03.08.2011 | permalink
Aktion von La Soja Mata; Die "nachhaltigen" Soja-Produkte sind Gift-Produkte. (Bild: La Soja Mata)
Das Projekt „La Soja Mata“ (Soja tötet) hat Eier sowie verschiedene Fleisch- und Milchprodukte die aus „nachhaltiger“ Sojaproduktion stammen in der holländischen Supermarktkette Albert Heijn Amsterdam mit einem Giftsoja-Aufkleber versehen. Die Aktion war vorher angekündigt. Albert Heijn ist neben dem WWF, Friesland Campina und Anderen Teil des Round Table on Responsible Soy (RTRS), der künftig auch Gentechnik-Soja mit einem Nachhaltigkeits-Label versehen will. Soja wird jedoch in großflächigen Monokulturen unter massivem Einsatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln angebaut. Dass der Einsatz von Pestiziden wegen der resistenten Unkräuter weiter ansteigt, belegt eine jüngst veröffentlichte schwedische Studie. Das Projekt wirft der Supermarktkette Greenwashing und Verbrauchertäuschung vor. Es sollen weitere Aktionen folgen.
27.07.2011 | permalink
Bauern protestieren gegen die Amflora. (Bild: Gentechnikfreies Europa)-+-
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken hat vor dem Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora der BASF gewarnt. Die Zulassung durch die EU, ohne für die Kartoffel konkrete gesetzliche Anbauregeln zu erlassen, finde sie unglaublich. Eine Übertragung durch Mäuse könne nicht ausgeschlossen werden, da das Pflanzgut nicht durch Frost abgetötet werde. Die Gentechnik-Forschung will Höfken zwar nicht behindern, die Agro-Gentechnik sei jedoch nur ein kleiner Teil davon, der durch Pollenflug Schaden anrichten könne.
Niedersachsens Agrarminister Gerd Lindemann sprach sich gegen ein Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen aus. Vielmehr sei ein strenges Zulassungsverfahren von Gentechnik-Produkten auf EU-Ebene vonnöten.
20.07.2011 | permalink
Initiatoren und neue Aktive im Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Ortenau".
Ein gentechnikfreies Offenburg soll per Gemeinderatsbeschluss besiegelt werden. Das fordert die BUND-Ortsgruppe. Die Stadt soll damit ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und es der Stadt Lahr gleichtun, die sich schon 2006 zur Gentechnikfreiheit bekannt hatte. Konkret bedeutet dies, dass die Stadt die Verwendung gentechnisch veränderter Lebensmittel in städtischen Einrichtungen ausschließt und auf eigenen Flächen den Anbau von Gentech-Pflanzen vertraglich verhindert.
In der Initiative Gentechnikfreie Ortenau sind verschiedene Akteure vereint, um sich für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik sowie den Erhalt gentechnikfreier Lebensmittel einzusetzen. Umweltorganisationen, Privatpersonen und der Bund deutscher Milchviehhalter wollen die Region gentechnikfrei halten und suchen neue Mitstreiter in Industrie und Landwirtschaft, die Gentechnik in der Lebensmittelproduktion ausschließen.
18.07.2011 | permalink
Bauernsternfahrt nach Berlin: Auf dem Weg in eine gentechnikfreie Landwirtschaft.
Die Stadt Augsburg wurde von Bayerns Umweltminister Markus Söder als gentechnikanbaufreie Kommune ausgezeichnet. Rund 150 weitere bayerische Regionen haben die Auszeichnung außderdem bekommen. Ziel ist es, eine regionale Eiweiß-Versorgung aufzubauen, da die Landwirtschaft momentan noch von dem Import gentechnisch veränderter Soja aus Südamerika abhängig ist. Mit Bayerns kleinteiliger Landwirtschaft sei der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht vereinbar, so Söder. Landwirte in der Region können sich im Bündnis für eine gentechnikfreie Region Augsburg organisieren.
14.07.2011 | permalink
Landkreis Hersfeld-Rotenburg soll gentechnikfrei werden.
Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg soll gentechnikfrei werden. Dafür setzen sich die Grünen und die SPD ein. Schon 2004 gab es einen Vorstoß, doch seitdem ist nichts passiert. Nun soll jedoch der vielen Initiativen anderer Landkreise gefolgt werden, die sich die Gentechnikfreiheit längst auf die Fahnen geschrieben haben. Die Koalition hat vor Kurzem eine Vereinbarung getroffen, die besagt, dass im Landkreis kein gentechnisch verändertes Saatgut ausgesät werden soll. Der stellvertretende Kreisfraktionsvorsitzende der CDU, Herbert Höttl, ist da zurückhaltender und hält wenig von Symbolbeschlüssen. Das Thema müsse intensiver diskutiert werden. Der Kirchheimer Bürgermeister Manfred Koch von der SPD ist hingegen schon dabei, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen.
01.07.2011 | permalink
Viele Landwirte wollen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen.
