07.09.2010 | permalink

BASF - Mach dich vom Acker

BASF - mach die vom Acker Aktion vor letztem brandenburger Gentechnik-Versuchsfeld: BASF - mach dich vom Acker! (Foto:Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg)

Unter dem Motto "BASF - Mach dich vom Acker" protestierten GentechnikgegnerInnen am letzen Brandenburger Genversuchsfeld, gegen den Freilandversuch mit gentechnisch manipulierten Kartoffeln der BASF. Zu den Teinehmenden zählten vor allem Menschen aus der Region rund um Falkenberg/Elster. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung in Falkenberg radelten die DemonstrantInnen mit gelben Luftballons geschmückt direkt zum bewachten Genversuchsfeld der BASF. Die Wachschützer begrüßten die DemonstrantInnen mit einem freundlichen "Da kommen die Idioten!".
In kurzen Redebeiträgen wurde auf die Verunreinigungsproblematik und die aggressive Lobbypolitik des weltweit größten Chemiekonzerns BASF eingegangen.
Beobachtet wurde die Kundgebung von zwei Männern, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. Dementsprechend deutlich distanzierten sich die DemonstrantInnen vom Versuch der Nazis in der Antigentechnikbewegung Fuß zu fassen.

03.09.2010 | permalink

Noch mehr Transparenz bei gentechnikfreien Milchprodukten

Edeka Nord hat regionale und gentechnikfreie Milch- und Molkereiprodukte mit einem Extragewinn für die Landwirtschaft und Rückverfolgbarkeit für den Verbraucher in ihr Sortiment aufgenommen. Die Handelskette arbeitet bei den Produkten der Regionalmarke 'Unsere Heimat – echt und gut' mit Holsteiner Landwirten und der Osterhusumer Meierei Witzwort zusammen. Mit Hilfe der Chargennummer auf den Frischeprodukten kann der Verbraucher das Produkt rückverfolgen und mehr Details über die Fütterung und Haltungsbedingungen erfahren. Die Meierei erhält 7 Cent pro Liter und mit 69 Cent rangiert sie im mittleren Preissegment.

24.08.2010 | permalink

Schleswig-Holstein: Rapssaatgut gentechnikfrei

rapsfeld Raps kreuzt sich leicht aus, die Samen können bis zu 10 Jahre im Boden keimfähig bleiben. (Photo: Simone Knorr)

Das zuständige Ministerium des Landes Schleswig-Holstein hat in einem Kurzbericht bekannt gegeben, dass das diesjährig untersuchte Rapssaatgut frei von gentechnischen Verunreinigungen ist. Rechtzeitig vor der Aussaat konnte das Saatgutmonitoring abgeschlossen und in den insgesamt 79 untersuchten Winterrapspartien keine GVO-Anteile nachgewiesen werden. Mit dem Saatgutmonitoring soll ein Inverkehrbringen von Saatgut, das mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verunreinigt ist, verhindert werden. Denn durch Pollenflug und ungewollte Beimischung bei Lagerung und Transport, können nicht zugelassene GVOs ins Saatgut gelangen.

18.08.2010 | permalink

Trotz des Umbruchs ist Brandenburg nicht gentechnikfrei

Maisfeld Galizien Seit April 2009 ist der Anbau des MON 810 in Deutschland verboten. (Photo:Simone Knorr)

In Brandenburg säten drei Landwirte auf ihren Feldern Mais aus, der mit dem gentechnisch veränderten Mais NK 603 verunreinigt war. Verbraucherschutzministerin Anita Tack ordnete den Umbruch an. Da der Mais noch nicht in der Blüte war, verhinderte sie damit, dass sich der Pollen ungehindert in der Natur ausbreiten konnte. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin-Brandenburg begrüßt die Anordnung der Ministerin. Die Initiative macht aber auch darauf aufmerksam, dass Brandenburg trotz des Umbruchs nicht frei vom Gentechnik-Anbau ist. So werden in Falkenberg im Kreis Elbe-Elster gentechnisch veränderte Kartoffeln zu Versuchszwecken angebaut. In Herzberg, ebenfalls Elbe-Elster, gab es ein Versuchsfeld mit herbizidresistentem Mais. Das Feld wurde zerstört.

10.08.2010 | permalink

Aigner zwischen den Stühlen

Offizielles Ohne Gentechnik Logo Offizielles Ohne Gentechnik Logo in Deutschland. Mehr Infos unter www.ohnegentechnik.org

Eine Überarbeitung des Gentechnikgesetzes müsse "vor der nächsten Aussaat im Frühjahr passieren", so fordert es Bayerns Umweltminister Markus Söder im SPIEGEL. Sowohl Söder als auch CSU-Parteichef Horst Seehofer wollen die GVOs von den Freistaats-Äckern verbannen. Doch gentechnikkritische CSU-Politiker stehen den Befürwortern in der Schwester-Partei CDU und der Koalition gegenüber. Da auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Agro-Gentechnik setzt, bleibt abzuwarten, welche Politik Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verfolgt.

