07.07.2010 | permalink
Annette Schavan auf dem Weg zum ersten Runden Tisch letztes Jahr. Im Hintergrund demonstrieren Aktivisten unter dem Motto "Menschen vor Konzerne" gegen die gentechnik-freundliche Politik der Ministerin.
Heute findet der vierte Runde Tisch zur Pflanzengenetik von Bundesforschungsministerin Annette Schavan statt. Jedoch ohne den Deutschen Naturschutzring (DNR). Der Grund: Das Bundesforschungsministerium (BMBF) verweigere einen ernsthaften Dialog zum Thema Sicherheitsforschung. Gentechnikkritische Verbände haben bereits letztes Jahr im September in einem Papier ihre Anforderungen an eine ökologische Risikoforschung vorgelegt. Zwar reagierte das BMBF darauf mit eine Stellungnarhme. Das Papier sei jedoch inhaltlich und formell völlig inakzeptabel, so DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Das Ministerium bügele die Argumente der Verbände ab und argumentiere nicht wissenschaftlich. Einige Punkte seien gar nicht beantwortet worden. "Die Verbände haben ihre Forderungen wissenschaftlich begründet und hinterlegt. Dagegen setzt Bundesforschungsministerin Schavan Behauptungen, die mit keiner einzigen Quelle belegt werden", sagte DNR- Vizepräsident und NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Unter diesen Voraussetzungen sieht der DNR keine Gesprächsgrundlage mehr. Für die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD, Elvira Drobinski-Weiß, dient der Runde Tisch lediglich der Gentechnik-Akzeptanzbeschaffung.
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