21.03.2011 | permalink
Gentechnikfreie Regionen arbeiten ohne Gentechnik.
Die Linke, SPD- und Grünen-Fraktionen haben einen Antrag im Sächsischen Landtag gestellt, der sich gegen den Anbau und die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen ausspricht. Die Fraktionen wollen u.a. mit einem 8-Punkte-Plan erreichen, dass das Bundesland dem europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen beitritt. Außerdem sollen Mindestabstände um Naturschutzgebieter herum eingeführt werden. Als erstes Bundesland ist Thüringen letztes Jahr dem Netzwerk der Gentechnikfreien Regionen in Europa beigetreten.
07.03.2011 | permalink
Derzeit sind 208 gentechnikfreie Regionen und Intiativen eingetragen. Weitere Informationen: www.gentechnikfreie-regionen.de (Quelle:Gentechnikfreie Regionen Deutschland)
Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Stadt Rotenburg wurde auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen, den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut zu untersagen. Dieser Passus muss künftig in den Pachtverträgen verankert sein und bestehende Verträge entsprechend geändert werden. Negativer Einfluss auf die Artenvielfalt, unzureichende Kenntnis hinsichtlich Gesundheitsrisiken und Abhängigkeiten der Landwirte gegenüber den Konzernen gehören zu den Argumenten der Fraktion. Sie will mit dem Beschluss auch Bewusstsein für die Problematik schaffen und hofft darauf, dass sich Landwirte zusammenschließen um eine gentechnikfreie Zone auszurufen. Der Bürgermeister betonte das Recht auf Eigentum der Stadt und freut sich, dass seine Flächen frei von Gentechnik-Saatgut bleiben, ganz unabhängig von der Gesetzgebung auf Bundesebene.
04.03.2011 | permalink
Schweizer Kühe vor dem Berliner Hauptbahnhof - Zukunftsweisend? Foto: hlb
In der neu verfassten Charta zur Qualitätsstrategie der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft wird auf gentechnikfreie Produktion gesetzt. Wie das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) gestern mitteilte, wolle man somit Marktchancen nutzen und auf die Wünsche der Schweizer Konsumenten eingehen. Die Schweiz soll international eine führende Rolle in der umwelt- und tiergerechten Produktion von sicheren Lebensmitteln einnehmen.
04.03.2011 | permalink
Der Salus-Journalistenpreis zeichnet kritische Beiträge zum Thema Agro-Gentchnik aus, Preisstifter ist Otto Greithner. (Photo:Salus)
Die Firma Salus schreibt auch dieses Jahr ihren Journalistenpreis aus. Ausgezeichnet werden durch den Preis Beiträge, die sich kritisch mit dem Thema Agro-Gentechnik auseinandersetzen. Der Preis wurde letztes Jahr ins Leben gerufen und war ein großer Erfolg. Daher hat der Stifter des Preises und Inhaber des Naturarzneimittel-Herstellers Salus Otto Greither den Preis von 5.000 auf 6.500 Euro mit der Begründung erhöht: "Die Agro-Gentechnik ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Das möchten wir mit der Anhebung der Dotierung unterstreichen. Die Wettbewerbsbeiträge vom letzten Jahr haben uns gezeigt, dass Journalisten dieses komplexe Thema mit hohem persönlichen Einsatz und beeindruckender Professionalität verfolgen." Zu den Gewinnern des Preises im Jahr 2010 zählten Manfred Ladwig, Redakteur beim SWR Fernsehen, Kristin Oeing, freie Journalistin und der freie Journalist Klaus Faißner.
28.02.2011 | permalink
Gentechnikfreie Regionen arbeiten ohne Gentechnik.
Nach einigen Auseinandersetzungen haben die Gemeindevertreter einstimmig dem Antrag der Grünen zugestimmt, keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf Weilrods kommunalen Flächen wachsen zu lassen. Per Vertrag mit den Pächtern der Flächen soll der Anbau von Gentechnik-Pflanzen verhindert werden. Die Gemeindevertreter erhoffen sich ein positives Signal für den Tourismus. Auch Landwirte sollen daher von einem Verzicht auf Gentech-Pflanzen überzeugt werden.
