30.03.2010 | permalink
Der Reichtum Perus liegt in seiner enormen Biodiversität.
Der Schutz der Biodiversität ist nicht mehr nur ein Anliegen von romantischen Umweltschützern. Denn dass die Natur durch die Vielfalt ihrer Pflanzen und Tiere funktioniert, ist mehr und mehr anerkannt. Beispiel Peru: Dort wachsen über 200 unterschiedliche Kartoffel-Sorten und 55 verschiedene Mais-Varianten. Um die Vielfalt in dem Land zu erhalten, ist der Anbau von Gentechnik-Pflanzen verboten.
Die Gentechnik-Politik der Europäischen Union wird in Peru mit großem Interesse verfolgt. Die Zulassung der Gentechnik-Kartoffel "Amflora" gibt den Gentechnik-Befürwortern auch in anderen Ländern Aufschwung. Bei einem Treffen zwischen dem peruanischen Umweltminister Dr. Antonio Brack und dem Anbauverband Naturland wurde die gute Zusammenarbeit im Öko-Landbau betont. „Der Reichtum Perus liegt in seiner enormen Biodiversität. Die Agro-Gentechnik ist eine Bedrohung für diesen unermesslichen Genpool“, so Minister Brack. Steffen Resse, Naturland-Geschäftsführer ergänzt: „Wir tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. Das scheint aber noch immer nicht im Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel angekommen zu sein“.
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