Weizenbauern aus Arkansas, wie Monsanto ebenfalls mitteilte. [dh]