14.06.2011 | permalink
Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) verleiht das Siegel "Ohne GenTechnik".
Unternehmen sollten sich schleunigst auf eine Produktion ohne Gentechnik einstellen. Denn schon in einigen Jahren könnte dies als Standard auf dem Lebensmittelmarkt vorausgesetzt werden. Dies ist jedenfalls die Erfahrung aus Ländern wie Österreich, berichtet Manuela Rehn von der Strategieberatung Grüneköpfe in Berlin. Rund 30 Teilnehmer waren letzte Woche zu einer Informationsveranstaltung zur Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung gekommen, um den Trend nicht zu verpassen und um sich weitere Tipps geben zu lassen vom Verein Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), der zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Mittlerweile sind mehr als 100 Unternehmen Mitglied beim VLOG und vertrauen auf eine Stärkung des Marktes für gentechnikfreie Lebensmittel.
07.06.2011 | permalink
Die Bürgerinitiative Müritzregion – gentechnikfrei ist konsequent und will keine Ehrung, solange das Land nicht komplett gentechnikfrei ist.
Die Bürgerinitiative Müritzregion gentechnikfrei soll von der SPD des Müritzkreises wegen ihrer ehrenamtlichen Aktivitäten ausgezeichnet werden. Doch die Initiative hat beschlossen, die Ehrung nicht anzunehmen und damit gegen die Politik der Landesregierung zu protestieren. Zwar ist Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr frei vom kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Dies kann sich die Bürgerinitative wahrlich auf die Fahnen schreiben, denn sie hat unermüdlich gegen den Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora der BASF gekämpft. Dennoch wird die Gentechnik im Land gefördert. Am AgroBioTechnikum in Groß-Lüsewitz finden nach wie vor Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen statt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben der Bürgerinitiative mit Millionenbeträgen die Gentechnik in Groß-Lüsewitz gefördert. Mit ihrer Weigerung, die Ehrung anzunehmen, will die Initiative die SPD dazu bringen, Mecklenburg-Vorpommern wirklich gentechnikfrei zu machen.
25.05.2011 | permalink
Luftaufnahme Ländlicher Raum in Brandenburg
Die SPD-Fraktion des Brandenburger Landtags möchte sich gegenüber der Gentechnik nicht verschließen. Forschungseinrichtungen müssten nach wie vor die Möglichkeit haben, gentechnisch veränderte Pflanzen freizusetzen, so die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Brandenburg, Martina Gregor-Ness. Aus dem Grund möchte die SPD auch nicht das ganze Land gentechnikfrei erklären. Brandenburg dürfe sich nicht abschotten, sagte SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher. Auch eine Ablehnung der Verbraucher rechtfertige dies nicht. Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag kritisieren diesen Vorstoß der SPD und sehen in dieser Haltung einen Schritt in die falsche Richtung.
13.05.2011 | permalink
Foto: FarmSaat AG; Konventionelle Züchtung expandiert.
Der mittelständische Anbieter von Maissaatgut FarmSaat AG eröffnet einen neuen Standort im Münsterland, um Sorten zu züchten und zu prüfen. Damit wächst das Netzwerk auf 15 Sitze an. Das Züchtungsunternehmen will Sorten anbieten, die den regionalen Bedingungen angepasst sind. Unternehmensziel ist es, bundesweit jede Region mit seinen standortspezifischen Sorten zu versorgen. Die Firma verwendet hierfür nur traditionelle Methoden und verzichtet bewusst auf Gentechnik. Swen Wolke, Vorstand der FarmSaat AG ist überzeugt: "Eine optimal gesteuerte Prüfung und Selektion der Pflanzen kann nur in Versuchen auf dem Feld unter Praxisbedingungen stattfinden". Am neuen Züchtungsstandort wird Saatgut aus neuen genetischen Kombinationen für den Kreis Warendorf unter den tatsächlich herrschenden klimatischen Bedingungen entwickelt.
13.05.2011 | permalink
Gentechnikfreie Regionen arbeiten ohne Gentechnik.
Der Gemeinderat im baden-württembergischen Hasel hat sich gestern einstimmig gegen den Einsatz von Gentechnik entschieden. Nutzer kommunaler Flächen verpflichten sich, auf den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verzichten. Betreiber kommunaler Einrichtungen werden keine gentechnisch veränderten Produkte mehr einsetzen. Hasel ist eine der 116 gentechnikfreien Regionen in Deutschland, die auf der Basis freiwilliger Selbstverpflichtungserklärungen auf Gentechnik verzichten.
