10.11.2009 | permalink

Führende Mitarbeiterin der EFSA wechselt zu Gentechnik-Konzern

SynGENta Das schweizerische Unternehmen Syngenta gehört zu den größten Gentechnik-Konzernen weltweit.

Erneut gibt es herbe Kritik an der Arbeit der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA). Eine führende Mitarbeiterin der EFSA ist offensichtlich zum Gentechnik-Konzern Syngenta gewechselt, berichtet die neu gegründete Expertengruppe Testbiotech heute. Die EFSA ist für die Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln in der EU zuständig. Auch die Sicherheitsbewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen fällt darunter. Die Arbeit der EFSA steht jedoch unter Beschuss, weil die Beurteilungen der EFSA stets im Sinne der Industrie ausfallen. Der aktuelle Fall bestätigt diese Kritik: "Dieser Vorgang ist ein erhebliches Problem für die EFSA. Erstens ist jetzt offensichtlich, dass sogar Mitarbeitern in zentralen Funktionen die nötige Distanz zur Industrie fehlt. Zweitens muss sich die Behörde fragen lassen, warum sie bei so ungewöhnlichen Vorgängen die Öffentlichkeit nicht umfassend informiert. Es gibt keinerlei Transparenz über die Umstände für diesen direkten Wechsel von der Behörde zur Industrie," sagt Christoph Then, Geschäftsführer von Testbiotech. Wegen der fehlenden Transparenz über die Arbeit der EFSA hat Testbiotech letzte Woche einen Newsletter gestartet, der regelmäßig über neueste Stellungnahmen sowie über aktuelle Zulassungsanträge von Herstellern berichten wird.

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Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
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Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat.  Dossier Infodienst

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