17.12.2009 | permalink
Maisanbau in Monokulturen fördert die Ausbreitung von Schädlingen.
Der Anbau des Gentechnik-Mais MON 810 ist zwar im Moment in Deutschland verboten. Doch letztes Jahr wuchs er noch auf einigen Flächen. Inwiefern das Insektengift, das der Mais produziert, in verschiedene Gewässer gelangt, wurde heute auf einer Tagung des NABU erläutert. Emma Rosi-Marshall und Jennifer Tank sind bislang weltweit die einzigen, die zu dem Thema geforscht haben. Ihre Untersuchungen zeigen, dass Köcherfliegenlarven durch das Bt-Toxin geschädigt werden. Über Mais-Pollen oder Maisstreu bei der Ernte kann das Bt-Toxin aus Gentechnik-Mais in Bäche, Flüsse und Seen gelangen. "Bislang wurde das Thema Gewässer in der biologischen Sicherheitsforschung ausgeklammert. Das müssen die Verantwortlichen nun dringend korrigieren", forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
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