23.08.2010 | permalink

Gentechnik-Rüben-Verbot: Jubel vor der Konzernzentrale

Profit für wenige, Risiko für alle Profit für wenige, Risiko für alle: Protest vor der KWS-Konzernzentrale im Januar dieses Jahres.

Witzenhäuser Umweltaktivisten feiern heute mit einer ganztägigen Kundgebung vor dem Hauptsitz der KWS Saat AG in Einbeck das Verbot der gentechnisch veränderten Zuckerrübe in den USA. Die Gentechnik-Rüben des deutschen Saatgutkonzerns haben in den USA einen Marktanteil von 95% und dürfen nun nicht mehr angebaut werden, weil sie keine ausreichende Umweltprüfung durchlaufen haben. Umweltschützer in den USA hatten gegen den Anbau geklagt und nun Recht bekommen. In den deutschen Medien war letzte Woche fast ausschließlich von einer Niederlage Monsantos die Rede. Der amerikanische Konzern kassiert zwar Patentgebühren für ein in die Rübe eingebautes Gen-Konstrukt. Die Zuckerrübe selbst wird jedoch von der KWS vertrieben. Und die erleidet durch das Verbot einen erheblichen Schaden. 30 Prozent ihres Jahresumsatzes von 700 Millionen Euro erzielt die KWS auf dem amerikanischen Markt.

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