Klagen gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen

Der Widerstand gegen den Anbau von Gen-Pflanzen läuft auf vielen Ebenen. Nicht nur die Wahlfreiheit von Verbraucherinnen und Verbraucher ist in Gefahr. Auch Naturschutzgebiete und die Biodiversität sind bedroht. Deshalb wehren sich mehr und mehr betroffene Landwirte, Imker oder Naturschützer vor Gericht. Die unzureichende gesetzliche Regelung des Schutzes vor den Gefahren der Gentechnik wird dadurch offensichtlich. Um eine Übersicht zu bekommen, wie bisher gerichtlich vorgegangen wurde, hat der Infodienst Klage-Fälle gegen Gentechnik zusammengestellt.

Gentechnikrecht und Naturschutzrecht

Vom Gentechnik-Anbau betroffene Imker und Landwirte, Umweltverbände und Naturschutzbehörden haben häufig keine Chance, mit einer Klage vor Gericht gehört zu werden, da die bestehende Gesetzeslage eine Bürgerbeteiligung in Umweltbelangen nicht zulässt. Die Studie gibt eine Übersicht über die vielfältigen gerichtlichen Auseinandersetzungen rund um die Gentechnik und zeigt die praktischen und rechtlichen Probleme sowie Lösungsansätze.

● NABU, Januar 2009
 Studie: Gentechnikrecht und Naturschutzrecht (2,1 MB)

Klagen gegen den kommerziellen Anbau von MON 810

Zwar ist der Gentech-Mais MON 810 für den Anbau zugelassen, dennoch gehen erhebliche Gefahren von ihm aus. Denn das von der Pflanze produzierte BT-Toxin breitet sich unkontrolliert in der Umwelt aus. Im April dieses Jahres hat das BVL in einem Bescheid anerkannt, dass der Anbau des MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Was bedeutet das für die Landwirte, Imker oder Eigentümer von Anbauflächen? Wer schützt die Betroffenen? Um diese Fragen geht es in den folgenden Gerichtsverfahren.

  • NABU-Klage gegen den Anbau im Naturschutzgebiet (mehr...)
  • Ordnungsverfügung gegen Landwirt wegen Anbau im Naturschutzgebiet (mehr...)
  • Landeigentümerin klagt gemeinsam mit Greenpeace gegen Pächter (mehr...)
  • Klage des Biolandhofs Klauß in Wendlingen (mehr...)
  • Imker-Klagen gegen den Anbau des MON 810 zum Schutz des Honigs vor Verunreinigung (mehr...)
  • Strafanzeigen von Gendreck-weg wegen ungenehmigter Freisetzungen (mehr...)
  • Eilantrag des Bündnis Aktion Gen-Klage: Stopp des MON 810-Anbaus noch vor der Maisblüte (mehr...)

Klagen gegen die Freisetzung von Gentech-Pflanzen zu Versuchszwecken

Neben dem kommerziellen Anbau von MON 810 gibt es zahlreiche Freisetzungen von Gentech-Pflanzen zu Forschungszwecken. Die Bundesregierung will die Genehmigungsverfahren für diese Versuche durch das neue Gentechnikgesetz vereinfachen. Mit welcher Sorglosikeit bereits jetzt gentechnisch veränderte Organismen freigesetzt werden, zeigen die hier zusammengetragenen Fälle.

  • Klage gegen die Freisetzung von Monsantos Gentech-Mais in Niedermöllrich (mehr...)
  • Klage gegen die Freisetzung von Gentech-Weizen in der Nähe der Gen-Datenbank in Gatersleben (mehr...)
Bibliothek zur Koexistenz

Hintergrundinfos zur Koexistenz sowie eine Studiensammlung zur Auskreuzung finden Sie in unserer Bibliothek (mehr...)

Dossier aktuell

● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?

● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt

Flyer - Gute Gründe gegen Gentechnik

Gerd das Gen erklärt warum... erklären Sie es anderen und bestellen Sie unseren neuen Flyer. Zum Auslegen, Verteilen oder Vorführen.

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 Die Guten Gründe online mit weiteren Links zu Studien und Hintergrundinfos finden Sie hier.

Auch Landbesitzer haben Rechte!

Wenn der Pächter Ihres Landes Genmais aussäen will, wenden Sie sich an uns oder einen Rechtsanwalt, ob Sie dies verbieten können. Schließen sie bei Neuverpachtung den Anbau gentechnischer Pflanzen aus.
 Musterpachtvertrag
(Netzwerk gentechnikfreie Landwirtschaft)
 Rechtsgutachten Pachtverträge mit Formulierungsvorschlägen
(Greenpeace)

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