12.05.2011 | permalink
Mit einem aufblasbaren Maiskolben demonstrierten Aktivisten vor dem Potsdamer Landtag gegen Gentechnik. Foto: BUND
Gentechnikgegner protestierten heute vor dem Potsdamer Landtag gegen gentechnisch veränderte Pflanzen in Brandenburg. Ein Riesen-Maiskolben war anlässlich einer Experten-Anhörung auf dem Brauhausberg aufgestellt worden. Das Thema hatten die Grünen mit dem Antrag „Keine Agro-Gentechnik in Brandenburg“ in den Landtag gebracht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert die Landesregierung auf, gentechnikfreie Regionen sowohl politisch als auch finanziell mehr unter die Arme zu greifen. Der Anbau gentechnikfreier Futtermittel müsse gefördert werden, damit der Import von Gentechnik-Soja aus Regenwaldgebieten langfristig überflüssig wird.
04.05.2011 | permalink
Bayerisches Landidyll und Gentechnik passen nicht zusammen.
Bayern macht weiter Stimmung gegen Gentechnik: Heute zeichnete der bayerische Umweltminister Söder 29 Gemeinden erstmals mit dem Siegel Gentechnik-Anbaufreie-Kommune aus. Die Auszeichnung garantiert, das in den Städten und Gemeinden keinerlei gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen. Söder sieht die heutige Auszeichnung als einen wichtigen Schritt für ein Bayern ohne Gentechnik-Pflanzen. Die Kommunen bekommen eine Urkunde sowie ein Emaille-Schild, mit dem die gentechnikfreie Bewegung verstärkt wahrgenommen werden soll. Laut Standortregister wachsen dieses Jahr im gesamten Bayern keine gentechnisch veränderten Pflanzen.
02.05.2011 | permalink
Bantam-Mais pflanzen und gegen Gentechnik demonstrieren: Am Wochenende in Hamburg. Foto: Gärtnerei Sannmann
Mit 5000 kleine Bantam-Mais-Setzlingen wurde am Wochenende in Hamburg ein Zeichen gegen Gentechnik gesetzt. Bei der Pflanz-Aktion kamen Verbraucherinnen und Verbraucher und Gentechnik-Aktivisten in der Demeter-Gärtnerei Sannmann in Ochsenwerder zusammen, um den praktischen Widerstand gegen Gentechnik zu demonstrieren: Bantam-Mais ist ein samenfester Süßmais und kann jedes Jahr wieder ausgesät werden. Doch Sorten wie Bantam sind vom Gentechnik-Anbau bedroht. Blüht Gentechnik-Mais in der Nähe, kann die 100 Jahre alte Sorte mit gentechnisch verändertem Pollen verunreinigt werden. Dagegen wehrt sich die Initiative „Gentechnikfreie Metropolregion Hamburg“. Sie fordert vom neuen Senat den Beitritt Hamburgs zum Netzwerk der gentechnikfreien Regionen Europas.
26.04.2011 | permalink
Baden-Württemberg will die gentechnikfreie und biologische Landwirtschaft fördern
Der zukünftige grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs Kretschman will sein Land grüner machen. Die in Teilen schon vorliegenden Eckpunkte des neuen Koalitionsvertrages zwischen Grünen und SPD sehen vor, die starke Wirtschaft ökologisch auszurichten. Nicht nur der Atomenergie soll Baden-Württemberg den Rücken kehren. Auch Gentechnik soll verbannt werden. Die Landwirtschaft wird wohl zukünftig auf gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen verzichten müssen.
19.04.2011 | permalink
Bayerisches Landidyll und Gentechnik passen nicht zusammen.
Der bayerische Umweltminister Markus Söder hat auf einer Indienreise seine kritische Haltung gegenüber Gentechnik bekräftigt. In Bayern gebe es eine klare Grundsatzentscheidung, dort hätte die Gentechnik keine Zukunft. Unterstützt wurde er dabei von der indischen Aktivistin und Direktorin einer Saatgutdatenbank in Bangalore, Sangita Sharma, die gegen Gentechnik in Indien kämpft und dafür sorgt, dass alte Sorten nicht verloren gehen. Denn die Gentechnik-Saat macht die Bauern abhängig von großen Agrar-Unternehmen wie Monsanto, die in Indien ihre Baumwollsaaten verkaufen. Die davon geernteten Samen dürfen Landwirte jedoch nicht selbst wieder aussäen, wie sie es seit Jahrtausenden getan haben. Auch Minister Söder sieht das Problem der Abhängigkeit von großen Unternehmen und will gentechnikfreie Regionen in Bayern unterstützen. Zu Hause fordern bayerische Aktivisten bisher jedoch vergeblich den Beitritt Bayerns zum Netzwerk der Gentechnikfreien Regionen in Europa.
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