30.10.2009 | permalink
Brauchen Kühe gentechnisch verändertes Futter aus Übersee? Bei Danone bald nicht mehr. (Photo:Simone Knorr)
Die Postkartenaktion des Deutschen Bauernverbandes im Internet ruft weitere Reaktionen hervor. Die Interessengemeinschaft für gesunde Tiere (IggT) und der Anbauverband Biokreis e.V. rufen ihre Mitglieder dazu auf, sich gegen die Aktion des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) zu wenden. Der BBV ruft Landwirte dazu auf, sich an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu wenden und die Aufhebung der für die EU geltende Nulltoleranz für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen zu fordern. Die Aktion suggeriert, dass es wegen der strengen Nulltoleranz-Regelung in Deutschland bald keine eiweißhaltigen Futtermittel mehr gäbe, weil Futtermittellieferungen aus Übersee an der Grenze zurückgewiesen werden, wenn darin Spuren von nicht zugelassenen GVOs gefunden werden. Eine Aufhebung der Null-Toleranz würde jedoch eine schleichende Einführung der Gentechnik bedeuten, befürchten Biokreis und die IggT. Sie fordern deshalb ihre Mitglieder dazu auf, Gegenpostkarten an das Ministerium zu senden oder sich direkt an den BBV zu wenden.
Aus Antworten der Bundesregierung auf zwei Kleine Anfragen der Grünen geht hervor, dass es in den letzten fünf Jahren lediglich 18 Fälle von Futtermittel-Ladungen gab, die mit nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt waren. Fast einziges Ursprungsland sind die USA. Maximal 66.000 Tonnen sind von den Verunreinigungen betroffen.
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