19.05.2009 | permalink
Eine Verunreinigung von 0,1% bedeutet, dass pro Hektar 100 gentechnisch veränderte Mais-Pflanzen wachsen.
Kontrolleure haben bei einer Routineuntersuchung auf einer Anbaufläche im Main-Kinzig-Kreis gentechnisch veränderten Mais entdeckt. Ein ahnungsloser Landwirt habe Spuren von in Deutschland nicht zugelassenen Maissorten auf insgesamt vier Hektar ausgesät, teilte das hessische Landwirtschaftsministerium am Montag in Wiesbaden mit. Das Saatgut stammt offensichtlich aus den Beständen des US-Herstellers Pioneer und enthält Spuren von insgesamt vier Gentechnik-Maissorten (MON 810, T 25, MON 88017 und NK 603), von denen keine in Deutschland eine Zulassung besitzt. Bereits in der vergangenen Woche war in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Mais ausgesät worden, der Spuren des NK 603 enthielt.Wie das aus Kanada stammende Saatgut zur Aussaat kommen konnte,ist noch unklar. Allerdings kritisierten Umweltverbände schon seit längerer Zeit die Praxis, gentechnisch veränderten Mais auch für Biogasanlagen zu verwenden.
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