Zehn Odenwälder Organisationen verpflichten sich mit einer Selbsterklärung dazu, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. Damit wird erstmals der Beschluss des Kreistages von 2009 umgesetzt, der das Ziel einer gentechnikfreien Region Odenwaldkreis formuliert hatte. Demnach sollen sich Landwirte und Händler freiwillig zusammenschließen, um eine gentechnikfreie Produktion zu garantieren. Zu den Unterzeichnern der Odenwälder Erklärung für gentechnikfreie Nahrungsmittelerzeugung gehören ein Schäferverein, die Arbeitsgemeinschaft Odenwälder Imker, die Landfrauen-Vereinigung, Odenwälder Direktvermarkter sowie der Verein für landwirtschaftliche Fortbildung. Die Unterzeichner wollen bei Verbrauchern und weiteren Erzeugern für ihre Ziele werben und hoffen darauf, dass sie von den Kunden für ihre Anstrengungen belohnt werden.
30.06.2011 | permalink
Bayerisches Landidyll und Gentechnik passen nicht zusammen.
Dass Gentechnik in der Landwirtschaft in der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt wird, das hat der bayerische Umweltminister Markus Söder längst erkannt. Mit der Überreichung von Urkunden an gentechnikfreie Kommunen machte er in den letzten Wochen Stimmung gegen Gentechnik. Akteure aus der Industrie und Wissenschaft hingegen haben den Kampf um die Gentechnik noch nicht aufgegeben und versuchen mit Diskussions-Veranstaltungen von den angeblichen Vorzügen der Gentechnik zu überzeugen. Das Umweltinstitut München warnt daher vor „Pro Gentechnikwochen“ in München und kritisiert gleichzeitig die Verbreitung alter Thesen, die suggerieren wollen, dass mit Gentechnik beispielsweise der Hunger auf der Welt beseitigt werden kann. „Immer mehr Menschen hungern – trotz Gentechnik“, erklärt Gentechnikexpertin Anja Sobczak vom Umweltinstitut.
27.06.2011 | permalink
Das Bündnis für eine gentechnikfreie Region Augsburg ist glücklich über 30 gentechnikfreie Gemeinden.
Knapp zwei Dutzend Verbände und Gruppen bilden das "Bündnis für eine gentechnikfreie Region Stadt und Land Augsburg". Seit dessen anderthalbjährigem Bestehen haben sich über 30 Gemeinden für gentechnikfrei erklärt. Weitere Orte planen in Zukunft, Gentechnik auf dem Acker und in Futtertrögen größtenteils auszuschließen. Die Verträge basieren auf freiwilligen Übereinkommen. Ziel des Bündnisses ist eine gentechnikfreie Region, um die Abhängigkeit der Landwirte von Großkonzernen zu verhindern und Lebensmittel frei von Patenten zu halten.
21.06.2011 | permalink
Luftaufnahme Ländlicher Raum in Brandenburg
Anlässlich einer NABU-Tagung heute in Berlin bestärkt Staatssekretär Daniel Rühmkorf Brandenburgs gentechnikfreie Regionen: "Brandenburg war ein Vorreiter bei den gentechnikfreien Regionen und das soll auch so bleiben", so Rühmkorf. Sowohl Verbraucher als auch die Politik müssten klare Zeichen gegen Gentechnik setzen, da gentechnisch veränderte Pflanzen unvorhersehbare Gefahren für die Umwelt bergen. Die Bundesregierung berät derzeit über einen neuen Gesetzentwurf, der vorsieht, dass die Bundesländer zukünftig selbst über Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik entscheiden. Geht es nach den Plänen der EU-Kommission, soll es den Mitgliedsstaaten in Zukunft ermöglicht werden, den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verbieten.
16.06.2011 | permalink
"Gute Filme - Schlechte Snacks": Greenpeace entdeckt Snacks mit Gentechnik bei Video World. Foto: Greenpeace Berlin
Schlechter Film für die Mitarbeiter der Video World-Filiale in der Berliner Torstraße: Greenpeace-Aktivisten standen heute vor dem Laden und protestierten gegen die dort verkauften Snacks aus gentechnisch veränderten Zutaten. In 26 von 36 Berliner Video World-Filialen hatte die Gruppe Chips und Schoko-Snacks mit Gentechnik-Kennzeichnung gefunden. Besonders misstrauisch wurden die Aktivisten, als einige Produkte in der einen Filiale gekennzeichnet waren und in einer anderen nicht. Außerdem fanden sie unklare Kennzeichnungen: „Kann gentechnisch veränderte Organismen enthalten“ ist als Markierung nicht erlaubt. Offensichtlich wollte es sich der Importeur leicht machen. Die Produkte aus den USA müssen dort nicht gekennzeichnet sein, obwohl sie aus gentechnisch veränderter Soja, Zuckerrüben oder Mais hergestellt wurden. In der EU ist eine Kennzeichnung auch für Import-Produkte gesetzlich vorgeschrieben. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten genau darauf achten, denn die Video World-Leitung hat angekündigt, die Produkte weiter verkaufen zu wollen.
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