23.07.2010 | permalink

Aktion: Saatgut soll gentechnikfrei bleiben

Mais Verunreinigung Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass pro Hektar 100 gentechnisch veränderte Mais-Pflanzen wachsen.

Die Aussaat von gentechnisch verunreinigtem Saatgut hat dieses Frühjahr für einige Schlagzeilen gesorgt. Statt den Einsatz der Gentechnik auf dem offenen Feld grundsätzlich zu verbieten und so den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft zu unterstützen, wollen Befürworter der Gentechnik einen sogenannten Schwellenwert für Saatgut einführen und ein bißchen Gentechnik im Saatgut erlauben. Im Gespräch ist ein Schwellenwert von 0,3 % GVOs im Saatgut. Dies hört sich zwar nach wenig an, bedeutet in der Praxis jedoch, dass 300 versteckte Gentechnik-Maispflanzen pro Hektar wachsen könnten. Der gleiche Schwellenwert von 0,3 % GVOs für Rapssaatgut würde bedeuten, dass sogar 1.500 bis 2.100 Gen-Rapspflanzen pro Hektar unerkannt wachsen könnten. Ohne reines gentechnikfreies Saatgut wäre die gentechnikfreie Landwirtschaft innerhalb weniger Jahre unmöglich.
Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal wehrt sich mit einer neuen Unterschriftenliste gegen die schleichende Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft. Die Unterschriftenliste kann hier runtergeladen werden. Für alle, die das Anliegen gentechnikfreies Saatgut unterstützen möchten, aber nicht Unterschriften sammeln können, gibt es mit den beigefügten Brief-Vorlagen auch die Möglichkeit, selbst an Frau Aigner und Frau Merkel zu schreiben. Einfach ausdrucken, Name, Adresse und Datum einfügen und abschicken.

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