06.08.2010 | permalink

Käse garantiert ohne Gentechnik

Käse garantiert ohne Gentechnik Käsesorten von Unser Land garantiert gentechnikfrei. (Foto:Unser Land e.V.)

In der Produktpalette heimischer Lebensmittel bietet das Netzwerk Unser Land neben Eiern, Nudeln und Fisch nun auch fünf Käsesorten an, die garantiert gentechnikfrei sind, denn der Verbraucherwunsch nach gentechnikfreien Lebensmitteln nachvollziehbarer Herkunft steigt an. Die Milch für den Käse liefern Milchbauern aus der Umgebung, deren Kühe mit heimischen Futtermitteln garantiert ‚ohne Gentechnik‘ gefüttert werden. Das Netzwerk Unser Land umfasst zehn Solidargemeinschaften in elf Landkreisen rund um München und Augsburg. Es setzt sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region ein. Darauf gründet sich die Ablehnung von Agrogentechnik. Schon seit Gründung des Netzwerkes ist die Gentechnikfreiheit des Saatgutes für die Futtermittel in den hauseigenen streng kontrollierten Richtlinien verankert.

30.07.2010 | permalink

Der Tod einer ganzen Kuhherde

Gottfried Glöckner war bis vor ein paar Jahren Landwirt im hessischen Wölfersheim. Einige Jahre baute er auf Versuchsfeldern gentechnisch veränderten Mais an, sogenannten Bt 176 der Firma Syngenta. Dieser ging komplett als Futter an seine Kühe. Viele Kühe starben. Glöckner macht den Gentech-Mais verantwortlich.

29.07.2010 | permalink

Alb-Gold mit neuer Geschäftsführung

Klaus Freidler und Percy Schmeiser Percy Schmeiser und Klaus Freidler

Alb-Gold, der zweitgrößte deutsche Nudelhersteller, wird wie angekündigt auch nach dem plötzlichen Tod von Geschäftsführer Klaus Freidler familiengeführt bleiben. Irmgard Freidler, die Frau des Verstorbenen wird neue Geschäftsführerin des Unternehmens. Auch die beiden Söhne, Oliver und André Freidler steigen mit in die Geschäftsführung ein. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 320 Mitarbeiter und hat als einer der ersten Hersteller in Deutschland die Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung eingeführt. Die fortschrittliche Arbeit Klaus Freidlers soll auch in Zukunft weitergeführt werden.

26.07.2010 | permalink

Gentechnik-Gegner Jörg Bergstedt muss ins Gefängnis

Gerste Pfingsten 2006 haben Gentechnikgegner gentechnisch veränderte Gerste eines Versuchsfeldes der Uni Gießen ausgerissen.

Wegen des Herausreißens von gentechnisch veränderten Gersten-Pflanzen muss Jörg Bergstedt für sechs Monate ins Gefängnis. 2006 hatte er das Feld, auf dem die Universität Gießen ein Versuch durchführte betreten und zum Teil zerstört. Im Oktober 2009 wurde er vom Landgericht Gießen zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, ging jedoch in Revision, weil er überzeugt ist, dass der Versuch nicht rechtens war: Trotz falscher Angaben im Antrag wurden die Gentechnik-Pflanzen freigesetzt. Das Oberlandesgericht in Frankfurt lehnte die Revision ohne Prüfung der Gründe ab.

20.07.2010 | permalink

Alb-Gold-Chef und aktiver Gentechnik-Kritiker verstorben

Klaus Freidler und Percy Schmeiser Percy Schmeiser und Klaus Freidler

Am Sonntag ist der Inhaber und Geschäftsführer der Firma Alb-Gold, Klaus Freidler, unerwartet verstorben. Bereits 1977 stieg Freidler in den Betrieb seines Vaters ein und baute mit Alb-Gold eines der größten Teigwaren-Unternehmen Deutschlands auf. Freidler legte viel Wert auf Kundenorientierung und Transparenz: Aktiv setzte sich das Unternehmen gegen Gentechnik in Lebensmitteln ein. Alb-Gold-Nudeln waren mit die ersten Produkte, die eine Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung trugen. Alb-Gold unterstützt außerdem seit Jahren aktiv die Arbeit des Informationsdienstes Gentechnik. In der Trochtelfinger Zentrale wurde ein Kundenzentrum eingerichtet, in dem Besucherinnen und Besucher durch die gläserne Produktion Nudelherstellung live erleben können. Durch die Kooperation mit regionalen Rohstofflieferanten sichert Alb-Gold lokale Arbeitsplätze. Bei der Belegschaft und seinen Partner hinterlässt der Tod Freidlers tiefe Trauer und eine große Lücke. Die Unternehmensgruppe wird auch zukünftig familiengeführt bleiben und die Ziele und Visionen von Klaus Freidler weiterleben.

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