16.12.2009 | permalink

Monsanto gewinnt Preis für besonders aggressive Lobbyarbeit

Monsanto Adbust Ca. 90 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen stammen von Monsanto.

Während der Weltklima-Konferenz in Kopenhagen wurde Monsanto gestern auf ganz außergewöhnliche Art geehrt. Der US-Gentechnik-Konzern erhielt den "Angry Mermaid Award" für besonders aggressive Lobby-Arbeit. Denn Monsanto verkauft seine Gentechnik stets als klimafreundliche Anbaumethode. Dabei wird die gentechnisch veränderte Roundup Ready-Sojabohne auf riesigen Flächen angebaut, für die zuvor Regenwald abgeholzt wurde. 37% der zehntausend abgegebenen Stimmen fielen auf das Saatgut-Unternehmen. Der Preis soll auf Firmen aufmerksam machen, die durch ihre Unternehmenspolitik im besonderen Maße zum Scheitern von Maßnahmen beitragen, die das Klima retten sollen. "Während Menschen, Organisationen und soziale Bewegungen auf der ganzen Welt nach starken Aktionen rufen, um den Klimawandel zu verhindern und Klimagerechtigkeit zu sichern, betreiben die großen Unternehmen Lobbyarbeit, um wirksame Handlungen, die das Problem in Angriff nehmen, zu blockieren", so die Organisatoren zur Begründung der Preisvergabe. Der Preis wird u.a. von Attac Dänemark und Friends of the Earth International vergeben.

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