04.03.2010 | permalink
Kartoffeln-Vielfalt
Die BASF ist offenbar auf den Gentechnik-Geschmack gekommen. Nachdem die EU-Kommission vorgestern die Gentechnik-Stärkekartoffel "Amflora" 13 Jahre nach Beantragung zugelassen hatte, möchte der deutsche Konzern nun weitere Gentechnik-Kartoffeln auf den Markt bringen. Noch dieses Jahr sollen die Anträge an die EU gehen. Eine der beiden Kartoffeln soll für Lebensmittel wie Pommes Frittes oder Chips verwendet werden.
Gestern wurde bekannt, dass zwei große deutsche Stärkehersteller die Amflora nicht nutzen wollen. Laut Greenpeace haben Italien, Ungarn, Österreich, Luxemburg und Griechenland angekündigt, den Anbau der Gen-Kartoffel in ihren Ländern verbieten zu wollen. Längst gibt es gentechnikfreie Alternativen zur Amflora, außerdem wird Gentechnik von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Daran werden auch neue Kartoffeln für die Lebensmittelproduktion nichts ändern.
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