22.02.2011 | permalink
Die grünen Sedina-Dosen enthalten Gentechnik-Speiseöl, die blauen Dosen enthalten gentechnikfreies.
Berliner und Berlinerinnen aufgepasst! In diversen Berliner Restaurants wird höchstwahrscheinlich Öl aus gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt und zwar ohne, dass es gekennzeichnet ist. Wie das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg heute mitteilt, gab es im Jahr 2009 in mindestens acht von zwölf Berliner Bezirken Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht. Dort haben also Kontrolleure in Restaurants „Gen-Öl“ entdeckt, ohne dass es, wie vorgeschrieben, auf der Speisekarte gekennzeichnet war. Das Aktionsbündnis kritisiert, dass den Behörden das Personal fehlt, um umfangreiche Kontrollen durchzuführen und fordert den Senat auf, mehr Geld in die Sicherheit von Lebensmitteln zu stecken. Das Bündnis ruft Gaststättenbetreiber dazu auf, lediglich gentechnikfreie Zutaten für ihre Speisen zu verwenden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten in jedem Fall im Restaurant nachfragen, ob gentechnisch verändertes Öl verwendet wird.
Auch in München wurde in den letzten Jahren immer wieder Gentechnik-Öl in Restaurants gefunden. Die lokale Greenpeace-Gruppe hat jedoch viele Händler dazu gebracht, auf gentechnikfreie Ware umzustellen.
17.02.2011 | permalink
Die städtischen Einrichtungen in Wolfratshausen sind aufgerufen, in Zukunft auf Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen zu verzichten. Dieser Empfehlung aus den Reihen der CSU stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag mit großer Mehrheit zu. Ebenso sprachen sich die Stadtratsmitglieder dafür aus, auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen, die der Stadt gehören, auf gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut zu verzichten.
02.02.2011 | permalink
Landwirt protestiert in Berlin gegen Gentechnik.
Seit einem Beschluss auf Initiative der Grünen hin werden auf den stadteigenen Flächen in Greifswald keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut. Die Entscheidung fiel im März 2009 und seitdem wurden neun Verträge über insgesamt 1500 Hektar abgeschlossen, die alle einen Gentechnik-Anbau ausschließen. Die Grünen zeigen sich zufrieden mit der Entwicklung, hatten sie doch anfangs gegen große Widerstände zu kämpfen. Neben Vorteilen für die Umwelt sehen die Grünen auch ein Plus für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
28.01.2011 | permalink
Gutes Essen braucht keine Gentechnik! Infodienst-Aktion auf der Agrar-Demo in Berlin am 22.1.2011.
Bürgermeister Josef Höß aus der Gemeinde Holzkirchen will Gentechnik-Produkte in gemeindlichen Einrichtungen verbieten. Schulen, Krippen und Kindergärten erhalten in diesen Tagen eine Positiv/Negativ-Liste von Greenpeace aus der hervorgeht, welche Produkte aus tierischen Erzeugnissen hergestellt werden, bei denen die Tiere mit Gentechnik-Pflanzen gefüttert wurden und auf die in Zukunft verzichtet werden soll. Auch wenn das zuständige Landwirtschaftsamt den Beschluss als nicht rechtswirksam sieht und die Pächter der Kantinen den neuen Vertragsbedingungen zustimmen müssen, ist Bürgermeister Höß überzeugt, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Denn nur Absichtserklärungen zu unterschreiben reicht dem Bürgermeister nicht, 'wir müssen Taten folgen lassen' sagt er. Der Bund Naturschutz (BN) Bayern sowie der Verein Zivilcourage begrüßten den mutigen Schritt.
21.01.2011 | permalink
Gentechnikfreie Regionen arbeiten ohne Gentechnik.
Im Land Bremen haben sich 106 Landwirte zur Arbeit ohne Gentechnik bekannt. Sie verpflichten sich dazu, keine Gentechnik-Pflanzen anzubauen. Damit werden zwei Drittel der landwirtschaftliche genutzten Fläche gentechnikfrei bewirtschaftet. Das Bundesland kann damit den Titel "Gentechnikfreie Region" tragen. Im gesamten Bundesgebiet gibt es über 115 Gentechnikfreie Regionen. Mehr als 23.000 Landwirte sind daran beteiligt.
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